Danach waren zu Anfang des 18. Jahrhunderts in der Franziskanerkirche 3 Altäre, der Altar Johannes des Täufers, der der hl. Barbara und der der hl. Maria. Das würde auch übereinstimmen mit dem Status des Franziskanerklosters aus dem Jahre 1725, der 3 Altäre in der Kirche erwähnt.
Anmerkung:
(11) Aus der Tatsache, daß das Essen für die Geistlichkeit aus den Einnahmen des Hospitals gereicht wurde, läßt sich schließen, daß dieser Brauch sehr alt war und aus der Zeit vor 1641 stammte.
Fortsetzung folgt.
Sparer bei der Nassauischen Sparkasse
erhielten für 1 968 DM 52 Millionen Zinsen gut geschrieben.
- Vorläufiger Bericht über die Geschäftsentwicklung der Nassauischen Sparkasse im Jahre 1968.-
Im Jahre 1968 setzte'sich für die Nassauische Sparkasse in allen Bereichen verstärkt die erfreuliche Ausweitung des Geschäftsvolumens fort. Mit der Bekanntgabe vorläufiger Abschlußzahlen möchte die Nassauische Sparkasse ihre Kunden und die einheimische Bevölkerung über die wichtigsten Geschäftsergebnisse im 129. Geschäftsjahr informieren. Bemerkenswert ist vor allem die rege privat Spartätigkeit, die unter Ausnutzung der angebotenen vielfältigen Anlagemöglichkeiten weitgehend zu dem Gesamtergebnis auf der Passivseite der Bilanz beitrug.
Der Verkaufserfolg des Sparkassenbriefes, der nunmehr auch prämienbegünstig angelegt werden kann, hat im abgelaufenen Jahr hierauf- ebenfalls beachtlichen Einfluß gehabt. Die Bemühungen der Nassauischen Sparkasse um Lohn- oder Gehaltskonten, - kurz Privatgirokonten genannt -, haben dazu geführt, daß immer mehr Privatleute, insbesondere Arbeitnehmer, diese Dienstleistung in Anspruch nahmen.
Aufgrund der erfolgreichen Einlagenentwicklung konnte die Nassauische Sparkasse im Berichtszeitraum auch der erhöhten Nachfrage in allen Sparten des Ausleihgeschäfts in vollem Umfang gerecht werden. Als Besonderheit wäre hier zu vermerken, daß das vielseitige Kreditangebot im Jahre 1968 durch den Dispositionskredit sowie das Sonder- kreditprogramm für Investitionen aller Art erweitert wurde Durch den Ausbau des ZweigsteUennetzes konnte der ortsnahe Kundendienst der Nassauischen Sparkasse noch mehr verbessert werden. Im einzelnen sind folgende vorläufige Ergebnisse für 1968 zu verzeichnen;
Die Bilanzsumme erhöhte sich von DM 1,674 Milliarden auf DM 1,942 Milliarden oder um rund 16
Die Spareinlagen erreichten am 31.12.1968 einen Stand von DM 1,411 Milliarden. Sie haben somit gegenüber dem Jahre 1967 um DM 159,1 Millionen zugenommen. Unter Einbeziehung von 12,7 Millionen DM verkaufter Sparkassenbriefe betrug die Sparkapitalbildung insgesamt 171,8 Millionen DM oder 13,7 °]c.
Die Gesamteinlagen stiegen damit auf annähernd DM 1,766 Milliarden, an. Sie haben sich gegenüber dem Vorjahr um DM 256,7 Millionen vermehrt, das heißt um 17 %.
Im Kreditgeschäft haben sich die Ausleihungen im Jahre 1968 um DM 126 Millionen oder rd. 12,5 °]o auf DM 1,137 Milliarden erhöht. Dies beruht sowohl auf der Ausdehnung des Hypotheken- und Kommunaldarlehensgeschäftes, als auch auf der Zunahme von Wirtschafts
und Privatkrediten. So konnten unter anderem im vergangenen Jahre 2 238 neue Hypothekenzusagen erteilt werden, die allein ein Aus leih volumen von DM 87,5 Millionen verkörpern.
