TuS Montabaur
Am Freitag, dem 21. April 1967- 20.00 Uhr - findet im Kolpinghaus die Jahreshauptversammlung des TUS Montabaur statt.
Die Tagesordnung wurde den Vereinsmitgliedern schriftlich mitgeteilt.
Der Vorstand richtet an alle Mitglieder den dringenden Appell, die Jahreshauptversammlung zu besuchen. Die Besucherzahlen in den letzten Jahren waren geradezu katastrophal und beschämend. Daher die ernste Mahnung des Vorstandes an die Mitglieder, ihr Interesse am Verein wenigstens durch den Besuch dieser einzigen Mitgliederversammlung im Geschäftsjahr zu bekunden.
F uß ba 11 w el t m eis t e-t s c ha f t -1 9 6.6 Im Film Der Fußballverband Rheinland hat dem TUS Montabaur den Film von der Fußball-Weitmeisterschaft 1966 in England zur Verfügung gestellt. Der Film trägt den Titel:
"Der Weg nach Wembley" und hat eine Laufzeit von 105 Minuten.
Der Streifen wird in einer Filmveranstaltung am Donnerstag, dem 27. April 1967 um 18.45 Uhr im Kolpinghaus gezeigt. Alle Interessenten - auch Nichtmitglieder - sind zu diesem Filmabend herzlich eingeladen.
Der Eintritt ist frei.
Briefmarkenfreunde Montabaur
Die Briefmarkenfreunde Montabaur und Umgebung treffen sich am
Dienstag, dem 18. April 1967 - 20.00 Uhr - im Gasthof "Zur Stadt Montabaur", Alleestraße.
Die Laienspielgruppe aus Selters kommt nach Montabaur
Die Laienspieler aus Selters werden am Samstag, dem 15. April 1967 - 20.00 Uhr - ihren "Sommernachtstraum" in der Joseph-Kehrein- Schuie auffuhren.
Nach einer erfolgreichen Premiere in Selters wollen nun die Spieler auch in Montabaur ihr Können beweisen. Die Kfflmö- die von Shakespeare stellt hohe Anforderungen an die Spielerschar. 28 Darsteller sind notwendig, um das Stück vorzustei- len. Die Selterser hoffen, daß das Publikum von Montabaur kommt und zufrieden-gestellt wird.
Eintritt für Schüler - DM 1,50 - Eintritt für Erwachsene - DM 2,50 -
Auslegen von Gifteiern
zur Bekämpfung von Krähen und Eister-n Wir.haben gemäß Absatz 2 der Verwaltungsvorschriften vom 15.10. 1958 (MBL. Sp. 1258) zu § 24 des Landesgesetzes zur Ausführung des Bundesjagdgesetzes vom 16.11.1954 (GVBI.
S. 143) die Auslegung von Gifteiern zur Bekämpfung von Kräh en und Elstern genehmigt und als Auslegezeiten folgende Tage festgesetzt:
Freitag, Samstag, Sonntag und Montag, den 21., 22., 23. ; und 24. April 1967,
Freitag, Samstag, Sonntag und Montag, den 5., 6., 7. und 8. Mai 1967 sowie
Freitag, Samstag, Sonntag und Montag, den 12., 13., 14. und 15. Mai 1967.
Die Auslegung der Gifteier an den vorgenannten Tagen erfolgt durch die Jagdpächter.
Wir bitten um baldige ortsübliche Bekanntmachung, damit die Gifteier nicht in unbefugte Hände gelangen, nicht unberechtigt vernichtet werden und Haustiere nicht zu Schaden kommen.
. i. V. gez. Heinen - ^eg. Assessor - Obige Verfügung des Landratsamtes - Untere Jagdbehörde - geben wir der Bevölkerung mit der Bitte um Beachtung zur Kennmis.
Montabaur, 11. April 1967 - Stadtverwaltung Montabaur -
- als Ortspolizeibehörde - gez. Mangels - Bürgermeister
Der Zigarettenmord
Für mich war es zu spät .
