Ausgabe 
13.10.1967
 
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44 69 / 11, 44 68 und Flur 38, Flurst. 4541 sowie die in der Umlegung neu entstandenen Grundstücke Flur 51, Flurst.

6CP, 141, 155, 183, 184, 185, 186, 187,'192, 193, 207, 224,

231, 236, 239 , 241, 260 , 266 , 221, 93 und 269.

Mit dieser Bekanntmachung wird gern. § 72 des Bundesbauge­setzes für die o.a. Ordn. Nr. bzw. Flurstücke der bisherige Rechtszustand durch den in dem Umlegungsplan vorgesehe­nen neuen Rechtszustand ersetzt. Die Bekanntmachung schließt die Einweisung der neuen Eigentümer in den Be­sitz der zugeteilten Grundstücke ein.

Die Berichtigung des Grundbuches und des Liegenschaftska.- tasters werden bei den zuständigen Behörden veranlaßt.

Die Bekanntmachung gilt als vollzogen, wenn auf den Aushang am Rathaus am 17. Oktober 1967 in der Tageszei­tung hingewiesen ist, die Bekanntmachung am 18.Okt.1967 in der Westerwälder Zeitung veröffentlicht wurde und in der Zeit vom 18. Okt. bis 25. Oktober 1967 einschl. am Rathaus ausgehangen hat. Der 25. Okt. 1967 gilt dann als Tag der ortsüblichen Bekanntmachung gern. § 71 BBauG.

Die rechtlichen Wirkungen der Umlegung treten mit dem 26. Oktober 1967 ein.

Siegel Der Vorsitzende des Uml.Ausschusses

Der Vermessungsrat

RENTEN ZAHLUNGE N

Beim Postamt Montabaur werden die Renten für den Monat November 1967 wie folgt ausgezahlt :

Versorgungsrenten 27. Oktober 1967,

Versicherungsrenten 30. Oktober 1967.

VERBANDS-und VEREINSMITTEILUNGEN

Bund der Vertriebenen-OG Montabaur ...

Omnibus - H a 1 b t a gs f ah r t

Die Ortsgruppe Montabaur des Bund der Vertriebenen veran­staltet am Samstag, den 31. Okt. ab 13.00 Uhr, Abfahrt vom Konrad-Adenauer -Paltz ( fr. Juxplatz) eine Halb­tagsfahrt. ,Die Fahrt ist kostenfrei. Mitglieder auch Gäste werden um Meldungen in der Kreisgeschäftsstelle im Rathaus Mittwoch und Freitag von 9. 00 - 11. 00 Uhr ge­beten. Um zahlreiche Beteiligung bittet der Vorstand.

2. Vors., Schriftführer

Volkshochschule der Stadt Montabaur ...

Die Volkshochschule der Stadt Montabaur und der Bund für Vogelschutz laden zu einem einzigartigen Farbdiasvortrag ein.

Herr H. Wolter, Giengen spricht über das Thema " Wo Greifvögel Horsten und Jagen "

Alle Freunde der Natur und der Vogelwelt werden einen genußreichen Abend erleben.

Der Vortrag ist am Samstag, den 21. Oktober. 1967 um 20.00 Uhr in der Aula der Volksschule.

Eintritt frei.

"Wo Greifvögel horsten und jagen

Zwei Sommer lang spürte der Photograph des Deutschen Bundes für Vogelschutz den Greifvögeln nach. Ihm ge­langen Aufnahmen von Turmfalke und Mäusebussard, Sper­ber und jungen Habichten, Wiesen- und Rohrweihen.

In den Schilfniederungen Süderdithmarschens (Schleswig- Holstein ) hat Hugo Wolter hauptsächlich die Weihen in ihrem Verhalten während der gesamten Brutzeit gefilmt.

Wie beobachten die Weihen in schwebendem Flug über Wiesen und Koppeln, sehen, wie das Weibchen mit Beute am Horst einfällt und diese an die Jungen verteilt.

Voller Staunen werden die Besucher die Fütterungsszenen mit­erleben. Sogar das scheue, möwenblaue Männchen der Wie­senweihe zeigt sich am Horst. Das graubraune Männchen der Rohrweihe stellt sich schützend über die Jungen.