Am 31. 12. 1968 bestanden 29 087 Privat- und Geschäftskredite mit einem Gesamtbetrag von DM 173,5 Millionen. Darüber hinaus hatte die Nassauische Sparkasse zum Jahresende 1968 1968 DM 47,7 Millionen mittelfristige Schuldscheinforderungen im Bestand.
Die Zahlungsbereitschaft der Nassauischen Sparkasse war auch im Jahre 1968 unverändert gut. Die liquiden Mittel beliefen sich am 31.12.1968 auf DM 668,2 Millionen.
Die Nassauische Sparkasse stand Ende 1968 ihrer Kundschaft mit 293 Niederlassungen, einschließlich 18 Fahrbarer Zweigstellen, die mehr als 400 Haltestellen anfuhren, überall ortsnah zur Verfügung.
Die Nassauische Sparkasse wird sich auch im neuen Jahr bemühen, durch vielseitige Leistungen und ein umfassendes Angebot sowohl im Anlage- als auch im Ausleihbereich einen optimalen Service zu bieten.
FÜR DIE HAUSFRAU
Kaninchen a la Paris
Ein Kaninchen (etwa 1,5 kg) für vier Personen, 150 g Speck, sechs Scheiben roher Schinken, sechs kleine Kohlköpfe, 200 g Zwiebeln, ein Eßlöffel weißer Senf, ein Eßlöffel Olivenöl, 125 g Butter und eine halbe Flasche Sekt.
Zunächst zerläßt man die Zwiebeln in einer Kasserolle in der Butter. Das zerteilte Kaninchen wird darauf gelegt, die Leber allerdings gesondert aufbewahrt. Dann die Fleischteile von allen Seiten gleichmäßig goldbraun braten, den Sekt zufügen und leicht salzen. Auf kleiner Flamme läßt man das Ganze etwa eineinhalb Stunden brutzeln, wobei der Deckel nicht ganz geschlossen wird. Zwischendurch blanchiert man die Herzen der Kohlköpfe 15 Minuten in kochendem Salzwasser. Anschließend sofort abtropfen, Speck in Würfel schneiden und in heißem Öl auslassen. Den Speck nimmt man schließlich heraus und dünstet die Kohlherzen im Öl. Sie dürfen ihre Form nicht verlieren, müssen aber Farbe annehmen. Etwa 20 Minuten vor dem Servieren wird der Schinken in etwas Butter gebräunt und warmgehalten. Die in Würfel geschnittene Leber wird in der Butter gebraten. Die abgetropften Fleischstücke werden in die Mitte einer vorgewärmten Platte gelegt, rundherum die Schinkenscheiben, die man mit dem Kohl, dem Speck und der Leber krönt.
Brathuhn mit Ananas
Ein Huhn, eine Dose Ananas, eine Zwiebel, Pfeffer, Salz und Öl, 250 g Reis, 200 g Schinken, etwas Mondamin.
Das Huhn wird ausgenommen und in große Stücke zerteilt, die man mit Pfeffer und Salz gut einreibt. Die Zwiebel wird fein geschnitten und dann in Öl gedünstet. Das Hühnerfleisch zugeben und auf beiden Seiten knusprig braten. Mit etwas Wasser verdünnt man den Saft der Ananasdose und gießt ihn darüber. Das Huhn läßt man nun garen, kocht 250 g Reis körnig und mischt den gekochten Schinken, der zuvor kleingeschnitten wurde, unter. Der Schinken wird um das Huhn herum auf der Platte angerichtet und mit Ananasstücken garniert. Zum Schluß die Soße mit etwas Mondamin binden und nach Geschmack würzen.
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