Ausgabe 
31.1.1969
 
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Teves, Anna .- v: \

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geb. Lütke

9.2.1885

Koblenzer Straße 7

Tilch Josef

27.2.1893

Tiergartenstraße 15

Wagner, Emilie geb. Hei mann

8.2.1891

Kurfürst-Dietr. -Str..

Weckenmann, Oswald

19.2,1892

Koblenzer Straße 15

Wentrup, Elisabeth

13.2.1877

Peterstorstraße 3

geb. Langen ' |

VERBANDS-und VEREINSMITTEtLUNGEN

Bombenstimmung bei der "Heiterkeit"

"Gra u - Blau" a is Gast

O r d e n__an " Minis ter " -Sau gj_i_n_g_

Was der Elferrat "Heiterkeit" in seiner zweiten Kappen- Sitzung der ausverkauften Narhaile im Kolpinghaus an när- ; rischen Knüllern und karnevalistischen Leckerbissen ser­vierte, bewies einmal mehr, daß sich die Montabaurer Narrenschar mit ihrem Präsidenten Uli Schlosser ausgezeich­net aus Kanonenschläge aus der Bütt "eingeschossen" hat.

Als Gäste begrüßte die "Heiterkeit" den Elferrat "Grau- Blau" aus Höhr-Grenzhausen mi,t seinem Präsidenten Willi Schmidt.

Wolfram Diefenbach, Exprinz des Jahres 1967, wurde als erster Redns in den "Eulenturm" entsandt.. Er berichtete aus seinem Urlaub, daß er das Wandern nicht zu den vergnüg­lichen Dingen des Lebens rechnet.,- Auf die Medödie " Der Hauptmann von Köpenick" hatte Josef Germann.den Funken­tanz mit Rita Radke, Christa Theis, Gisela Altenhofen, An­nette Strunk und Monika Kremers einstudiert, eine Darbie­tung, die mit viel Komik gewürzt war., - Josef Bäht, längst kein Nachwuchs mehr, wußte als Bahnbeamter über den Leberplanund seine Folgen allerhand gedankliche Kurz- I und Fehlschlüsse zu dozieren. -

Pagenmädchen Christa Theik gab als. "Schulmädchen" sein Debüt in der "Heiterkeitsbütt", w.arf eine gute Portion weiblichen Charme in die Waagschale und hatte einen tollen Erfolg.

Siegfried Homann kreuzte als "Dickerchen" auf und berich- ! tete von einer haarsträubenden Abmagerungskur. Er kam später noch einmal als "Doofer", eine Rolle, die es ihrn gestattete, Sträuße blühenden Blödsinns unter das närrische Volks zu streuen. '

Das "Heiterkeitstrio" mit. Hermann Altenhofent Horst :

Sanner und Theo Wolf machte eine heitere gesangliche Reise durch das Geschehen in der Stadt, und es war ein Vergnügen, den Sängern zuzuhören.. s

Einen Dirigenten ohne Orchester stellte Jürgen Mück von "Grau-Blau" bekonpt vor das Publikum. Er präsentierte sich später als temperamentvoller "Gastarbeiter" italienischer Provenienz.

"Mir es et egal!", sagte Roßbachs Gerd und legte den; närrischen Finger aus manch offene "Wunde". Daß er sich dierichtigen Stellen ausgesucht:hatte.i zeugt von gutem karnevalistischen Gespür.

"Gestrepsei" und "Zipperlein" sind.zwei komisch-flotte Figuren, die sich singenderweise alljährlich mit städtischen Problemen oder Begebenheiten befassen. Uli Schlosser und F.J. Löwenguth stellten mit diesem Vortrag ihre gute Beob­achtungsgabe erneut unter Beweis und bestätigen ihr her­

vorragendes Können. Die Moritatensänger Josef Straub und Ernst Käuper zeigten auf zwei großen Bildtafeln, wo den närrischen Bürger der Schuh drückt und die gesamte Nar- halla antwortete singend im Refrain: "O, du schöne Fasse­nacht!"

