Ausgabe 
18.10.1968
 
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Montag

18. 30 Uhr Posaunenchor

20.00 Uhr Kirchenchor

15.00 Uhr Diasporareligionsunterricht i.

Ruppach

Dienstag:

14.45 Uhr Konfirmandenunterricht

17.45 Uhr Kindergottesdienstvorbereitung

in der Koblenzer Straße 5

Donnerstag

20.00 Uhr Bibelstunde

Freitag

19.30 Uhr Junge Gemeinde Jugendkreis

VERE I NS MI TTE I LUNG

Einladung der Vogelschutzgruppe

MONTABAUR

Am Sonntag, dem 27.10.1968, fährt die Vogelschutzgruppe Montabaur nach Mainz zur Besichtigung des naturhistori­schen Museums. Abfahrt 8.00 Uhr ab altem Juxplatz. Rückfahrt im Laufe des Nachmittags.

Fahrtkosten entstehen keine.

Alle Mitglieder und Naturfreunde sind herzlich eingeladen. Anmeldungen erbeten an Herrn Heinrich Becker (Telefon 9453).

Vogelschutzgruppe Montabaur

PUPPENBÜHNE IN MONTABAUR

In der Zeit vom 16. -19.10.1968 gastiert in der Aula der Josef-Kehrein-Schule in Montabaur die Darmstädter Puppen - bühne.

Diese namhafte Bühne, die ihre Filmaufnahmen in Rom unter­brach, wurde im Hinblick auf den Weltspartag und die Jugend - sparwoche von der Nassauischen Sparkasse engagiert.

5. Den Ausspruch tat Melander, Graf zu Holzappel, derbe rühmte kaiserliche Feldmarschall im Dreißigjährigen Krieg.

100 JAHRE GYMNASIUM MONTABAUR Ein Rückblick auf die Anfänge

Vom 10. bis 12. Oktober feierte das Gymnasium zu Monta baur seinen 100. Geburtstag. Die nachstehenden Zeilen sin ( entnommen den Akten, insbesondere den Gemeinderatspron kollen der Stadt Montabaur, und wollen einen kleinen Bei­trag geben zu den Anfängen dieser Anstalt. Man darf wohl; gen, daß der Stadtrat zu Montabaur zu allen Zeiten schul­freundlich eingestellt war und sich stets bemühte, durch dir Unterhaltung von Schulen die geistigen Fähigkeiten seiner Einwohner zu wecken und fortzubilden. Es waren oft keine] scheidenen Summen, die von der Verwaltung für den Bau ui die Unterhaltung, der Schulen ausgegeben wurde, die im V gleich mit den Einnahmen gesehen werden müssen, wenn« eine gerechte Würdigung erfahren sollen.

Mit der Auflösung des Kurstaates Trier im Jahre 1803 war u auch das Ende der Lateinschule gekommen, die sicherlich | schon zu Anfang des 14. Jahrhunderts gegründet wurde, weng' auch ein Schulhaus erst 1452 und eine Schulordnung uml4JJ bezeugt sind. 1

Den langen Bemühungen des Stadtrates war es zu verdanken I daß Montabaur dann nach Aufhebung der Lateinschule in j nassauischer Zeit ein Gymnasium erhielt. Nur unter großen Versprechungen (Bau eines neuen Schulgebäudes mit Dienst Wohnungen für die Lehrer und anderen Forderungen) der Sta? Montabaur kam es 1806 zur Eröffnung des Gymnasiums, zu! nächst im Gebäude der früheren Lateinschule. Montabaur hl seine finanziellen Kräfte weit überschätzt. Dazu kamen die ständigen Kontributionen in den Kriegsjahren bis 1815, die - die Stadt mit drückenden Schulden belasteten, so daß nachi i den Koalitionskriegen gar keine Möglichkeit bestand, die j gemachten Versprechungen einzulösen. Die eben erst auf­geblühte Pflanze wurde dann jäh geknickt durch den Be- 1 Schluß der nassauischen Regierung, das Gymnasium in Monta baur aufzuheben und nach Hadamar zu verlegen. I

KENNEN SIE MONTABAUR ?

Antworten zum kleinen Heimat-Quiz

1. Montabaur verfügt über die folgenden öffentlichen Ein­richtungen:

Kath. Kindergarten Don Bosco, Albertstraße Kath. Kindergarten St. Peter in Ketten, Gelbachstraße, Städt. Altersheim, Hospitalfonds, Dillstraße Entbindungs- und Säuglingsheim, Haus Maria Elisabeth, Philipp -Gehling -Straße,

Krankenhaus und Heil - und Pflegeanstalt für Geisteskranke, Barmherzige Brüder, Koblenzer Straße/Ignatius Lötschert -Straße,

Hallen - und Freibad der Stadt Montabaur Städt. Bücherei, Rathaus,

Deutsche Jugendherberge, Am Roßberger Wäldchen

2. Der "Deutsche Wanderweg Nordsee - Bodensee" führt durch Montabaur (Eschelbacher Straße - Fürstenweg Al­bertstraße - Jahnstraße). Kennzeichen: Weißes X auf schwarzem Grund.

Trotz wiederholter Eingaben und der persönlichen Vorsprac' des Stadtbürgermeisters und Stadtschreibers wurde zu Ostein 1817 die Aufhebung der Schule verfügt. Das war ein schwere Schlag für die Stadt und seine Bewohner; denn nunmehr gab] es keine höhere Schule mehr in Montabaur, und damit wai jede Weiterbildung der Einwohner sehr erschwert, wenn nicht ganz unmöglich gemacht.

Erst im Jahre 1840 kam es zur Errichtung einer Realschule, die am 1, Mai durch den Lehrer Michael Bode eröffnet wuk Bode, geboren am 24. August 1799 in Balduinstein, kam 1833 nach Montabaur an die Volksschule und war bis 1840 Li rer an der oberen Mädchenklasse. Er war zunächst der einzi Lehrer dieser neuerrichteten Schule. Erst im Jahre 1843 vnik

der Reallehrer Wolf von der Realschule in Limburg nach Mot baur versetzt. Ende 1845 erhielt die Realschule einen Direk­tor in der Person des Rektors Joseph Braun, geboren 18. Aif 1793 in Wallmerod, vorher Rektor an der Realschule Hada­mar, gestorben am 23. Mai 1855 in Montabaur. Bode wuit 1864 Real Oberlehrer und im Herbst 1868 pensioniert. Er war zuletzt der Leiter der Schule. Sein Nachfolger wurde Rektor Paehler,

3. Die Entfernung Schloß - Köppelturm beträgt etwa 5.430 m.

4. Die Verse stammen aus dem Gedicht "Die Glocke von Hadamar" von Börries Freiherr von Münchhausen.

Durch den Übergang des Herzogtums Nassau in den preuß&'j Staatsverband 1866 war der Fortbestand der Realschule ernes in Frage gestellt. Unter dem 12. März 1867 forderte die kg!j Regierung in Wiesbaden den Stadtrat zur Stellungnahme übSj