Ausgabe 
22.12.1967
 
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1, Weihnachtstag -

24.00 Uhr Christmette 7.00 Uhr Hirtenmesse

8 30 Uhr Kindergottesdienst - Dankamt n. Meinung anl der Silberhochzeit Eheleute Müller - Decker

10,00 Uhr Feierliches Hochamt 11, 30 Uhr Letzte Vormittagsmesse 14, 00 Uhr Weihnachtsandacht

18,15 Uhr Abendmesse Dienstag -2, Weihnachtsfeiertag -

7, 00 Uhr 1, Hl. Messe

8, 30 Uhr Kindergottesdienst

10, 00 Uhr Hochamt - Amt Otto Schreiner von Be­kannten bestellt -

11,30 Uhr Letzte Vormittagsmesse - Amt nach Meinung - Keine Andacht

18,15 Uhr Abendmesse Mittwoch - Johannes -

7,10 Uhr J A. Ehel, Anton Müller 8, 00 Uhr Amt Erich Henkes - Hl. Messe besonders auch für die Schulkinder - Donnerstag - Unschuldige Kinder -

7,10 Uhr Amt für die ++ der Familie Wie.derhold - Schmidt

8,15 Uhr Gemeinschaftsmesse d. Frauen und Mütter mit Ansprache Amt ++ Ehel. Josef Schmidt u ++ Angeh.

14, 00 Uhr Krrppenfeier d Kinder

15, 00 Uhr Segnung der Kleinkinder Freitag - 5, Tag in d Weihnachtsoktav -

6, 30 Uhr Jahres-Messe + Schwester M. Bonita

7,10 Uhr J A. + Frau Elisabeth Hübinger Samstag - 6, Tag in der Weihnachtsoktav -

6, 30 Uhr Hl, Messe + Herrn Walter Gutberiet

7,10 Uhr J. A Math, Groß 17, 00 Uhr Salve Andacht Sonntag - Silvester -

8, 30 Uhr Brautmesse Egger - Wörsdörfer 10,00 Uhr Amt Aug. Schneckenburger v. d. Nach­barschaft bestellt -

17,00 Uhr Jahresschlußandacht, anschließend Abend- m esse

Montag - Neujahr - Gottesdienst wie an Sonntagen

Wir sagen Euch an, den lieben Advent,

Sehet, die dritte Kerze brennt.

Nun traget eurer Güte hellen Schein weit in die dunkle Welt hinein.

Freut euch ihr Christen, freuet Euch sehr!

Schon ist nahe der Herr!

Mit dieser Aufforderung zur Liebe und zur Freude wünschen allen Pfarrangehörigen der Pfarrei Montabaur in Stadt und Land ein gnadenreiches Weihnachtsfest und ein gl ückliches und gesegnetes Neues Jahr 1968

Euer Pfarrer und Kaplan

ZAUBER DER WEIHNACHT.

Was ist über dieses Thema in den letzten Tagen geschrieben, geredet, verteidigt und kritisiert worden!

Welche Stellungnahme erwartet Ihr von Eurem Pfarrer?

Weit entfernt davon, das Frühere oder das Heutige zu be­schimpfen oder zu befürworten, möchte ich Euch meine persönliche Meinung darüber und zwar aus menschlichen und seelsorgerischen Erwägungen heraus mitteilen.

Zum Unterschied von den Tieren hat Gott dem Menschen, der Krone der Schöpfung, dem Endstadium in der Entwicklung alles Geschöpflichen, nicht nur die hohen Güter des Ver­standes und<des Willens, sondern auch das Gemüt gegeben.

Reine Verstandes- oder Willensmenschen sind ebensowenig der ganze Mensch, wie die reinen GernUtsromantiker. Wer also Advent und Weihnachten nur äls Zauber, als Stimmung er­lebt, muß kurz nach dem Fest,- vielleicht schon am Heiligen Abend, bitterenttäuscht werden.

