Ausgabe 
17.1.1969
 
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Bei der Verlosung des 3 Preises gewann

Frau Gabriele Bettenhausen, 3501 Niederkaufungen,

Am Rosengarten 37,

eine 8-tägige Bahnreise nach Oberbayern.

Der Verlag Hans Schmid GmbH gratuliert den Gewinnern recht herzlich.

Verlag Hans Schmid GmbH

ALLGEMEINES

Tauschabend

Die Briefmarkenfreunde Montabaur und Umgebung treffen sich am

Dienstag, den 21. Jan, 1969 um 20,00 Uhr im Konferenzzimmer des Bahnhofshotels Montabaur.

Indien-Pilger und Pagoden

Am Mittwoch,, den 22. Januar 1969, abends 20,00 Uhr spricht Herr Dr. Franz Noll wieder über seine Reise nach Indien.

Diesmal geht die Reise nach Benares und den südlichen Teil des Landes. In herrlichen Farbdias erleben wir die­sen Teil der Reise.

Der Vortrag ist in der Aula der Joseph-Kehrein-Schule.

Der Eintritt ist frei.

Rückblick auf das Stadtgeschehen

Der Stadtrat verabschiedete den Nachtragshaushalt. Er schließt im ordentlichen Teil mit 133 000,-- DM und im außerordentlichen mit 160 000,-- DM ab.

Der Platz zwischen Kirche und altem Gymnasium soll gärtnerisch gestaltet werden. U.a. soll ein Brunnen mit Wasserspielen aufgestellt werden. Die Gesamtkosten werden etwa 100 000, DM betragen.

August Kunst aus Montabaur, Erster Kreisdeputierter des Unterwesterwaldkreises, wurde 70 Jahre alt.

«

Seif einem halben Jahrhundert waren die Bäume nicht mehr mit einer so dicken Eisschicht überzogen wie im Dezember. Im Montabaurer Stadtwald mußten zahlreiche Bäume gefällt werden, bevor sie mit ihrer Eislast Schaden anrichteten.

Der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Hans Schweit­zer, spricht sich für einen Großkreis Montabaur aus.

Die Bezirksstelle Montabaur der Industrie- und Handels­kammer betrachtet 1968 als ein gutes Geschäftsjahr.

Die DLRG-Ortsgruppe Montabaur zählt nach einem Jahr Tätigkeit bereits 300 Mitglieder und hat 500 Schwimm­prüfungen ab ge nommen.

Der Ausbau der Sportanlagen am Aufbaugymnasium wird von verschiedenen Seiten als unvollkommen kritisiert.

300 Jahre ehemaliges Franziskanerkloster Montabaur

v. Heinrich Fries

Fortsetzung

Der Kostergarten

Große Schwierigkeiten bereitete dem Konvent die An­schaffung eines Klostergartens. Westlich des Klosters lag im Mittelalter der Badstubengarten (9).

Um 1500 waren die Badstuben (10) noch in Betrieb; denn die Maurer erhielten bei der Grundsteinlegung der Wallfahrtskapelle in Wirzenborn am 19. Sept. 1499 neben anderen Ergötzlichkeitefi auch "dat battf in der Stadt

Montabaur geschenkt. Im 17. Jahrhundert war von diesem Badstubengarten nur noch der Name übriggeblieben.

Zu beiden Seiten des Weges, der den Steinweg mit der Klostergasse verband, standen in dieser Zeit einige Ställe und Scheunen. Diese Gebäude wurden von dem Kloster nach und nach angekauft und abgebrochen. Der Guardian des Klosters wandte sich in einem undatierten Schreiben an den Amtmann Jöh. Philipp Freiherr von Reiffenberg (+ 4.2.1722) mit der Bitte, einige Männer zu benennen, die im Namen des Klosters mit den A nliegern verhandeln sollten, da es ihnen nicht anstände, solche Käufe abzuschließen.

Dieser ernannte am 23. Januar 1689 Kommissare, die sich dieser Aufgabe unterziehen sollten, damit der Klostergarten dem Wunsche des Kurfürsten entsprechend "in eine zierliche Form und .Klausur" gebracht würde. In oft langwierigen Ver­handlungen kaufte der Konvent im nächsten Jahrzehnt die im 1 Wege stehenden Gebäude und Grundstücke.

v Im Jahre 1678 baten die Franziskaner den Kurfürsten um Überlassung des ö.a. Fahrwegs. Diesem Ansinnen wider­spracht der Stadtrat' in seiner Sitzung vom 20. April 1678, da der Weg bei einfallender Feuersbrunst Und an Markttagen, "so die Haubtstraß mit den Krehmern verbauwet", als Fahrweg dringend benötigt würde.

Doch schon am 10. Mai 1678 verzichtete die Stadt auf die ihr zustehenden Rechte an dem Weg, doch sollten die Patres "auf beyden seithen des Gartens ein Thor, welches auf erheisende Noht- und feuwersgefahr jederzeit geöffnet werden könne, henken, auch die biß anherr sowohl jung alß alten rühmlich erwiesene geistlichen dienste ferners zu continuiren (fortsetzen) nicht unterlassen".

Diese beiden Durchlässe bestanden noch zu Anfang des 20 . Jahrhunderts. Das'gegen Norden stehende Tor hatte über dem Torbogen ein kleines Kapellchen, in dessen Nische ein Holzfigur Anna selbdritt (heute über dem Ein­gang zum ehemaligen Franziskanerkloster) stand. Der Tor­bogen auf der Südseite war überdacht. Der Garten wurde mit einer 6 1/2 Schuh hohen Mauer, am Stadtbach waren es sogar 10 Schuh, umgeben.

Ein Abzweig des Stadtbaches, der eine auf der Nordseite des Gartens liegende Gerberei mit Wasser versorgte, wurde überwölbt. Im Garten selbst legte man einen Fischteich an, dessen Fundamente 1766 gründlich repariert wurden.

Anmerkung

() Der Badstubengarten wurde Ende des 17. Jahrhunderts der Klostergarten. Als das Kloster mit dem Garten 1813 Besitz des nassauischen Staates wurde, änderte sich der Name in Amtmannsgarten. Zu Anfang des 20. Jahrhunderts war er der Juxplatz, auf dem die Kirmes gehalten wurde, und heute ist er Parkplatz im Zentrum der Stadt.

(10) Badstuben gab es im Mittelalter in fast allen Städten Deutschlands. In Holzbottichen nahmen Männlein und Weib­lein ein Schwitzbad oder man ließ sich schröpfen.

Durch Kriege und Seuchen verschwanden zu Anfang des 17. Jahrhunderts die öffentlichen Badstu.ben,

Fortsetzung folgt

Kennen Sie Montabaur?

Ein kleines Heimat-Quiz Fragen;

1. Wie groß ist der Montabaurer Gemarkungsbereich

2. In welcher Himmelsrichtung führt die Autobahn an

Montabaur vorbei?

3. Wo liegt der neue Schuttabladeplatz'?

4. Welche Jahreszahl steht am "Alten Amtsgericht"?

5". Wo befindet sich die "von-Orsbeck-Straße" und nach wem ist sie benannt?