Leidensweg für „Gehwerkzeuge”
Nicht nur den Füßen ginge es besser, wenn man mehr ginge
Die Füße sind unsere Gehwerkzeuge, sie sind von Natur aus so konstruiert, daß sie uns beschwerdefrei durch das ganze Leben tragen. Die Füße standen so hoch im Kurs, daß unsere Sprache den Begriff des „Fortschrittes" von ihrer Funktion ableitete. Heute aber haben wir unseren Gehwerkzeugen nichts anderes zu bieten als einen Leidensweg, der beinahe schon in der Wiege beginnt und nur zu häufig mit einer Gehunfähigkeit im Alter endet.
Durchblutungsstörungen. Leder hat richtige Wasserspeicherfähigkeit, Uni Fußschweiß abzuleiten. Daher ist esi
nur wichtig, daß Ganzlederschuhe
gen, sondern auch, daß täglich die Stri pfe gewechselt werden. Die gesamte bekleidung darf den Fuß in seinen t liehen Funktionen nicht behindern nach diesem Grundsatz seine Schuhe kann unbesorgt mit der Mode gehen,
Einlagen, Gehhilfen und komplizierte Operationen sind ausgeklügelt worden, um die vielen kranken Füße wieder belastungsfähig zu machen, um den Menschen wenigstens notdürftig wieder auf die Beine zu stellen. Alles das aber wäre nicht notwendig, wenn man sich nur ein wenig seiner Füße bewußt wäre.
Hauptursache für den allgemein schlechten Zustand der Füße ist das völlige Unverständnis des modernen Menschen für alles, was mit den Gehwerkzeugen zusammenhängt. Schon das Baby im Kriechalter hat darunter zu leiden. Statt ihm Zeit zu lassen und abzuwarten, bis es sich von alleine auf die Beine stellt, lernt es, von der stolzen Mutter gehalten, das Gehen zu einem Zeit punkt, an dem seine Füße das Körpergewicht noch gar nicht tragen können. Was in diesem Falle von den Babyfüßen zu früh und zu ausgiebig verlangt wird, ist in fast allen anderen Lebensabschnitten zu wenig da: Übung, Bewegung und Belastung.
Di; moderne Fortbewegung mit Fahrzeugen aller Art hat das Fortschreiten so stark eingeschränkt, daß die Füße nahezu verkümmern. Es fehlt ihnen weitgehend der Funktionsreiz, der allein unsere Gehwerkzeuge leistungsfähig hält, der schließlich auch den Kreislauf in Füßen und Beinen maßgeblich reguliert. Immerhin nehmen Füße und Beine nahezu ein Drittel des Gesamtkreislaufes für sich in Anspruch. Es kann auf die Dauer daher gar nicht aus- bleiben, daß es schon durch die mangelnde Kreislaufleistung der unteren Extremitäten zu allgemeinen Kreislaufstörungen des Organismus kommt. Daß zu wenig körperliche Bewegung — und jede sinnvolle Bewegung ist letztlich von den Füssen abhängig — häufig die Mitschuld an Übergewicht, Fettsucht und deren Folgen trägt, ist nur zu leicht verständlich. Nicht nur den Füßen ginge es besser, wenn man mehr ginge.
Oft genug aber wird der Teil der Fußgesundheit, der durch mangelnde Aktivität noch nicht zerstört wurde, aus falsch verstandener Solidarität mit der Mode verspielt, Schuhmode muß nicht zwangsläufig fußschädlich sein. Vielmehr gibt es bei jeder herrschen Moderichtung für jeden
Fuß auch fußgesundes Schuhwerk. Nur darf man nicht allein mit den Augen einen Schuh kaufen, sondern auch mit kritischem Verstand.
Zu prüfen wären beim Schuhkauf zunächst Länge und Breite der Schuhe, dann aber auch der Sitz der Fersenkappe und die Beweglichkeit des Schuhgelenkes. Wichtig ist, daß der Schuh nicht wie ein Panzer den Fuß umschließt und daß er ein festes und sicheres Auftreten ermöglicht. Ein richtig angepaßter Schuh braucht nicht erst eingelaufen zu werden. Er sitzt von Anfang an ohne Schmerzen.
Auch die Fußhaut gehört zum Fuß. Der Schuh soll sie schützen und funktionstüchtig erhalten. Er darf vor allem die Hautatmung nicht behindern. Wer die Füße unter Luftabschluß hält, riskiert schmerzhafte Hornhautschwielen und
ja:
Den Füßen ist von Natur aus eine Reservekraft mitgegeben. Deshalb \ man sie anscheinend ungestraft jahrtl malträtieren und verkümmern.lassen, daß sie sich durch Schmerzen melden, auch in der Zeit der Schmerzlosigkeit det unmerklich die Umbauprozeß s| befinden sich die Füße schon mitten dem Leidensweg, der ihnen durch große Sorglosigkeit bereitet wird. 1 schaue sich nur unter den älteren Leu um und frage, wieviele Lebensfreude schon durch Fußschäden und Beinlei entgangen ist. Jeder zweite von ihnei nicht mehr gut zu Fuß, muß sich fiiri l onnt Rest seiner Tage mit schlecht funktioi renden Gehwerkzeugen durchs Leben hen. Man muß nur rechtzeitig daran ken, um sich und den Füßen diesen zu ersparen.
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Dr. med. F. Diet ^ on ^ bis S
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Schafherden sind heute fast schon zur Seltenheit geworden. Nur hie und da sieht sie noch in ländlichen Gemeinden, wenn sie zu den Weidegründen ziehen. Die T»' des Schäfers hat sich in vielen fahrzehnten nicht geändert.
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