Ausgabe 
7.4.1967
 
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Internationaler Unfall-Paß

Hamburg. Seit einiger Zeit wird in Fachzeitschrif­ten, beim Femsehen und sonstigen Interessenverbänden darauf hingewiesen, wie wichtig es sei, ein Dokument bei sich zu fuhren, in welchem alle medizinischen Daten und sonstigen Personalangaben über den Inhaber enthalten sind. Nicht zuletzt wurde diese Forderung immer wieder von der Ärzteschaft gestellt. Am 12.12.1966 forderte der Leiter der von der bayerischen Landesärztekammer in Nürn­berg veranstalteten 17. Wissenschaftlichen Ärztetagung, Prof. Dr. Renö Schubert, die Einführung eines Blutgruppen- Passes.

Prof. Dr. Rene Schubert betonte besonders, daB ein sol­cher Paß stets mitzuführen sei so wie z. B. der Führerschein. Er. erwähnte besonders die Gefahr bei Auslandsreisen und die Verzögerung, welche bei der Einlieferung in kleinere Krankenhäuser entsteht wenn erst eine Laborantin zur Be­stimmung der Blutgruppe herangeholt werden muß. In sei­nen weiteren Ausführungen wandte sich Prof. Schubert ge­gen die weitverbreitete Auffassung, es genüge, wenn man seine Blutgruppe noch vom letzten Weltkrieg her kenne. In der Zwischenzeit sind auch in der Blutgruppenforschung so große Fortschritte erzielt worden, daB jeder Mensch seine Blutgruppe mit den entsprechenden Untergruppen kennen und schriftlich bei sich tragen sollte.

Wir möchten erwähnen, daß Prof. Dr. Schubert unseren Bundespräsidenten Dr. Heinrich Lübke auf seinen Aus­landsreisen als verantwortlicher Arzt begleitet In einem Femseh-Dokumentar-Bericht (ZDF 21.12.66) erwähnte Herr Prof. Dr. Schubert in seiner Eigenschaft als verantwortlicher Arzt besonders die Tatsache, daß jeder Reiseteilnehmer, auch die Journalisten und das sonstige Begleitpersonal, vor Antritt der Reise genaue Angaben über ihren Gesund­heitszustand machen mußten. Besonderes Gewicht wurde auf die Angaben über die Blutgruppe gelegt

Wie wichtig es für jeden Menschen, besonders für junge Menschen ist seine Blutgruppe zu kennen, geht .auch aus der hochinteressanten Sendung des Zweiten Deutschen Fernsehens vom 5. Dezember 1966 hervor. Diese Sendung, Gesundheitsmagazin .Neue Chancen für Rhesusbabys, macht in aller Deutlichkeit klar, welche Gefahr für ein Kind besteht, wenn z. B. die Mutter Rhesus-negativ, der Vater aber Rhesus-positiv ist Andererseits berichtete diese Sen­dung auch über die neuesten Testergebnisse, welche zu der Hoffnung berechtigen, daß die Gefahr der Blutunverträg­lichkeit abzuwenden ist sofern die genaue Blutgruppenbe­stimmung der Eltern rechtzeitig vorliegt.

In den meisten westeuropäischen Ländern, in den USA und in Japan gibt es schon seit Jahren ein Lichtbild-Doku­ment, welches den vorgenannten Anforderungen entspricht. Es handelt sich hierbei um den .Internationalen Unfall-Paß. Dieser wird unter dem Protektorat derWelt Blut und Se­rum Bank herausgegeben. In Deutschland ist dieser Un­fall-Schutzpaß jetzt auch zu erhalten, er kostet 5,65 DM. Die Firma Konrad Hercher, 2 Hamburg 74, hat den General-Ver­trieb.

DerInternationale Unfall-Paß ist so groß wie ein Füh­rerschein, das Material ist synthetisches Dokumentenpapier, wasserfest reißfest, in einer Kunststoffhülle, welche weit­gehend vor Zerstörung schützt. Neben dem Lichtbild wer­den alle Personalangaben eingetragen, auch Beruf, Telefon, Glaubensbekenntnis, zuständiges Polizeirevier, bei Unfall sofort verständigen, krankenversichert bei. Weiterhin die

medizinischen Angaben, die von lebenswichtiger Bedeu­tung sind. Blutgruppe und Rhesusfaktor, Dauergesundheits­schäden, Allergien, Impfungen, letzte Tetanus-Schutzimp­fung, sonstige Krankheiten oder Gebrechen.

Sämtliche Vordruckangaben sind fünfsprachig, das ist be­sonders wichtig bei Unfällen im Ausland, damit ist auch dort sofortiges Verstehen und somit schnellste Hilfe ge­währleistet. Durch zwei große rote Klebeplaketten an der Vorder- und Rückscheibe des Wagens und ein Hinweis­schild innerhalb des Wagens, werden die Retter und Helfer darauf aufmerksam gemacht, daB der Verletzte im Besitz eines Unfall-Passes ist Wie wichtig ein solcher Unfall-PaB sein kann, zeigen einige Zahlen. In einem Jahr ereigneten sich mehr als 665 000 Verkehrsunfälle auf unseren StraBen. Mehr als 375 000 Menschen wurden dabei verletzt

Mehr als 16 000 Menschen verbluteten.

Vielen hätte mit der notwendigen Bluttransfusion, mit In­jektion usw. sofort geholfen werden können, wenn der Arzt die Polizei oder andere Retter über den allgemeinen Ge­sundheitszustand des Verletzten genau informiert gewesen wären, besonders wenn die Blutgruppe bekannt gewesen wäre. So aber vergehen bei Schwerverletzten fast immer kostbare Minuten, ja Stunden, bis die notwendigen Anga­ben ermittelt oder herbeigeschafft sind. Von den zustän­digen Verbänden, Polizeibeamten und Ärzten wird der Un­fall-PaB begrüßt und befürwortet

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