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gegen die von Außenstehenden oft geäußerte unberechtigte Kritik über die Schwerfälligkeit der Ministerialbürokratie. Dank somit Ihnen, Herr Sozialminister Dr. Geissler, für die Tatkräftige Unterstützung. Daß dieses Werk nun auch gelingen mußte, dafür war der erste Spatenstich unseres hochverehrten Herrn Ministerpräsidenten Dr. Altmeier die sicherste Gewähr.
Wenn alle Brünnlein fließen, dann dürfte auch der Bund nicht fehlen. So darf ich mich auch heute für die sehr maßgebliche finanzielle Unterstützung der Wehrbereichsverwaltung IV in Wiesbaden, die sie aus Mitteln des Bundes schöpfen konnte, aufrichtig bedanken.
Garnison und Stadt sind bereits nach einjährigem Zusammenlegen eine Einheit. Das gemeinsam finanzierte Bad bedeutet hierfür nur ein kleines Mosaiksteinchen.
Mein Dank gilt aber auch den am Bau tätigen Firmen und ihren Mitarbeitern. Es war sicherlich nicht leicht, diese Pionierarbeit auszuführen. Daß dieses Werk gelungen ist, ist nicht zuletzt Ihrer soliden Wertarbeit zu danken. Be - sondere Anerkennung und Dank verdient hierbei Herr Kohl- rautz, als Geschäftsführer der IBACO, mit seinen engeren Mitarbeitern, den Herrn Lange, Wucherer und Lotz, die von ihrer Aufgabenstellung her alle einzelnen Werke zu einer Gesamtleistung zu koordinieren hatten. Es war keine leichte Aufgabe. Keiner kann es besser beurteilen als ich, der ich während der Bauzeit mein eigener Bauleiter war.
Ein herzlicher Dank für diese mühevolle Arbeit.
Worte des Dankes wären aber unvollständig, wenn ich sie nicht als Sprecher der Bürgerschaft ebenfalls richten würde an alle Mitglieder des Rates und seiner Fachausschüsse. Aus echtem Verantwortungsbewußtsein und Aufgeschlossenheit für die Anliegen der Bürgerschaft haben Sie Ihre positive Entscheidung für dieses Bauwerk getroffen. Wenn es auch nicht üblich ist, daß man den Stadtvätern dankt, denn wer kann es schon allen recht machen, so möge die Freude unserer Jugend an diesem Werk Ihnen das aufrichtigste Dankeschön entgegenbringen.
Dieses Bad, das eines der größten und kostspieligsten Bauvorhaben der Stadt darstellt, welches bisher geplant und ausgeführt worden ist, ist ein deutliches Zeichen für die fortschrittliche Entwicklung und zentralörtliche Bedeutung unserer Stadt. Es wurde einmal mehr bewiesen, daß öffentliche Verwaltung kein Selbstzweck ist.
Diese Anlage möge in aller Zukunft ihre - Aufgabe erfüllen und zu einer Stätte der Freude, der Erholung und der sportlichen Betätigung werden. Möge hier eine gesunde und glückliche Jugend heranwachsen. Es wäre der beste Lohn für all die, die mitgewirkt haben, daß dieses Bad entstehen konnte.
VEREINSMITTEILUNGEN
TuS Montabaur.
Die Kinder-Gymnastikgruppe, die bisher von Frau Reschke geleitet wurde, nimmt ihre Tätigkeit am 6. September 1967 wieder auf. Die Turnstunden finden jeweils mittwochs in der Zeit von 15.30 bis 16.30 Uhr in der Turnhalle des staatlichen Gymnasiums Montabaur statt. Interessenten mögen sich zur genannten Zeit dort einfinden. An den Turnstunden können sowohl Jungen als auch Mädchen teilnehmen. Es wird neben dem allgemeinen Turnunterricht auch tänzerische Gymnastik gelehrt.
Der Unkosten bei trag pro Kind beträgt monatlich 12, --DM.
Deutsche Pfadfinderschaft.
St. Georg Stamm Montabaur.
MONTABA URER S t. - GEOR GS - PF A DF IN DER ERLEBTEN KORSIKA.
Dreiwöchige Großfahrt mit vielen Abenteuern
Vor drei Jahren waren die Montabaurer Pfadfinder zum ersten Male auf Korsika. Seit dieser Zeit bestand der Wunsch,
diese "Insel der Schönheit", wie sie genannt wird, wiederzusehen .
