Ausgabe 
14.7.1967
 
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für den Verein zu vertreiben. Bitte fragen Sie bei uns jeweils an. Besten Dank.

PRIMAT- VERLAG HANS SCHMID, 6689 Merchweiler/Saar, Schulstraße 1..

Bürger- und Gewerbeverein e.V.

Jahreshauptversammlung - Am Dienstag, dem 18. Juli 1967 - 20.00 Uhr hält der Bürger- und Gewerbeverein e. V. Montabaur im Kolpinghaus seine Jahreshauptversammlung für 1966/67 ab.

Herr Mockenhaupt vom Einzelhandelsverband Koblenz - Montabaur hält in dieser Versammlung einen Vortrag über die "Mehrwertsteuer".

Wir bitten alle Mitglieder an dieser Versammlung teil­nehmen zu wollen.

A uch Nichtmitglieder sind zur Teilnahme herzl. einge­laden. Der Vortrag über die Mehrwertsteuer wird sicher viele Bürger interessieren.

ANTWORTEN

1. Hachenburg liegt etwa 24 km nördlich von Montabaur.

2. Am Feste Mariä-Himmelfahrt, dem 15. August, bege­hen die Katholiken Montabaurs ihren "VerlobtenTag" mit einer Wallfahrt nach Wirzenborn.

3. Vor 100 Jahren betrug der Anteil der Protestanten

an der Bevölkerung Montabaurs 6 v. H. , heute sind es etwa 22 v. H.

4. Am Anfang des 18. Jahrhunderts befand sich in einem Turm der Pfarrkirche eine Mädchenschule.

5. Die Lu<ftlinienentfernung Marauer Mühle - Krankenhaus beträgt 1,5 km. Dagegen ist eine Fahrstrecke von 4 km zurückzulegen, da Pappelallee, Gelbachstraße und Sauertalstraße für den Fahrzeugverkehr gesperrt sind.

Freiwillige Feuerwehr Montabaur.

Fanfahrenzug der Freiw. Feuerwehr Montabaur auf dem Wettstreit anl. der 1200 -Jahrfeier der Stadt Altenstadt/ Hessen sehr erfolgreich.

Der Fanfarenzug der Freiw. Feuerwehr Montabaur nahm am Sonntag, den 2. 7.1967 an einem gut besuchten Wettstreit in Altenstadt/Hessen teil. Der Fanfarenzug konnte bei stärkster Konkurrenz in der Sonderklasse im Bühnenspiel den 2. Preis,

für die höchste Punktzahl des Wettstreits im Bühnen- und Straßenspiel, den Wanderpokal erringen.

Außerdem wurde Stabführer Groß der 2. Stabführerpreis aller Fanfarenklässen. zugesprochen.

Der Abstand im Bühnenspiel zum 1. Preis betrug nur 1/10 P.. Der schöne Erfolg auf diesem Wettstreit ist umso höher zu be­werten, da in dieser Klasse ganz vörzügl. Vereine, wie der Fanf. Zug.jder Stadt Büdingen (Sieger auf Europa-Wettstreit) und der Fanfarenzug der Ranzengarde Mainz, spielten.

Dieser Erfolg dürfte der schönste aller bis jetzt besuchten Wettstreite sein, und dem Fanfarenzug der Freiw. Feuer­wehr Montabaur Ansporn zu weiteren Leistungssteige­rungen geben. Otto Franz

Der Fanfarenzug der Freiw. Feuerwehr Montabaur weist bei dieser Gelegenheit darauf hin, daß für die Verlosung des Fernsehgerätes (Wert 700, -- DM) noch Lose zu erhalten sind. Der Verkauf erfolgt im Zigarren­haus Melchior, Bahnhofstraße, im Weinhaus Franz Tilch, Vord. Rebstock und von Haus zu Haus.

Der Fanfärenzug bittet die Bürgerschaft von dem Loserwerb regen Gebrauch zu machen, da es sich hier um einen guten Zweck handelt. Der Erlös ist für die Aktion Sorgen­kind bestimmt. Denken wir daran, daß wir mit unserer Hilfe viel Leid und Not lindern können.

Also nochmals die herzliche Bitte an alle unsere Mit­bürger, unterstützt unser Bemühen.

Die Verlosung wird voraussichtlich nächste Woche stattfinden.

