Ausgabe 
7.7.1967
 
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3. Wie groß war der Anteil der Protestanten an der Bevöl­

kerung Montabaurs vor 100 Jahren und wie groß ist er heute ?

4. Welche Schule war früher einmal in einem Turm der katholischen Pfarrkirche untergebracht?

5. Wie groß ist die Entfernung Marauer Mühle - Krankenhaus a) durch die Luft» b ) der Fahrstraße nach ?

IN EIGENER SACHE

Nach dem Format eines neuen Systems möchten wir alle in unserem Verlag erscheinenden Mitteilungs--, Ortsnachrich­ten- und Bekanntmachungsblätter auf- und ausbauen und überall mit einer nebenberuflichen Geschäftsstelle vertreten sein» diewir .als- Verlagsagentur bezeichnen. Die Einrichtung einer Verlagsägentur in jeder Gemeinde soll den Kontakt er­bringen, den jeder Verlag sowohl zu seinen Lesern als auch zu seinen Inserenten haben muß.

Unser heutiger Beitrag spricht daher eine ganze Reihe von möglichen Interessenten an, die zwar im Berufsleben stehen, im Nebenberuf aber unseren Verlag in seinem örtlichen Auf­gabenbereich vertreten und repräsentieren möchten.

Einen soliden und guten Nebenverdienst können wir garan­tieren. Nur ernsthaft interessierte Bewerber mit entsprechen­den Möglichkeiten ( Schreibmaschine, Telefon und PKW) sollten sich:melden. Zuschriftem erbitten wir an PRIMAT­VERLAG Hans Schmid, 6689 Merchweiler/Saar,Postfach 20.

VERBANDS-und VEREl NSMITTEI LUNGEN

Vereinsfeste und Veranstaltungen.

Wenn Vereine Fest feiern, möchten sie auch gerne eine Festschrift haben. Nach dem PRIMAT-SYstem ist uns ermög­licht, diese Festschriften kostenlos an die Vereine abzugeben und darüber hinaus noch mehr Exemplare als Werbung für den Verein zu vertreiben. Bitte fragen Sie bei uns jeweils an. - Besten Dank!

PRIMAT-VERLAG Hans Schmid» 6689 Merchweiier/Saar

Schulstr. 1

DIE KRIMINALPOLIZEI RÄT

KEINE GEFÄHRLICHEN EXTRATOUREN ! .

Ferienzeit ist nicht nur unbeschwerte Zeit - Schlagzeilen beweisen es ! '

Beim Baden ertrunken ! Beim Klettern abgestürzt !

Anhaltes überfallen ! Durch Fundmunition getötet !

War es Übermut» Leichtsinn» Abenteuerlust?

Oder fehlte es an Aufsicht ?

Besonders Kinder und Jugendliche sind arglos ;

sie haben kein Gefühl für drohende Gefahren!

Warnungen und Verbote allein genügen; nicht , sie müssen auch befolgt werden !

Vernunft» Umsicht und Vorsicht

verhindern gefährliche Extratouren !

Geschichte des Staatlichen Gymnasiums Montabaur 1930-1966

Fortsetzung aus Nr. 26 :

Bei diesen Nachforschungen stieß er auf die Anschrift anderer Lehrer, die selbst eine neue Stellung suchten. War es ihm endlich gelungen, einen Kollegen für seine Schule zu gewin­

nen, untersagte die Militärregierung dessen Einstellung.

Aber Althofen ließ sich durch nichts verdrießen, und bei seinem Abgang war das Kollegium fast schon vollzählig. Andere Schwierigkeiten und Gefahren seien hier nur am Rande erwähnt. Dem mutigen persönlichen Einsatz des da­maligen Hausmeisters Jörisch verdankt das heutige Gymna­sium, daß ihm die Lehrerbücherei und ein Teil der Lehrmit­tel erhalten und vor der Vernichtung bewahrt wurde, die durch polnische "Hiwis" ( Hilfswillige) und befreite Kriegs­gefangene drohte» die, aus den verschiedensten Gegenden kommend, für Tage, manchmal auch für Wochen in Monta­baur Station machten und offenbar der Meinung waren, daß Akten, Bücher, Landkarten und sonstiges Lehr- und Lernma­terial mehr Wärme gebe als das gewöhnliche Brennmaterial, weil es bequemer und ohne viel Mühe zu erreichen war.

