Ausgabe 
17.11.1967
 
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WELTGESCHEHEN

im Monat OKTOBER 1967

1. Oktober 1967:

Die Sozialdemokraten verlieren bei den Bürger­schaftswahlen in Bremen die absolute Mehrheit.

Die NPD zieht in die Bürgerschaftsversammlung.

2. Oktober 1967:

Die Diebe , die im vergangenen Jahr auf dem Frank­furter Flugplatz einen Millionendiebstahl begingen, erhielten nur milde Gefängnisstrafen.

3. Oktober 1967:

In Frankreich verursachen gegen die Regierung demonstrierende Bauern schwere Zwischenfälle.

4. Oktober 1967:

Die britische Labourpartei fordert von der Regierung Wilson, sie solle die amerikanische Vietnam - Politik mißbilligen. "Fantom-Erpresser " Roy Clark, der gegen Bundesbahnanlagen Bombenanschläge begeht, und dann die Bundesbahn erpressen will, wird nun von einer Polizei- und Bahn-Sonder­kommission gejagt..

5. Oktober 1967:

Die britische Labourpartei stimmt einem Beitritt Großbritanniens zur EWG bei. Der Vietnam - Krieg forderte bisher 300 000 Tote.

7. Oktober 1967:

Im Länderspiel um die Europameisterschafts-Quali­fikation siegt die deutsche Fußballnationalelf ge­gen die jugoslawische Elf mit 3:1.

8. Oktober 1967

Präsident Johnson ist entschlossen, den Krieg in Vietnam auszufechten. Der frühere britische Pre­mierminister Lord Atlee stirbt in London.

9. Oktober 1967:

In Lüdenscheid wird ein entführtes vierjähriges Mädchen tot aufgefundenDer Mörder wird gefaßt. Indonesien unterbricht seine Beziehungen zu Rot­china.

10. Oktober 1967:

Bundeskanzler Kiesinger fordert Einigkeit in der Deutschland - Politik.

Die Sowjetunion erhöht ihre RUstungsausgaben um 15 Prozent.

Der kubanische. Guerilla-Führer Emesto Che " Guevera kommt in Bolivien bei einem Gefecht mit Regierungstruppen ums Leben.

11. Oktober 1967:

Neuer Vorsitzender der Deutschen Angestellten Ge­werkschaft wird der bisherige stellvertretende Vor­sitzende Hermann Brandt. In Frankfurt wird die 19. Internationale Buchmesse eröffnet.

12. Oktober 1967:

In Hessen scheitern die Lohnverhandlungen der Industriegewerkschaft Metall.

Der Bundesrat berät den Etat für 1968. 66 Personen kommen beim Absturz eines Verkehrsflugzeuges bei Zypern ums Leben.

13. Oktober 1967:

Die Bundestagsparteien lehnen geschlossen eine An­erkennung der DDR ab.

Der Luftkrieg gegen Nordvietnam wird weiter aus­gedehnt.

14. Oktober 1967:

In Rom tagt der dritte Weltkongreß kath. Laien.

Er spricht sich für das Recht der Eheleute aus, die Geburtenregelung frei zu wählen. In Bonn wird eine Sekretärin des Auswärtigen Amtes mit anderen Personen unter dem Verdacht der Spiona­ge für den sowjetischen Geheimdienst verhaftet.

15. Oktober 1967:

Der 81-jährige Tübinger Philosoph Ernst Bloch erhält in der Frankfurter Paulskirche den Friedens­preis des Deutschen Buchhandels.

16. Oktober 1967:

Das Ausmaß der in Bonn aufgedeckten Spionage- affäre hat Unruhe und Bestürzung ausgelöst. Die verhaftete Sekretärin beging im Gefängnis Selbst­mord. Unter anderem muß die Bundesregierung den Code für den verschlüsselten Schriftverkehr ändern.

17. Oktober 1967:

Auf-der Frankfurter Buchmesse wird das Braunbuch über Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundes -

republik ", des DDR-Staatsverlages beschlag - nahmt.

Herbststürme richten schwere Schäden an.

18. Oktober 1967:

Auf der Oberfläche des Planeten Venus landet die sowjetische Sonde Venus 4 " und sendet Meß­daten zur Erde.

19. Oktober 1967:

Das Berliner Abgeordnetenhaus wählt den bisheri­gen Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Klaus Schütz, 41 , zum neuen Regierenden Bürgermei­ster.

Triebverbrecher sollen künftig mit ihrem Einver­ständnis kastriert werden.

20. Oktober 1967:

Das Bundeskabinett verabschiedet die Entwürfe von fünf Notstandsgesetzen, die teilweise bisherige Gesetze zur Zivilverteidigung liberalisieren.

21. Oktober 1967:

Ägyptische Patrouillenboote versenken mit sow­jetischen radargelenkten Raketen den israelischen Zerstörer " Elath", der 202 Mann Besatzung hatte. In der Metallindustrie Nordwürttembergs und Nord­hessens droht ein Streik.

In Washington kommt es zu starken Demonstratio­nen gegen den Vietnam-Krieg.

23. Oktober 1967 :

Die Bundesregierung verweigert die Prämien für zwei Zechen-Stillegungen, weil die Begründung dazu unzureichend sei.

Bundeswirtschaftsminister Schiller schaltet sich in den Lohnstreit der Metallindustrie ein und erreicht einen Kompromiß.

Bundeskanzler Kiesinger trifft zu einem dreitägigen Besuch in Großbritannien, ein.

24. Oktober 1967:

Der 45-jährige Nürnberger Unternehmer Hanns­heinz Porst wird unter Spionageverdacht verhaftet. Die Rentner sollen künftig nur zwei Prozent ihrer Rente für die Krankenversicherung zahlen.

Ostberlin schickt einen Brief des Westberliner Bür­germeisters Schütz zurück.

25. Oktober 1967:

Die ägyptische Erdölraffinerie am Suezkanal wird als Vergeltung für die Torpedierung des israelischen Kriegsschiffes von den Israelis in Brand geschossen und brennt aus.

26. Oktober 1967:

In Teheran krönt sich Schah Reza Pahlewi zum Schahinschah.

Aus einem Bundeswehrlager wird eine geheime Luftrakete gestohlen.

Die Bundesregierung beurteilt mit Sorge die be­vorstehenden Verhandlungen über den Beitritt Großbritanniens zur EWG.

27. Oktober 1967:

Einheiten der sowjetischen Flotte laufen in Alexan­dria / Ägypten zu einem angeblichen Freundschafts besuch ein.

Der Berliner Regierende Bürgermeister wird Bundes­ratspräsident.

28. Oktober 1967:

In der hessischen Metallindustrie droht der Streik.

29. Oktober 1967:

Die DDR feiert den 50. Jahrestag der Oktober. - revolution mit einer großen Tauppenparade in Ostberlin.

30. Oktober 1967:

Der Sowjetunion gelingt es, zwei unbemannte Satelliten im Weltraum zusammenzuführen und aneinander zu koppeln.

Professor Dr. Manfred Eigen, Direktor der Abtei­lung für chemische Kinetik am Max-Planck - Institut für physikalische Chemie in Göttingen, erhält eine Hälfte des Nobelpreises für Chemie. Bundespressechef von Hase wird Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium.

31. Oktober 1967:

In der evangelischen Kirche denkt man an die Verkündigung der 95 Luther-Thesen, die vor 450 Jahren die Reformation eingeleitet haben.

In Wittenberg finden Gedenkfeiern statt, die je­doch teilweise von den DDR-Behörden in ihrem Sinne interpretiert werden.