Ausgabe 
24.11.1967
 
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eine interessante Verzinsung.

Nach Ablauf von fünf Jahren, vom Ausgabetag an gerechnet, wird der Sparbrief bei der Volksbank eingelöst, die ihn aus­gegeben hat. Sollte der Kunde einmal nicht in der Lage sein, den Sparbrief bei der Volksbank zu präsentieren, bei der er ihn erworben hat, kann er ihn jeder anderen Volks­bank oder sonstigen gewerblichen Kreditgenossenschaft im Bundesgebiet einschließlich Berlin (West) zum Einzug vor­legen.

Für den Erwerb von Sparbriefen ergeben sich im Vergleich zu einer Anlage mit festverzinslichen Papieren manche Vorteile. Da ist zunächst einmal die kurze Laufzeit von nur fünf Jahren. Dem Anleger wird zudem deutlich ge­macht, wie schnell und wie stark sein Kapital durch Zinsen und Zinseszinsen in diesen fünf Jahren wächst. Ein Kurs­risiko gibt es beim Sparbrief nicht.

Bisher wurden für rd. 100 Millionen DM (Nennwert) Spar­briefe verkauft. Dieses Ergebnis entspricht den Erwartungen. Nach den bisherigen Informationen kommen die Erwerber von Sparbriefen im wesentlichen aus dem mittel ständischen Bereich, und zwar sind es selbständige Kaufleute, Hand­werker, Angehörige der freien Berufe, nicht zuletzt aber auch Hausfrauen und Pensionäre.

In seiner äußeren Form ist der Volksbank-Sparbrief dem Pfandbrief ähnlich. Rechtlich ist er ein kaufmännischer Verpflichtungsschein gemäß § 363 HGB, ausgestellt von einer der fünf gewerblichen Zentralkassen auf den Namen der ausgebenden Volksbank als der Berechtigten und ohne Orderklausel. In der Sparbriefurkunde verpflichtet sich die Zentralkasse, an die Volksbank nach Ablauf einer Frist von fünf Jahren den in der Urkunde'verbrieften Betrag gegen Vor­lage des Sparbriefs zu zahlen. Die Volksbank ist berechtigt, ihre Forderung gegen die Zentralkasse an den Erwerber (Kunden der Volksbank) abzutreten.

Durch die'Einschaltung der Zentralkassen i. diese Aktion kommt zum Ausdruck, daß es sich um eine Angelegenheit der gesamten Volksbanken-Organisation handelt.

Beim Verkauf des Sparbriefs setzt die Volksbank den Namen des Erwerbers und das Ausgabedatum in den Sparbrief ein und unterzeichnet diesen rechtsverbindlich. Gleichzeitig beginnt die fünfjährige Laufzeit. Während eine Rücknahme /on Sparbriefen innerhalb der Laufzeit nicht möglich ist, kann die ausgebende Volksbank den Sparbrief beleihen. Deshalb hat der Erwerber des Sparbriefs nicht zu befürchten, 'urch die fünfjährige Festlegungsfrist des Geldes in Spar- iriefen in eine finanziell schwierige Situation zu geraten.

'Die Festlegungsfrist ist für ihn übersehbar, und er kann seine gesamten geldlichen Dispositionen hierauf einstellen.. Wird der Sparbrief beliehen, so ist die Höhe dieser Beleihung in das Ermessen der ausgebenden Volksbank gestellt.

Konsumentenkredit im Konjunkturablauf

Teilzahlungskredite gehen weiter zurück - Anschaffungsdarlehen nehmen zu - Mitte dieses Jahres beliefen sich die von den Sparkassen an wirtschaftlich Unselbständige gewährten Konsumenten­kredite auf 3,0 Mrd. DM. Sie lagen damit nur um 38 Mill. DM höher als ein Jahr zuvor, als die Konjunkturwende eintrat. Wenn man bedenkt, daß die zwölf vorangegangenen Monate ein Anwachsen um 347 Mill. DM (13 °]o des Bestandes von Mitte 1965) gebracht hatten, wirkt diese Stagnation des Konsumentenkredits wie ein Signal, das bei Arbeitern, Ange­stellten und Beamten ein viel vorsichtigeres und vernünftigeres Verhalten anzeigt, als es Ihnen von manchen Kritikern gelegentlich unterstellt worden ist. Offensichtlich bedienen sich die Arbeitnehmer der seit einigen Jahren für sie ge­schaffenen, gegenüber dem früheren Zustand wesentlich er­leichterten Formen der Kreditaufnahme für private - durch­aus nicht immer konsumitive Zwecke nicht auf leichtfertige Art. Sie halten nichts davon, etwa entstandene Einkommens- lücken durch bedenkenloses "Pumpen" provisorisch zu stopfen, sondern sind bemüht, ihr Kreditvolumen der neuen, durch die Rezession ungünstig beeinflußten Lage anzupassen.

KURZ BERICHTET

Neue Hochschule in München.

Der 47 Jahre alte Ordinarius für Zeitungswissenschaft an der Ihiiversität München Professor Dr. Otto Rögele wurde zum Präsidenten der neuen Hochschule für Fernsehen und Film in München bestellt. Mit 55 Studenten nahm die Hochschule am 6. November ihren Lehrbetrieb auf.

Die Aussteuer der Töchter.

Nur noch i. Ausnahmefällen außergewöhnliche Belastungen sind Aussteuern der Eltern für ihre Töchter. Diese Ansicht ver­tritt der Bundesfinanzhof in einem jetzt vorliegenden Urteil. Aus der Begründung: "In den Jahren seit der Währungsum­stellung haben viele Steuerpflichtige wieder Vermögen ge­bildet, so daß sie die Aussteuer ihrer Tochter im Allgemeinen wieder aus dem Vermögen bestreiten können".

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