Wer an Weihnachten nur das-Fest der Geburt des Herren vor 1967 Jahren feiert, der flieht aus-der Wirklichkeit und verbirgt sich und seinen wahren Zustand in der Vergangenheit, Wer aber an Weihnachten auf alles Gemütvolle verzichtet, ist ' ein armer-Kerl, Entweder hat er nie ein schönes Daheim gehabt und beneidet daher alle, die sich im Glanz des Christbaumes und in der Wärme des gegenseitigen Sichgutseins auch mensch­lich wohlfühlen, Oder sie haben vor lauter Religiosität und Übernatur den Menschen abgelegt und vergessen, daß die Über­natur auf die Natur, daß die Gnade auf das Natürliche aufbaut, wenn es nicht unnatürlich werden soll, ja sie haben vergessen, daß auch das menschlich Natürliche von Gott stammt. Schreibt doch da einer in der Zeitschrift "Christ in der Gegenwart": Unsere meisten und noch immer beliebtesten Weihnachtslieder blicken nur zurück. Sie heften sich an den Stall, Sie helfen uns nicht, das Kommen Christi hier und heute zu feiern, und mit der Kirche zu leben. Nun, Hunderte von Jahren wurden diese altdn schönen Weihnachtslieder gesungen und die Christen­heit ist dabei sehr christlich und kirchlich geblieben. Auf jeden Fall haben wir in unserer Jugend "Zu Bethlehem geboren. Es ist ein Ros entsprungen, Ihr Hirten erwacht, O du fröhliche, Stille Nacht, Heiligste Nacht" und wie die anderen alle heißen, mit einem Jubel und einer Begeisterung gesungen, daß uns vor ! lauter Freude über die Liebe unseres Gottes fast das Herz zer­sprungen ist. Und dieser Jubel und diese Freude waren am 2, Weihnachtstag nicht vorüber. War das nichts?

Wir haben trotz dieser Lieder, die "nur zurückblickten, auch gewußt, was Angelus Silesius gesagt hat: "Und wäre-Christus tausendmal in Bethlehem geboren und nicht in dir, du wärest doch verloren!"

Feiert also Weihnachten, das ist mein Wunsch, mit all den schönen alten Liedern, feiert es in echter Stimmung, feiert es in gegenseitiger Liebe, feiert es - wie in den vergangenen Jahren - in unseren festlichen Gottesdiensten und an der Kommunionbank und vergesst nicht, daß das Kommen Christi an Weihnachten 1967 Euch vorbereiten will auf das Kommen des Menschensohnes am Ende der Zeiten,

VERSUCHTER DIEBST A HL IN DER Wallfahrtskirche in Wirzenborn, Es gibt Menschen, denen ist nichts mehr heilig. In der vorigen Woche haben Diebe am hellichten Tag das Schutzglas vor dem Gnadenbild abgeschraubt und- versucht, die Statue der Mutter Gottes mit Gewalt aus der Verschraubung loszureißen. Dabei haben sie die Statue beschädigt und das Szepter in-der Hand Mariens zerbrochen,

BRAND IN DER PFARRKIRCHE,

Am Montag, den 11, Dezember, brach' auf der Empore in der Nähe der Orgel Feuer aus. Zufällig kam eine Frau aus Heiligen- roth in die Kirche, vernahm den Qualm und sah die Flammen auf der Empore hochschlagen. Sie lief ins Pfarrhaus und rief: "Die Kirche brennt!" Sofort wurden Polizei und Feuerwehr alarmiert. Den gerade im Pfarrheim arbeitenden Maurern ist es zu verdanken, daß es kein Großbrand wurde. Sie stürzten sich auf die Empore, und es gelang ihnen, die brennenden Vorhänge abzureißen und dadurch eine Ausweitung des Brandes auf die Orgel zu verhindern. Leider konnte die Feuerwehr nicht kommen, da die Sirene eingefroren war und nicht funktionierte. Was ist in Zukunft bei ähnlichen Ge­fahren zu tun ?!

BEFÖRDERUNG,

Der Hochwürdigste Herr Bischof Dr, Wilhelm Kempf hat mit Wirkung vom 1,1,1968 unseren Organisten und Kirchenchor­dirigenten, Herrn Alfred Koob, zum Kirchenmusikdirektor im Bistum Limburg ernannt.

Wir gratulieren von ganzem' Herzen,

KIRCHENMUSIK AN WEIHNACHTEN Krippenfeier und Christmette: Chor und Gemeinde singen die

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