Ausgabe 
12.5.1967
 
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Volksbank zu Montabaur

Schneller als "postwendend "

Banken sind Dienstleistungsbetriebe und als solche aus dem heutigen Wirtschaftsleben nicht mehr wegzudenken. Eine der markantesten Dienstleistungen ist zum Beispiel unter anderem der Banküberweisungsverkehr. Ein besonderer Vorteil: Neben der normalen Überweisung werden zum Beispiel ohne zusätz­liche Mehrkosten sämtliche Überweisungen nach außerhalb ab DM 300, -- aufwärts, im Eilüberweisungsverkehr ausgeführt. Darüber hinaus ist die Volksbank Montabaur, die bisher als einziges Kreditinstitut am Platze am Fernschreibnetz an ge­schlossen ist, jederzeit bereit und in der Lage, besonders dringende und eilige Überweisungen " per Blitzgiro" durchzu;- führen. Bei dieser Art der Überweisung hat das Empfänger-In­stitut die Überweisung innerhalb weniger Minuten "schwarz auf weiß" vorliegen, so daß der Empfänger schneller als post­wendend, nämlich umgehend nach Überweisungsaufgabe und damit fast sofort Uber das Geld verfügen kann. Diese Dienst­leistungssparte ist nicht der geringste und dazu auch noch der augenfälligste Vorteil, den ein moderner Bankbetrieb bei sinn­voller Ausnutzung moderner Übermittlungstechnik zu bieten vermag.

FUNDAMT

Beim Polizeiamt Montabaur wurden in der Zeit vom 1.4.67 bis 30.4.67 folgende Gegenstände als Fundsache abgegeben: Gegenstand gefunden am

1 Herren -Hut:

1 Geldbörse mit Inhalt

2 Geldbörse mit Inhalt 1 Herren -Fahrrad

1 Geidbörse mit Inhalt 10 Gießkannen 1 Brille mit Etui

27. 3. 1967 8. 4. 1967 10. 4. 1967 März 1967 20.4. 1967 20. 4. 1967 25. 4. 1967

Rechtmäßige Eigentümer können sich auf dem Fundamt in Montabaur, Bahnhofstr. 32, in den Dienststunden zwischen 8. 00 und 12. 00 Uhr melden.

In der gleichen Zeit wurde eine Geldbörse mit Inhalt als ver­loren gemeldet.

KENNEN SIE

Ein kleines

MONTABAUR?

Heimat -Quiz

Fragen :

1. Welches sind die 30 am häufigsten vorkommenden Fami­liennamen in Montabaur?

2. Welcher Vorname verbirgt sich hinter der mundartlichen Bezeichnung " Nehlche ?

3. Welche anderen Schreibweisen kennt man auf geschicht­lichen Urkunden für den Stadtnamen "Montabaur" ?

4. Wie hoch schätzen Sie die durchschnittliche jährliche Nie­derschlagsmenge in Montabaur? Welches ist der Monat mit den höchsten, welches derjenige mit den geringsten Niederschlägen ?

5. Wo befindet sich die Dienststelle der Kreishandwerkerschaft des Unterwesterwaldkreises ?

Antworten in der nächsten Ausgabe !

MONTABAURER ANZEIGEN VOR 100 JAHREN

Mein jetzt in gutem Zustande befindliches Wohnhaus, sowie ein Garten in der Borngasse und ein Garten auf der Burg zu verkaufen.

Babetta Heymann

Hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß es meiner Schwester Babetta Heymann nicht zusteht, das in diesem Blatt ausge­schriebene Haus zu verkaufen, da der vierte Teil desselben mein Eigentum ist.