Ende Juli war es soweit: 16 Rover und 10 Pfadfinder der Deutschen Pfadfinderschaft St.Georg des Stammes Montabaur brachen zu ihrer Großfahrt auf, die der pfadfinderischen Formung dienen und zur Völkerverständigung beitragen - sollte. Die Gesamtleitung der Fahrt hatte Stammesfeld - meister Winfried Henkes. Ihm zur Seite standen Truppfeldmeister Günter Wagner, Gaumeister Ansgar Gerhards sowie •Gauferdmeister Bernd Sack.
Mit dem Auftakt und dem Reisesegen zur Fahrt, woran auch viele Eltern und Freunde teilnahmen, begann für die Pfadfinder und Rover die erlebnisreiche Großfahrt. Mit dem Zug ging es von Koblenz aus über Basel durch die Schweiz und Italien bis zur Hafenstadt Livorno, wo abends das Fährschiff nach Korsika bestiegen wurde.
Als am nächsten Morgen die Sonne aufging, lag, die Insel und ihre größte Hafenstadt, Bastia, vor ihnen.
Korsika ist 8722 qkm groß, hat 247.000 Einwohner und gehört politisch zu Frankreich. Die offizielle Sprache ist daher französisch; unter sich sprechen die Korsen aber die Landessprache, ein Gemisch aus italienisch und französisch.
Von Bastia aus ging die Fahrt mit der abenteuerlichen korsischen Schmalspurbahn nach Corte, der größten Stadt im Landesinnem. Corte war einst Hauptstadt der Insel und Ausgangspunkt vieler Freiheitskämpfe. Die im Jahre 1419 erbaute Zitadelle, wo heute ein Teil der Fremdenlegion, untergebracht ist, ist wie ein Adlernest auf einer hohen Felsspitze erbaut und überragt die Stadt. Von hier hat man eine wundervolle Aussicht auf das umliegende Gebirge.
In einem eiigen Gebirgstal in der Nähe dieser Stadt schlugen die Pfadfinder unter schattigen Kastanienbäumen ihr Lager auf.
Ein klarer Gebirgsbach, durch herabgerollte Gesteinsmassen stellenweise gestaut, bot herrliche Möglichkeiten zum Schwimmen. Die umliegenden Gebirgshänge waren mit der Maccia, der korsischen Heide, bedeckt. Die Maccia verleiht der Landschaft einen eigenen und einzigartigen Reiz. Berge und Täler sind wie mit einer immergrünen Decke überzogen, und die Luft ist mit einem reinen und würzigen . Duft angefüllt. Nur schmale Pfade führen hindurch, auf denen die Korsen mit ihren hochbeinigen Mulis reiten.
Von ihrem Lagerplatz aus durchstreiften die Pfadfinder und Rover die Gegend und nahmen Kontakt mit der Bevölkerung auf.
Bei einer zweitägigen Gebirgswanderung erstiegen sie den Monte Rotondo, den mit über 2600 m zweithöchsten Berg Korsikas. Eine eintägige Busfahrt in den Norden der Insel nach Calvi gab die Möglichkeit, auch diesen Teil kennenzulernen .
Aber auch die Freizeit kam nicht zu kurz. Während sich einige beim Angeln versuchten, erlernten andere den Volkssport, das Boule-Spiel. Eine ausgezeichnete Verpflegung, für die Verpflegungsmeister Heinz Win gen der verantwortlich zeichnete, trug entscheidencfczur guten Erholung bei.
Der Abschied von Corte fiel allen schwer, aber der Aufenthalt am Strand sollte ja auch nicht zu kurz kommen.
Durch eine malerische Gebirgslandschaft fuhren die Pfadfinder mit der korsischen Eisenbahn weiter an die West - küste der Insel, nach A jaccio und bauten in der Bucht ihre Zelte auf.
Ajaccio ist die Hauptstadt der Insel und eine bedeutende Handelsmetropole. Mit ca. 37.000 Einwohnern ist sie nach Bastia die zweitgrößte Stadt Korsikas. Als Geburtsort Napoleons hat sie einen Ehrenplatz in der französischen Geschichte erhalten.
Neben dem Anlegehafen für die Schiffe, die zum Festland fahren, hat A jaccio noch einen Jachthafen und einen Flugplatz. #
Die folgenden Tage in A jaccio füllten Excursionen in die Umgebung sowie das Baden im Meer und Strandwanderungen
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