Überseebehälter rollen auf der Schiene über Land
Fortsetzung von Seite 3
Foto: Rossberg (Frankfurt/M.)
■<zssnfr-
Fss»
: < :*£&***?.
Auch dem Umschlag von 40-Fuß-Containern zeigt sich die Bundesbahn schon heute gewachsen. Bis endgültig feststeht, wo größere Investitionen wirtschaftlich sinnvoll sind, helfen Provisorien. Mit einem zusätzlichen Schienenkran und einem vorhandenen Portalkran wird hier ein 40-Fuß- Container auf ein Straßenfahrzeug übergesetzt.
entwickelt worden, über zweihundert Behältertragwagen werden Stoßdämpfungseinrichtungen erhalten, die im Rangierbetrieb die Container vor Stößen schützen. Zur Zustellung bis unmittelbar zum Empfänger wurden geeignete Zugmaschinen beschafft und fahrbare Untersätze, sogenannte Chassis, angemietet. Die 20-Fuß-Container können auch mit Hilfe besonderer Drehscheiben, die auf die Behältertragwagen aufgesetzt werden, zum Umsetzen auf ein entsprechendes Straßenfahrzeug um 90 Grad gedreht und dann mit wenigen Handgriffen übergerollt werden. Fahrbare Hubkräne, die Container aller vorkommenden Längen bewegen können, sind von mehreren Industrieunternehmen entwickelt und teilweise auch auf der Hannover-Messe vorgeführt worden. In vielen Fällen gilt es freilich noch, zunächst zu improvisieren. Immerhin ist es schon heute möglich, auch die über 12 Meter langen 40-Fuß-Con- tainer auf Bahnhöfen der Bundesbahn umzuschlagen. Zunächst muß der Verkehr ins Fließen kommen, bevor sich beurteilen läßt, wo endgültige Investitionen in erheblicher Größenordnung angebracht sind. Bis dahin bleiben die Provisorien - etwa der zusätzliche Einsatz schwerer Schienenkräne - für die Anlaufzeit unvermeidliche, aber rein innerbetriebliche Schönheitsfehler, die jedoch die Leistungsfähigkeit nach außen hin in keiner Weise schmälern.
Nichts zeigt deutlicher, daß die Bundesbahn auch im Transcontainerverkehr der Zukunft mitzuhalten gedenkt, als das Engagement, das sie bereits heute in dieser Hinsicht eingegangen ist. Der Weg auf die Hannover-Messe war hierfür sichtbarer Ausdruck. rrr
Berichte ■ Reportagen
Der Reisetip
Unter der Überschrift „Der Reisetip" bringt der „DB-pressedienst" künftig Hinweise für die „Reiseseite", die besonders jetzt zum Auftakt der Hauptreisesaison besonderes Interesse finden werden. Hier der erste Beitrag:
Sitzen Sie lieber in Fahrtrichtung?
(dbp) Genießen Sie Ihre Ferienreise wie ein Menü, Gang für Gang, von der Abfahrt bis zur Ankunft, von einer Landschaft in die andere. Apropos Gang: In der Hauptreisezeit - im Sommer und Winter - sind viele Züge gut besetzt, und dann könnte es passieren, daß Sie längere Zeit im Gang ohne Sitzplatz zubringen müßten. Das können Sie aber leicht vermeiden!
Mit einem Telefongespräch und einer Ausgabe von zwei Mark sichern Sie sich einen Platz nach Wunsch. Reisen Sie gerne mit Fensterplatz, dann bestellen Sie entsprechend. Ist Ihnen der Tabakrauch zuwider, dann belegen Sie einen Platz im Nichtraucherabteil.
Ihr Platz bleibt - auf einer Tafel am Abteileingang kenntlich gemacht - bis eine Viertelstunde nach Abfahrt des Zuges belegt. Diese Zeitspanne wurde deshalß gewählt, um Ihnen auch bei stärkerem Andrang Gelegenheit zu geben, in Ruhe Ihren reservierten Platz einzunehmen.
Das Mehr an Fahrgenuß lohnt sicherlich die verhältnismäßig bescheidene Ausgabe, und es ist doch schön, schon vorher zu wissen, wie man sitzt.
Also, gute Reise - auf Ihrem yorbestellten Platz!
Foto: DB-pressedienst (Frankfurt/M.)
Wer sichergehen will, daß er auch unterwegs nicht auf den geliebten Glimmstengel verzichten muß - der bestelle sich eine Platzkarte für das Raucherabteil! Umgekehrt kann der Nichtraucher sich einen „dunstfreien" Platz reservieren lassen.

