leitet ist. Sie ist die Stifterin und erste Generaloberin der verdienstvollen Ordensgenossenschaft der "Armen Dienstmägde Jesu Christi". Zunächst waren die Hauskrankenpflege und die Sorge für Waisenkinder die Hauptanliegen der Schwestern , bald aber auch übernahmen sie pflegerische Aufgaben in Krankenhäusern und Bildungsanstalten. Heute zählt die Genossenschaft in rund 200 Häusern etwa 3000 Schwestern, davon 2250 in Deutschland, 600 in den USA, 100 in Holland und 50 in England. Unter ihrem Protektor, dem Kurienkardinal Augustin Bea, wirken sie im Geiste ihrer Gründerin für große caritative und pädagogische Ziele. Nicht ohne Grund nennt sich die Dernbacher Heimatzeitung "Zwischen Türmen und Türmchen", denn Dernbach wäre undenkbar ohne die zahlreichen Gebäude der Genossenschaft. Außer dem Herz-Jesu-Krankenhaus, das bald durch einen Neubau ersetzt werden soll, befinden sich hier noch folgende Einrichtungen der Schwestern: Eine Krankenpflege- und Krankenpflege Vorschule, das Mutterhaus Kloster Maria Hilf, ein Waisenhaus, eine Haushai- tungsschuie, das St. Josefs-Haus, ein Sanatorium für Schwes tern der Genossenschaft, das St. -Agnes-Haus und ein Kindergarten.
Das am Osthang der Montabaurer Höhe sich an den flachen Hängen einer Quelimulde ausbreitende Dorf bietet heute einen sauberen Eindruck. Besonders nach Süden und Westen sind größere Neubaugebiete. Außer handwerklichen Firmen ist die Industrie hier nur in den am Wirgeser Gemarkungsrand liegenden "Dernbacher Tonbetrieben" vertreten, die insbesondere Klinker hersteilen, hartgebrannte Ziegelsteine als hochwertige Baustoffe für Sichtmauerwerk, die auch bei der neuen einzügigen Volksschule verwandt wurden.
Der Dernbacher Waid der Montabaurer Höhe jenseits der Autobahn gehört zum Naturpark Nassau. So macht Dernbach starke Anstrengungen, vom Fremdenverkehr zu profitieren, obgleich die landschaftlichen Reize des Dorfes, von einigen schönen Punkten wie z.B* der Kapelle am Heilborn abgesehen, nicht über ein durchschnittliches Mittelmaß hinauskommen.
BUNDE S VE RKE HR S WAC HT
DE AKTUELLE MELDUNG:
BONN - Den hohen Schuldanteii der Fußgänger bei den tödlichen Unfällen im Straßenverkehr stellt die Bundes- verkehrswacht in einer statistischen Analyse heraus.
Danach stehen diese durch falsches Verhalten von Fußgängern verursachten Unfälle an zweiter Stelle der Jahresbilanz 1966. Ca. 4.000 Unfälle mit tödlichem Ausgang ereigneten sich durch leichtfertiges Überschreiten der Fahrbahn. Zu 223 tödlichen Unfällen kam es, weil Fußgänger die Bürgersteige nicht benutzten. In 264 Fällen kamen Fußgänger zu Tode, weil sie auf Landstraßen nicht auf der linken, sondern auf der rechten Straßenseite gingen. Schließlich: 998 Fußgänger verursachten tödliche Straßen- verkehrsunfäile unter Einfluß von Alkohol.
Mit dieser Information verbindet die Bundes verkehrswacht den eindringlichen Hinweis an die Fußgänger, die Schuld nicht immer beim Kraftfahrer zu suchen, sondern sich an die eigene Brust zu klopfen und das umso eher, als es zu Fuß naturgemäß viel leichter ist, sich dem Verkehrsgeschehen einzuordnen.
OFFENER BREF
der Bundesverkehrswacht an einen forschen Uriaubsfahrer
BONN - Sehr geehrter Herrl Vor wenigen Tagen hatten wir das zweifelhafte Vergnügen, Ihre Bekanntschaft zu machen. Sie selbst werden uns sicher gar nicht bemerkt haben, denn Sie waren sehr in Eile. Und gerade deswegen schreiben wir Ihnen, - wir sind nämlich in Sorge um Sie. Aber vielleicht erinnern Sie sich doch, wenn wir Ihnen sagen, daß es auf der BX zwischen Y und Z war, die sich so recht unübersichtlich dahinschlängeit. Wir mögen
•der zehnte'oder-zwölfte Wagen in der Kplonne gewesen sein die von zwei schwerbeladenen Lastzügen angeführt wurde. Wissen Sie, die hellgraue Kutsche, Baujahr 1963... Übrigens, - schwer beladen bis zu einer mehr als kritischen . Höhe auf dem Dach Ihres Wagens waren Sie auch. Ganz augenscheinlich fuhren Sie in Urlaub. Wir befürchten, daß Sie bei Ihren Vorbereitungen nicht daran gedacht haben, wie sehr sich bei jeder Überladung der Bremsweg verlängert.
Alle waren schon etwas ungeduldig; die anderen und wir auch Aber vorgewagt hat sich bei dem starken Gegenverkehr keiner Wer hatte auch schon Lust, wegen ein paar lumpiger Minuten Zeitgewinn sein Leben zu riskieren?
Und dann kamen Sie. Ehe wir das für uns Unbegreifliche begreifen konnten, waren Sie schon vorbei. Sie waren bewundernswert, wie Sie in tollkühner Weise im spitzen Winkel zwischen unsere Kolonne und die Entgegenkommenden hineinbrausten. Offen gesagt, so viel Lebensverachtung hätten wir bei einem erwachsenen Menschen nicht vermutet.
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06196
41004
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für die nächste Ausgabe ist am kommenden
Dienstag 9.00 Uhr A
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reinigt gut bügelt gut und schnell
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