Noch etwas sei kurz erwähnt : die Form der Reifeprüfung.

Im Oktober 1946 unterzogen sich ihr 11 Kandidaten und 7 Kandidatinnen. Aller erhielten das Zeugnis der Reife. Ge­prüft wurden sie in der auch heute wieder üblichen Form-. 1947 wurde das zentralgelenkte Abitur eingeführt- mit den gleichen schriftlichen Arbeiten für alle Anstalten im Bezirk, am gleichen Tage an der eigenen Anstalt geschrie­ben, von fremden Lehrern korrigiert und nach einem Punkt­system bewertet. Der mündlichen Prüfung, die für:Montabaur in Koblenz stattfand, unterzogen sich 30 Kandidaten, darun­ter 5 Mädchen. Von ihnen versagte ein Prüfling in einem einzigen Fache und mußte die Prüfung wiederholen. 1948-49 galten dieselben Vorschriften . 1950 trat insofern eine Ände­rung ein, als die zentralgestellten Aufgaben zunächst von dem Fachlehrer und danach von einem schulfremden Lehrer korrigiert wurden. Die mündliche Prüfung nahm das eigene Kollegium ab. Diese Orndung galt auch noch bis 1951.

Erst 1953 hatte sich die Form der Reifeprüfung in das .alte und bewährte System eingependelt. Diei' wenigen Zeilen mögen genügen, diese bewegte Zeit zu charakterisieren, in der auch die jüngste Phase in der Geschichte unseres Gymnasiums ansetzt.

Stillschweigend war 1945 der Wechsel im Patronat der Schule vollzogen worden. Der Andrang zum Gymnasium ließ nicht nach ; wenn die Schülerzahl zwischen 1950-1960 kaum wesentlich schwankte und sich um 550 bewegte, dann lag das daran, daß die Schule einfach nicht mehr Schüler aufnehmen konnte, weil die notwendigen Räume fehlten. Immerhin überstieg 1947 die Schülerzahl ( 556) die s. Zt. von A'lthofen angegebene Kapazität um 11 %, was für die Kasse des Kreises eine ^ entsprechende Steigerung der Unter­haltskosten bedeutete. Nun aber traten bald ähnliche Ver­hältnisse ein, wie wir sie bereits unter dem Direktoriat von R. Holtz beobachten konnten. In dem oben zitierten Bericht vom 14.9. 1948 heißt es nämlich weiter:

"Zur Zeit ist noch nicht zu unterscheiden, ob es sich um vorübergehende oder dauernde Klassenteilungen handelt, zu­mal bei' dem'Unterhaltsträger eine angespannte Finanzlage entstanden ist, auch die Rückübernahme des Patronats durch die Stadt wieder erörtert wird . " An der "angespannten Fi­nanzlage " desKreises war das Gymnasium wohl hauptsäch­lich beteiligt; denn der Anteil des Schuletats .am aGesamt häushalt stieg ständig, und 1950 konnte ihn der Kreis nicht mehr verkramen. Auch der Haushaltsplan eines einzügigen Gymnasiums mit 9 Klassen rechnet mit östel'ligen Zahlen. Jede neueingerichtete Klasse erhöht die Summe der Unter­haltskosten empfindlich. Der Gedanke, den vor Jahren schon Direktor Holtz andeutungsweise in die Diskussion geworfen hätte, nämHch für das Gymnasium einen anderen, vor al­lem zahlungskräftigeren Patronatsherrn zu suchen, mußte unter diesen Umständen recht nahe liegen. Nach Lage der Dinge konnte der neue Patronatsherr nur das Land-, also Rhein­land-Pfalz , sein.

Seit Ende 1948betrieb daher Direktor Althofen die Ver­staatlichung des Gymnasiums. Er regte den Landrat an, ei­nen "wohlbegründeten Antrag über den Herrn Regierungsprä­sidenten an die Landesregierung bez. das Ministerium für

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