Selten wohl hat die katholische Bevölkerung von Montabaur in den letzten Jahren ein kirchliches Ereignis so festlich begangen, wie das Jubiläum ihres geistlichen Vaters und Pfarrherm Stadtpfarrer Dekan Aloys Breidling, der am vergangenen Wochenende auf eine 25 jährige - und das darf mit der ganzen Bedeutung des Wortes gesagt werden - se­gensreichen Tätigkeit als Pfarrer an der tausendjährigen Pfarrkirche St. Peter in Ketten zurückblicken konnte.

Eine besondere Note erhielten die Feierlichkeiten durch die Anwesenheit von Weihbischof Walter Kampe und Ministerpräsident Dr. Peter Alfcmeier.

Die Festlichkeiten wurden eröffnet durch das feierliche Hochamt in der alten Pfarrkirche, die sich den Gläubigen in besonderem Schmuck zeigte. Das hl. Meßopfer war ein einziges großes Dankgebet an den ewigen Hohen Priester, der dem Jubilar die Gnade eines solch langen und fruchtbringenden Wirkens an der ihm anvertrauten Herde verlieh.

In der Festpredigt sagte Weihbischof Walter Kampe, daß Christus seiner ganzen Gemeinde einen priesterlichen Auftrag erteilt und deshalb jedes Mitglied Anteil habe am Priestertum Christi. Tatsache bleibe aber daneben, daß sich Christus seine Schar Apostel erwählt habe. "Wir feierten in der vergangenen Woche das Fest Peter und Paul und haben nach dem Willen des Papstes ein Jahr des Glaubens eingeleitet. Es fällt auf, daß Petrus und Paulus, zwei grundverschiedene Charaktere, immer miteinander genannt und gefeiert werden, " sagte der Weihbischof und fragte, ob es deshalb auch nicht verschiedene Seiten des Priestertums gebe. "Da ist der unbeständige, wankel­mütige Petrus, den wir aus dem Evangelium kennen und der erst durch die Gnade Christi zum Fels berufen ist. So verhält es sich auch mit dem Priestertum. Alles, was wir Priester haben, haben wir nicht aus uns selbst, sondern wir haben es vom Herrn erhalten, nicht für uns selbst, sondern für die Gläubigen, für die Kirche. Wir brauchen alle miteinander die ruhige Festigkeit des Glaubens und ich möchte die Petrusgemeinde in Montabaur beglückwün."- < sehen, daß sie einen Pfarrer besitzt, die diese ruhige Festig-cc keit hat. Da sei aber auch noch Paulus, der Völker­apostel, ein loderndes Feuer, voll brennender Leidenschaft. "Paulus ist ein Beispiel dafür, wie ein Mann seinen Weg gerade und unbeirrt geht und wie die in ihm brennende Flamme nicht verlöscht. Nur einer hat ihn überwunden: Christus, der der Stärkere war. Und danach folgt eine unabreißbare Kette von Aufstieg und Abstieg, Opfern und Leiden. So wird Paulus zum Motor der jungen Kirche, der sie aus der Enge des Judentums hinausführt und sie über die Kontinente ausbreitet. "So zeige sich auch das Bild des Priesters:Glaubensfestigkei.t, wie sie Petr, seiner Kirche garan­tier^ .Geisteskraft, Willensstärke und missionarische Lei­denschaft, wie sie Paulus besessen habe. "Es ist nicht so sehr die Autorität kraft des Amtes , sondern die mensch­liche, persönliche Beziehung zwischen Priester und Gemeinde. An ihren Früchten, so steht es im heutigen Evangelium, sollt ihr sie erkennen, sagte der Weihbischof und schloß, nachdem er seine persönlichen Glückwünsche von der Kanzel herab an den Jubilar gerichtet hatte, daß die Gemeinde selbst ein Urteil darüber fällen möge, was der Stadtpfarrer in den 25 Jahren hier in Montabaur voll­bracht habe.

Das AMTL. BEKANNTMACHUNGSBLATT erscheint wöchentlich Bezug: Nur an Abonnenten. Anzeigenpreisliste Nr. 2 v. 1. Jan. 1964 Herausgeber: Hans Schmid. Verlagsleitung: Christa Frisch Chefredaktion: Marion Scheidhauer, Ignaz Kurz Anzeigenleitung: Ignaz Kurz, Manfred Schultheiß Druckerei- und Versandleitung: Robert Loth, Walter Stutz Werbe- und Vertriebsleitung: Simon Frankenberger, Fritz Volz DRUCK und VERLAG: PRIMO-VERLAG HANS SCHMID 6689 Merchweiler/Saar, Primo-Haus,Tel. 06825/5021,Telex 0444 826 6236 Eschborn/Ts., Schwalbacherstr.,Tel.06196/41004,Telex 0414396