Heinrich Heymann

Anonyme Briefe sind für mich vollständig werthlos - und bitte mich ferner damit zu verschonen,

L. F.

Öffentliche Danksagung ! - Am 30, April d, J. ist :meine Frau von dem Herrn Medizinalassistenten Dr. Thewalt durch den Kaiserschnitt entbunden worden. Nach einer mehr als vier­wöchentlichen Behandlung unter dem genannten Herrn ist die­selbe den größten Gefahren und Folgen der Operation durch mehrere Nachoperationen glücklich entronnen, so daß sie heute schon zeitweise das Bett verläßt und mit ihrem Kinde sich wohl befindet. Für dieses glückliche Ereignis bin ich mit meiner Familie nächst Gott dem Herrn Medizinalassisten­ten Dr. Thewalt vor allem den wärmsten Dank schuldig, den ich mit Freuden hiermit öffentlich ausspreche.

Holler, den 30. Mai ^1867 Nikolaus Bach

Das Inserat in Nr. 44 des Amtsblattes die "öffentliche Dank­sagung" de dato Holler 30. Mai d, J. ist nicht wahr, sondern nur eine Entstellung des Sachverhalts, Wem es um nähere Information zu tun ist, findet solche bei dem Unterzeichneten. Montabaur, den 4. Juni 1867 Dr. Weyher, Medizinalrat

Auf das Inserat in Nr. 45, bezüglich meiner Danksagung in Nr. 44 dieses Blattes erwidernd, wiederhole ich meine Dank­sagung in Nr. 44 von ganzem Herzen, halte die darin enthal­tenen Aussagen - nötigenfalls eidlich - aufrecht und überlasse es im übrigen, ohne mich auf weiteres einzulassen, ruhig je­dermann Uber bezügliche Inserate zu urteilen.

Holler, den 11, Juni 1867 Nikolaus Bach

Um allen weiteren gehässigen Erörterungen über gewisse In­serate in dem hiesigen Amtsblatte zu begegnen, erkläre ich hiermit, daß der Kaiserschnitt bei der Nikolaus Bach'S Ehe­frau zu Holler unter meiner Leitung und operativen Hilfe mit dem Herrn Assistenten Dr. Thewalt dahier usw.usw. ausgeführt und die Nachbehandlung ebenfalls teilweise gemeinschaft­lich besagt wurde. Ich fordere den Herrn Assistenten Dr. The­walt hiermit auf, dieses zu bestätigen oder das Gegenteil zu beweisen.

Montabaur, den 13. Juni 1867 Dr. Weyher, Medizinalrat

Der Bach sehe Fall zu Holler hat schon am Operationstag und ff. in der Stadt und auf dem Lande eine so eigentümliche Besprechung erfahren, daß ich solche ohne mein Verschulden als Quelle von Mißverständnissen ansehen muß, die sich spä­ter sogar ins Amtsblatt verirrt haben.

Ich bedauere dies und erkläre, um allen weiteren zu begeg­nen, folgendes ; Am 29. April nahm ich die Frau des Nikolaus Bach von Holler auf dessen Verlangen pflichtmäßig in Be­handlung und erkannte die Notwendigkeit einer schweren Operation. Da solche selbstverständlich niemals ohne Assistenz ausgeführt werden kann, lud ich mit collegialischer Freund­lichkeit den Herrn Medizinalrat dazu ein. Am 30. April mach­te ich die Operation, wobei mich: derselbe durch seine gefäl­lige Assistenz unterstütze und außer dem Herrn cand, med. Weyher noch drei Personen behilflich waren, Die Nachbe­handlung dauerte von da bis jetzt, Während dieser Zeit habe ich , - wenn ich nicht irre , i n der zweiten Woche nach der Operation- den Herrn Kollegen noch einmal freundlich zum Mitbesuch eingeladen und soll derselbe bei einer Durchreise sich noch einmal um das Befinden, der Operierten erkundigt haben. Der im vorigen Amtsblatte angeführten "Leitung" der Operation von Seiten des Herrn Medizinalrat muß ich begreif­licher Weise widersprechen, indem ich mich hierbei auf ein Recht, die legale technische Selbständigkeit der Ärzte berufe,

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