Ausgabe 
9.2.1968
 
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weiten Blick auf den hohen Westerwald und zum Schloß Montabaur sind bequeme Spazierwege von einer guten 1/2 Stunde, ein einsamer Weg, mit Kleeblatt gezeichnet, führt mitten durch den Forst um den Hirschkopf".

(Die Beschreibung der Rundwanderwege von den Parkplätzen Dernbach-Elgendorf, Baumbach und Höhr-Grenzhausen sei hier ausgelassen).

"An der B 49 von Koblenz oder Montabaur kommend, wird etwa auf der höchsten Erhebung der Straße, und zwar von beiden Seiten geradeaus fahrend unter der Vermeidung der diese Höhe südlich umgehenden Entlastungsstraße, der große Parkplatz "Großer Herrgott" seitlich der Straße er­reicht. Auch hier bietet sich ein Ruheplatz mit Bank und Tisch unter Bäumen an. Der Schnepfenweg führt wieder zum Koppel und zwei andere mit Hirschgeweih und Tanne markierte Rundwanderwege sind in einer 1/2 bis 1 Stunde .zurückzulegen.

So ist rund um die Montabaurer Höhe ein Netz von 7 schönen, z..T. sehr großen Parkplätzen, gespannt.

Sie erschließen den Wald dem Wanderer, fangen die Kraftwagen am Rand ab und bieten mit der Vielzahl ver­schiedener Rundwege für jeden Geschmack viel schönes.

Die Krönung des Wanderbezirkes, der schöne Aussichts­turm auf dem Koppel, der übrigens bis zu seinen 3 Platt­formen und Aussichtsstellen mit dem Fahrstuhl erreicht werden kann, entschädigt den Wanderer für seine Mühe.

Ein weiter Blick über den Baumwipfeln läßt das Auge über den Westerwald zum Taunues, über den Rhein zur Eifel und zum Hunsrück schweifen.

Nach Süden blickend kann man fast den ganzen Naturpark überschauen und feststellen, daß er über Berg und Tal mit den großen Wäldern überzogen ist. "

KENNEN SIE MONTABAUR Ein kleines Heimat-Quiz

Fragen:

1. Was verbirgt sich hinter der Abkürzung "MT"?

2. Welche Pflanze bezeichnet man bei uns mit "Eierpitschel" ?

3. Wie heißt eine Schrift, die die in Montabaur stationierten Soldaten über unsere Stadt aufklären soll?

4. Warum heißt der Steinweg so?

Antworten:

1. a) Kfz.-Kennzeichen für Montabaur

". b) MT = mt = Metertonne (physikalisches Maß der Arbeit) .c) Mt. = mount (engl.) Berg

. d) M/T = Mail Transfer (engl.) = Geldumtausch per Post .e) m.T. = mit Talon ( mit Zinsabschnitt eines Wert-

papieres)

2. Der Löwenzahn wird bei uns so genannt.

3. Sie heißt "Deine Garnison Montabaur".

4. Der Steinweg gehört zu den ältesten Montabaurer Straßen und wurde wahrscheinlich schon sehr früh stein-gepflastert, weil er . durch die Mulde des Stadtbaches führt.

Vor 35 Jahren

Meldungen aus den Monatenlanuat- und Februar 1933

Einschränkung de s K amevalbetriebes

Obwohl man annehmen dürfte, daß die schlechten Zeit Ver­

hältnisse von selbst dazu geführt hätten, die katnevalistischen Veranstaltungen in diesem Jahr auf die eigentlichen Fastnachts­tage zu beschränken, scheint dies in einigen Gemeinden des Unterwesterwaldkreises nicht der Fall zu sein.

Ich ersuche die Ortspolizeiverwalter, auf die Vereine usw. einzuwirken, daß mit Rücksicht auf die große Not, in der sich weite Bevölkerungskreise seit Jahren befinden, karnevalistische Veranstaltungen vor den Fastnachtstagen unterbleiben.

Es muß wie ein,Hohn auf die arme Bevölkerung wirken, wenn für den Fastnachtstrubel Geld ausgegeben wird, wo i es bei manchen kaum für das tägliche Brot ausreicht.

Montabaur, den 10. Januar 1933

Der Landrat

Ve rbo t ^öffe ntli cher Versammlungen

Nachdem die verfassungsmäßig gewährleistete Versatnmlungs- freiheit in verschiedenen Teilen des Unterwesterwaldkreises in den letzten Wochen zur Störung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit mißbraucht worden ist, zuletzt durch einen kommunisti­schen Demonstrationszug aus verschiedenen Teilen des Kreises nach Montabaur am 27. Januar d.J. verbiete ich hiermit mit sofortiger Wirkung auf Grund des Artikels 123, Abs. 2 der Reichsverfassung alle Versammlungen unter freiem Himmel und alle Auf - und Umzüge im Unterwesterwaldkreise. Ausgenommen von diesem Verbot sind lediglich unpolitische Gedenkfeiern, Trachtenfeste, Veranstaltungen die der Förde­rung künstlerischer, kultureller oder heimatlicher Zwecke dienen und von Körperschaften oder Vereinigungen unpoli­tischer Art veranstaltet werden.

Das Verbot wird aufgehoben < 'werden, wenn die Beruhigung eingetreten ist und die Voraussetzungen zum Erlaß dieses Verbotes wieder weggefallen sind.

Montabaur, den 27. Januar'1933

Der Landrat

Zu m Wah lkampf 1933

Mit dem Einsetzen des Wahlkampfes zur Reichs- und Land­tagswahl am 5. März 1933 richte ich an sämtliche Parteien die dringende Bitte, auf ihre Anhängerschaft einzuwirken, daß der Wahlkampf im Unterwesterwaldkreis wie früher in anständiger Form und nur mit geistigen Waffen geführt wird und häßliche Auseinandersetzungen, in denen teilweise die Körperkräfte eine Rolle spielen, unbedingt zu vermeiden sind. Wenn es schon verständlich ist, daß die Geister in der Hitze des Wahlkampfes aufeinanderplatzen, so sollte doch kein Platz dafür da sein, den Kampf in einer Betäti­gung der Körperkräfte, in Saalschlachten und Überfällen auf Andersgesinnte sich auswirken lassen. Eine solche Kampfesweise ist keines Deutschen würdig und schädigt das >' deutsche Ansehen in der Welt ungemein.

Ich hoffe, daß der Wahlkampf im Unterwesterwaldkreise sich dank des Einwirkens der Partei Vorstände auf ihre Partei­mitglieder in Bahnen abspielen wird, die ein polizeiliches Einschreiten nicht nötig machen.

Montabaur, den 23. Februar 1933

Der Landrat:Collet

GERICHTSURTEIL

Der Führer eines Fahrzeugs darf neben sich Personen oder Gegenstände nur mitnehmen, soweit sie ihn in der Leitung und Bedienung des Fahrzeugs nicht hindern (§7, 3 StVO). Der Fahrer ist behindert, wenn er in seinem Wagen auf der Vordersitzbank zwei erwachsene Personen mitnimmt, wenn diese nur zwei Sitzplätze aufweist.

(AG Oberndorf in DAR 57/248).

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