Der erschütternde Bericht des amerikanischen Reporters Marc Waters
Mark Waters, langjähriger Reporter für den Honolulu-Star- Bulletin, setzte am 27. Januar 1966 folgenden Text als seinen letzten Beitrag auf: "Nehmt’s als meinen Nachruf", erklärte er, "Vielleicht hilft er jemand".
Vier Tage später machte er die letzten Korrekturen. Am Tag darauf, am 1. Februar, starb er an Lungenkrebs.
"Das Beste aus Reader’s Digest" veröffentlichte diesen Beitrag in der September-Ausgabe 1966 Die Zigaretten sind mein Tod gewesen. Ich bin meinem Mörder zuerst begegnet, als ich mit vierzehn Jahren meinem Vater jeden Tag ein paar Zigaretten stahl.
Anfangs wurde mir von jedem Lungenzug übel, aber meine Ausdauer siegte.
Ich nahm dann, um mir Zigaretten kaufen zu können, verschiedene Gelegenheitsarbeiten nach der Schule an und probierte allerlei ausgefallene Marken. Dabei kam ich mir zwar mächtig überlegen vor, erinnere mich aber nicht, daß sie mir sonderlich geschmeckt hätten.
1928 warf die nahe Wirtschaftsdepression ihre Schatten voraus. Das Geld wurde knapp, und mein Vater teilte sich seir ne Zigaretten genau ein.
So ging ich zusammen mit meinem Freund dazu über, weg- geworfene Stummel von der Straße aüfzulesen. Wir rösteten den feuchten Tabak erst im Ofen trocken und rollten dann mit Reispapier Zigaretten daraus.
Sie waren mörderisch.
Da es für junge Menschen keine Arbeit gab, beschloß ich, zur Marine zu gehen- das bedeutete einen Esser weniger zu Hause, und zweitens konnte ich Geld heimschicken.
Von da an waren Zigaretten kein Problem mehr. Wenn man zur See fahrt, kostet eine Stange Zigaretten 40 Cent.
Ich rauohte jeden Tag zwei Päckchen, meist durch die Lunge. Nach zwanzig Jahren war meine Marinekarriere zu Ende, ich studierte und wurde Journalist.
Eines Abends bekam ich auf dem Wege zu meinem Auto einen kleinen Schlaganfall und taumelte nach links. Ich hatte an diesem Abend eine Zigarette nach der anderen geraucht und wußte, es war davon.
Zusammen mit meiner Frau versuchte ich daraufhin, das Rauchen aufzugeben. Acht Tage hielten wir durch. Eigentlich habe ich am Rauchen nie Genuß gehabt. Nur die erste Zigarette morgens zum Kaffee schmeckte mir.
Im Mund hatte ich immer einen schalen Geschmack. Zudem nahm mir das Rauchen den Appetit und brachte mit ein Lungenemphysem ein, das mir das Atmen erschwerte. Jede Bronchitis schleppte sich ewig hin.
Im Juni 1965 stellten sich Magenschmerzen ein, und ich stand nachts jede Stunde oder halbe Stunde auf, trank Milch und rauchte eine Zigarette.
Im September bekam ich einen fürchterlichen Husten. Ich war heiser, und im linken Lungenflügel zeigte sich ein unangenehmer Schmerz.
Ich ging zum Arzt. Er horchte mich ab und ordnete eine Röntgenaufnahme an.
"Sie haben einen Lungentumor", erklärte er mir.
Vier Tage darauf entfernte mir der Chirurg links einen Lungenlappen.
Einen Monat später nahm ich meine Arbeit wieder auf.
Seit dem Tag der Operation hatte ich keine Zigarette mehr angerührt. Es war mir nicht schwergefallen - aus einem einfachen Grund: ich hatte allen Anlaß.
Ich erholte mich gut, nahm neun Pfund zu und fühlte mich wieder kräftig. Am 3. Januar glaubte ich dann, ich hätte mich erkältet.
Ich suchte den Arzt auf, der mich operiert hatte, und er ließ einen Liter dunkelrote Flüssigkeit aus meiner linken Brusthöhle ab.
Ich ging.noch einige Male zu ihm. Schließlich meinte er: "Der ZTeitpunkt rückt näher."

