Ausgabe 
10.11.1967
 
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WELTGESCHEHEN

im Monat September 1967

I. September

Die arabische Gipfelkonferenz in Khartum beschließt die Wiederaufnahme der Öllieferun­gen an westliche Länder..

3. September

In Leipzig wird die Herbstmesse eröffnet.

Die Präsidentschaftswahlen in Südvietnam wer­den von den Generälen Thieu und Ky gewon­nen. Doch erringen die zivilen Kandidaten überraschende Erfolge.

4. September

Der frühere ägyptische Vizepräsident, Feldmar­schall Abdel Hakim Amer, und der ehemalige Kriegsminister Badran werden mit 50 weiteren Zivilisten vor ein Kriegsgericht gestellt.

5. September

Papst Paul VI ist leicht erkrankt.

6. September

Die mittelfristige Finanzplanung und das zwei­te Konjunkturprogramm der Bundesregierung werden in einer Sondersitzung des Bundestages von der CDU/CSU und der SPD - Fraktion grundsätzlich gebilligt.

Der amerikanische Wertpapiervertrieb Investors Overseas Services macht den Vorsitzenden der FDP, Erich Mende, zum Vorsitzenden des Ver- waliungsrates seiner deutschen Tochtergesell­schaft.

Der französische Staatspräsident de Gaulle trifft zu einem sechstätigen Polen-Besuch in War­schau ein.

7. September

Der Bundesvorsitzende der FDP, Erich Mende, wird nicht mehr für das Amt des Partei Vorsit­zenden kandidieren.

De Gaulle setzt sich in Warschau für eine Rege­lung des Deutschland-Problems durch die Deut­schen selbst ein.

8. September

Die Stahlkonzerne Thyssen und Oberhausen sollen mit einer Belegschaft von 110 000 Mann zum größten Montankonzern des Kontinents zusammengeschlossen werden.

Eine zweite Fußballbundesliga soll eingerichtet werden.

9. September

General de Gaulle unterstreicht auf,seiner Po­lenreise, daß die Oder-Neiße-Linie die end­gültige Westgrenze bleiben sollte und die Stadt Hindenburg die polnischste aller polnischen Städte sei.

In Marburg sterben mehrere Personen an den Folgen einer durch Affen übertragenen Krank­heit.

II. September -

An der Grenze zwischen Tibet und dem in­dischen Protektorat Sikkim kommt es zu schwe­ren Kämpfen. Dabei wird auch Artillerie ein­gesetzt.

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12. September

Die Reise Staatspräsident de Gaulles nach Po­len wird in Frankreich als ein Fehlschlag ange­sehen.

13. September

Das Bundeskabinett beschließt den Entwurf des Bundeshaushalts 1968 in Höhe von 80 Milliar­den, den Entwurf eines Finanzänderungsgeset­zes und Rentenerhöhungen zum 1. Januar 1968.

14. September

Bundeswirtschaftsminister Schiller eröffnet in Frankfurt die 43. Internationale Automobilaus­stellung. Er macht der Wirtschaft mit dem 2. Konjunkturprogramm Mut.

Bundestagsvizepräsident Walter Scheel wird als "Nachfolger Erich Mendes für den Parteivorsitz der FDP kandidieren.

Der außenpolitische Experte der CDU, Majonica, reist zu einem neuntägigen Besuch nach Moskau.

15. September

Kurz vor einer außerordentlichen Sitzung des Ber­liner Senats, in der es um die innere Situation Berlins geht, stürmen demonstrierende Studenten das Schöneberger Rathaus und müssen von der Po­lizei gewaltsam vertrieben werden.

16. September

Der Europa-Schwergewichtsmeister im Boxen,Karl Mildenberger, unterliegt dem Argentinier Oscar "Ringo" Bonavena nach 12 Runden.

17. September

Der frühere Bundesverkehrsminister Hans-Christoph Seebohm stirbt in Bonn im 64. Lebensjahr. Präsident Johnson stimmt dem Bau eines begrenz­ten Raketen-Abwehrsystems zu.

18. September

Sowjetzonen-Ministerpräsident Stoph fordert in seinem Antwortbrief an Bundeskanzler Kiesiriger die Herstellung normaler Beziehungen "zwischen den beiden deutschen Staaten." Die Vorschläge der Bundesregierung für eine innerdeutsche Ent­spannung werden entschieden zurückgewiesen.

19. September

Der Brief Stophs soll rasch beantwortet werden.

In Düsseldorf erbeuten Gangster'beim Einbruch in eine Edelstein-Import-Export-Firma Edelsteine und Perlen im Werte von 300.000 DM.

20. September

In Hessen wird es in Zukunft nur noch die beiden Regierungsbezirke Kassel und Darmstadt geben.

Der Regierungsbezirk Wiesbaden wird aufgelöst.

In Rheinland-Pfalz wird der Nachtragshaushalt 1967 beraten.

21. September

Die Moskau-Reise des CDU-Bundestagsabgeord- neten Majonica ist ein Fehlschlag.

In Völklingen stirbt der erste Nachkriegsminister- präsident an der Saar, Johannes Hofmann.

Im Rheinland fallen während eines 24-stündigen Dauerregens 31 bis 40 Liter Regen pro Quadrat­meter.

22. September

Bundesverkehrsminister Leber will mit einem um­fassenden Programm das Verkehrswesen in der

Bundesrepublik möglichst rasch mildern und sogar beseitigen.

Der deutsche Großindustrielle Quandt verunglückt mit seinem Privatflugzeug tödjich.

Der Berliner Polizeipräsident Dünsing geht vor­zeitig in Pension.

23. September

Die Sowjetunion sieht zur Zeit keine Möglich­keit zur Beilegung des Vietnamkrieges.

2 5. September

Fünf Agentenringe des sowjetzonalen Staats­sicherheitsdienstes konnten in den letzten Wo­chen in der Bundesrepublik zerschlagen werden. Eine Gruppe von 46 Iranern und Pakistanern wur­de von der Tschechoslowakei in die Bundesre­publik abgeschoben, von dieser aber nicht ein­gelassen und warten mehrere Tage im Niemands­land.

26. September

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Hein­rich Albertz, hat seinen Rücktritt gemeinsam mit dem gesamten Senat erklärt.

In Bonn wird ein Vertrag über den Bau eines britisch-französisch-deutschen Großflugzeuges unterzeichnet.

27. September

Der amerikanische Verteidigungsminister Mc Namara erklärt, die nukleare Vormachtsstel­lung der Vereinigten Staaten sei nur noch von be­grenzter Bedeutung. Die deutsche Fußball-Na­tionalelf besiegt Frankreich in Berlin mit 5:1 Toren.

2 8. September

Der Staatssekretär im Auswärtigen Ami, Klaus Schütz, wird voraussichtlich neuer Berliner Bür­germeister.

Auf der Genfer Abrüstungskonferenz erhebt Ru­mänien starke '-edenken gegen den geplanten Kernwaffensperrvertragsentwurf.

2 9. September

Bundeskanzler Kiesinger beantwortet den Brief des sowjetzonalen Ministerpräsidenten Stoph Er erklärt sich bereit zu direkten Verhandlungen mit Ostberlin über menschliche Erleichterun­gen und ernennt seinen Staatssekretär zum Be­auftragten. In Ostberlin wird der Antwortbrief als empörend bezeichnet.

30. September

Ein Zusammenstoß zwischen einem britischen Reisebus mit Studenten und einem schweren Kran­lastwagen fordert in Jugoslawien 15 Menschen­leben und 7 Schwerverletzte.