Bunt und vielfältig zeigt sich uns die Tier- und Pflanzenwelt im Lebensraum der Weihen. Im Röhricht stehen Rehe. Auf den Wiesen balzen Birk- und Kampfhähne, brüten Kiebitz und Uferschnepfen. Das hier selten vorkommende Schwarzkehl­chen huscht von Stengel zu Stengel. Trauerseeschwalben brüten auf den dort wachsenden Krebsscheren in den Teichen alter Torfstiche.

Dieser Film bringt uns die oft verfemten Greife nahe und macht deutlich, daß sie innerhalb ihres Lebensraumes eine Daseinsberechtigung haben und zu den schutzbedürftigsten Vogelarten zu zählen sind.

Kneippverein Montabaur.

Worum es geht !

Über dieses Thema sprach zur Eröffnung der Vorträge des Kneipp-Verein Montabaur, im Rahmen der Volkshochschule am 9. Oktober der Kurarzt Dr. med. H. Schnelling aus Camberg. Die Kardinalfrage im menschlichen Leben ist die Bewahrung und Erhaltung der vollen Gesundheit.

Die volle Gesundheit wird aber niemand ohne weiteres ge- s chenkt oder erhalten, vielmehr muß sie täglich errungen werden. Dazu ist die Herstellung der körperlichen und see- lichen Harmonie d. h. das Gleichgewicht aller körperlichen und geistigen Kräfte im Menschen die Voraussetzung. Dazu ist eine entsprechende Lebensführung und eine gesunde Er­nährungsweise notwendig. Hier aber wird der Mensch von heute bedroht durch mangelnde Bewegung oder einseitige Beanspruchung, körperliche und geistige Überforderung und den Genuß von gesundheitsschädigenden Genußmitteln. .

Die Aufgabe der modernen Medizin ist es, den Menschen gegen alle diese schädigenden Einflüsse zu schützen.

Hier ist Kneipp ein Helfer für die Menschheit geworden. An sich selbst hat er die Heilkraft des Wassers und einer gesun­den Ernährung ausprobiert und dann tausenden Menschen durch seine Heilmethode geholfen.

Nach Kneipp muß der Mensch in seiner Ganzheit gesehen und behandelt werden. Das Blut des erkrankten Menschen muß von den Schlacken befreit und der Blutkreislauf wieder störungs­frei erneuert werden. Dann werden die Krankheitsherde besei­tigt und die menschlichen Organe können wieder ihre volle Funktionen ausüben. Licht, Luft, Wasser, Wärme, Kälte, Bewegung und Ruhe sind die natürlichen Heilanwendungen .

Die Kneipp ' sehe Behandlungsweise beruht auf 4 Säulen ;

1. Anwendung von kaltem und warmem Wasser,

2. Anwendung einer gesunden Ernährung ,

3. Anwendung pflanzlicher Heilkräfte,

4. Anwendung psycho-therapeuthischer Heilweise.

Es ist ein großer Irrtum des modernen Menschen zu glauben, man könne sich die Gesundheit durch den Kauf und das Ein- nehmen der mit allen Mitteln der modernen Propaganda angepriesenea Tabletten und Arzneien erwerben.

Will man die Störungen der Gesundheit beseitigen, so muß man zunächst die Ursachen feststellen. Hier ist als erstes die jahrelange falsche Ernährung durch unsere gutbürgerliche Küche zu nennen. Der übermäßige Genuß von Fleisch und tierischen Fetten, sowie das Zerkochen der Vitamine und Fermente in der Küche, sind vielfach die Hauptursachen unserer Krankheiten. Hinzu kommt noch, daß unsere Nah­rungsmittel durch die Verwendung von künstlichen Düngern und das Spritzen von Giftstoffen selbst mit Giftstoffen ange­reichert werden, die der menschlichen Gesundheit schaden. Wenn diese falsche und gefährliche Lebens- und Ernährungs­weise jahrelang geschieht, so kann der Säuereüberschuß im Körper nicht mehr von den Nieren ausgeschieden werden und bleiben im Körper zurück. Dadurch tritt eine Schädigung der Nieren und Vomieren ein und das ganze Bindegewebe, dessen Funktionieren für den ganzen Körper von größter Bedeutung ist, wird untüchtig. Darum ist auf die Zusammensetzung und Zubereitung der täglichen Nahrung der größte Wert zu legen. Stets soll die Nahrung 5-7 mal soviel Gemüse, sauere Milch und dergl. enthalten wie Fleisch. Bei dem Fleisch von Tieren,

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