Die Kapelle "Die Finken unter Leitung von Jos. Stahl brachte die singende und schunkelnde Narhaila vom Beginn an auf Schwung.

Mit dieser Sitzung hat die "Heiterkeit" sich selbst ein großartiges Geschenk zum 80jährigen Jubiläum bereitet.

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Am Vormittag hatte der Vorstand der Voiksbank Montabaur, vertreten durch Direktor .Willy-Hain, Wilhelm I. , Prinz Farbenfroh und seinem Hofstaat im Haus in der Kirchstraße einen Empfang gegeben. Die Tollität machte später einen Besuch im Entbindungsheim, um dem erst drei Tage alten des Heiterkeitsministers Wilfried Christe den Prinzenorden zu verleihen.

300 JAHRE EHEMALIGES FRANZIS­KANERKLOSTER MONTABAUR

Im Jahre 1735 wurde der alte Hochaltar durch einen neuen ersetzt. Nach dem Werkvertrag vom 21. März 1735 sollte der Bildhauer Martin Voick (12) aus Hadamer diesen nach ei­nem vorgelegten Riß in 9 Monaten liefern. In Bildhauerar­beit waren zu fertigen beiderseits des Tabernakels zwei Engel mit 'Rauchfässern, auf das Tabernakel die "biltnuß der unbefleckten Empfängnis" 1 Maria" und die nötigen Ziera­ten am Tabernakel nach dem Abriß. Dazu sollten unten auf beiden-Seiten zu stehen kommen die Bildnisse der hl. Joh. Nepomuk und Bona Ventura, jedes 5 Schuh hoch, das übrige nach dem Abriß. "Auf das haubt gesims sollen gefertigt werden die Bildnisse der HU. Franziskus und Antonius, jedes 4 Schuh hoch, dazu zwei Engel "obig das blat", eine Schrift in den Händen haltend. Auf dem obersten Aufsatz sollte "Gott der Vatter in den Wolken sambt denen Zierathen neben dem obern' blat, alles nach Proportion, von gesundem guth undt troc-kenem gehöltze " .angefertigt werden. Was als mangelhaft oder nicht "proportioniert" befunden werden sollte, mußte der Meister neu liefern und erst dann sollte die letzte Hälfte der Vertragssumme gezahlt werden.

Aus dem Vertrag geht leider nicht hervor, welches Ge­mälde "das blat" zierte. Wir dürfen aber annehmen, daß es eine Begebenheit aus dem Leben des Täufers darstellte.

Nach den- : vorhandenen Quittungen waren neben dem Bild­hauer Völck an der Arbeit beteiligt der Schreiner Johannes Hasdenteufel von Montabaur und der Maler Johannes Eyd, der über die Bezahlung von zwei "Althär biether" (Gemäl­den) quittierte.

Im Jahre 1750 wurde der Altar des hl. Antonius errichtet, für den die Baronin Magdalena von Wagenheim geb. von Esch (13) 100 Reichstaler stiftete. Ferner waren nach dem Jahresbericht des Klosters vom 13. September 1750 alle "Requisiten" für einen neuen Franziskusaitar beschafft worden; Er dürfte wohl wenig später errichtet worden sein.

Es ist:kaum anzunehmen, daß diese beiden Altäre zusätz­lich-zu den bereits vorhandenen errichtet wurden, vielmehr muß angenommen werden, daß sie die obengenannten Al­täre ersetzten. Nach der Profanierung der Klosterkirche wur­den die vorhandenen Barockaltäre und die Kanzel 1819 der Pfarrgemeinde in Höhr überlassen.

Dort sind sie später durch neugotische Altäre, ersetzt worden und verschwunden.

Eine kleine Glocke wurde schon 1654 i-nit Genehmigung des Erzbischofs durch den Guardian des Klosters geweiht.

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