Rentenzahlungen
Beim Postamt Montabaur werden die Renten für den Monat April 1967 wie folgt ausgezahlt.
Versorgungsrenten: 29. März 1967
Versicherungsrenten: 30. März 1967
Mütterberatung
Nächster Termin der Mütterberatung ist am 4. April 1967 - 14.00 Uhr im staatlichen Gesundheitsamt, Montabaur s Tiergartenstraße.
Zoo der Stadt Frankfurt
Professor Dr. Dr. Grzimek berichtet Neues über den -Zoo der Stadt Frankfurt und schreibt darüber an die Stadt Montabaur:
Von Zeit zu Zeit gestatten wir uns, Sie über interessante Zoo-Neuigkeiten zu unterrichten. Ein bedeutendes Ereignis war im Mai vorigen Jahres die Eröffnung der Menschenaffenanlagen. Rund 60. 000 Besucher bestaunten während der Pfingsfeiertage diese europäische Sehenswürdigkeit. Zum ersten Mal werden in Deutschland hier Gorillas , Orangs und Schimpansen nicht hinter schweren Eisen- oder Stahlgittern gehalten, sondern lediglich hinter Glasscheiben. Der Besucher steht den bärenstarken Menschenaffen nur wenige Zentimeter getrennt gegenüber.
Während andere Zoologische Gärten bisher Menschenaffen hinter schweren Eisengittern pflegen, wurden in Frankfurt tonnenschwere 40 mm starke Schaufensterscheiben in schräger Lage angebracht. Man kann also bei uns die Tiere wie auf einer Bühne in ihrer neuartigen Behausung in Ruhe betrachten.
Immer mehr werden Gitter durch Wasser- und Trockengräben verdrängt, die dem Besucher den unmittelbaren Kontakt mit der Tierwelt noch eindrucksvoller bieten. Auch in den übrigen Tierhäusern verwenden wir - wo es geht - Glas.
So gibt es in den Vogeihallen keine Gitter mehr. Die Vögel sind nur noch durch Scheiben vom Besucher getrennt, und in der Urwaidlandschaft der Freifiughaile - wie in der Fasaneriesind überhaupt keine Trennwände mehr zwischen Menschen und Tieren.
Ein zoologisch bedeutsames Ereignis war die vierte Geburt eines Okapis in Frankfurt. Diese Waldgiraffenzucht hat gerade in den letzten Jahren besondere-Bedeutung gewonnen, denn die einzige Okapi-Fangstation Epulü im Kongo ist durch die Bürgerkriege restlos zerstört worden.
So wird also lange Zeit kein weiteres Okapi aus dem Kongo in Zoologische Gärten kommen, deshalb ist es besonders wichtig, daß dem Frankfurter Zoo als einzigem in Deutschland die Vermehrung der Okapis gelungen ist. Durch die ständige Verbesserung der Tierhaltungen wurden zum vierten Mal in Frankfurt junge Nebelparder geboren. Es waren gleich zwei Würfe mit insgesamt 7 Tungen.
Nebelparder gehören zweifelos zu den schönsten der gefleckten Mittelgroßen Raubkatzen. Sie gehören zu den größten zoologischen Kostbarkeiten. Aus der Frankfurter Zucht wurden Jungtiere an verschiedene amerikanische und europäische Tiergärten abgegeben.- Im weltberühmten Zoo Frankfurt leben zur Zeit etwa 6. 000 Tiere in 900 verschiedenen Arten,-» die jährlich über 1, 7 Millionen Besucher anziehen. Es sind darunter viele Gäste aus fremden Ländern, die mit der Absicht nach Deutschland kommen, auch den Frankfurter Zoo zu besuchen.
Wer nur einige Zeit nicht mehr dort war, ist immer wieder überrascht über die vielen neuen Erlebnisse, die ihn erwarten.
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KENNEN SIE MONTABAUR?
Ein kleines Heimat - Quiz Fortsetzung aus Nr. 11
ANTWORTEN:
1. Von Richtung Koblenz her führt die durch Montabaur verlaufende Bundesstraße 49 folgende Straßennamen: Vom Stadtanfang bis zur Peterstorstraße: Koblenzer Straße.
Bis zum Rathaus: Kirchstraße Am Rathaus: Großer Markt
Bis zum Vorderen Rebstock: Kleiner Markt (Trichter)
Bis zur Wirzenborner Straße: A'lleestraße Bis zum Stadtrand: Limburger Straße
2. Unter dem Juxplatz fließt der kanalisierte "Stadtbach" oder Gäulsbach. Er hat eine Länge von etwa 10 km und entspringt in 500 m Höhe zwischen Koppel und Lippersberg. Er fließt um den Schloßberg herum und mündet an der Kar'l-Siebert-Straße in den Aubach.
Bis zum Strandbad nennt man ihn jedoch "Biebrichsbach"
3. Die Amtsanwaltschaft befindet sich in der Freiherr-vorn- Stein-Straße 3.
4. Vor hundert Jahren hatte Montabaur etwa 3100 Einwohner.
5. Von verheerenden Bränden wurde Montabaur in den Jahren 1492, 1534 und 1667 heimgesucht.
Am 21. Januar 1492 erlitt die Stadt großen Schaden "mit alleynen an hoeffen vnnd woenhusern; sunder auch stedemuyren, erckern, portten vnd g'locken- thornen" wurden vernichtet.
Am 23. Juli 1534 wurde die Stadt wiederum "erberm- lich ausgebrandt, verdorbenn vnnd umbkommen. "
Neben der Pfarrkirche verbrannten auch 400 Häuser, ohne die Ställe und Scheunen.
Vor bald 300 Jahren, am 14. Dezember 1667, brach schließlich der dritte Brand aus. Er zerstörte 16 Häuser, Scheunen und S tä'i'le.
zu Punkt 1: Bis zur Esche'lbacher Straße: Bahnhofstraße
FÜR SIE NOTIERT
Die auswärtige Unterbringung eines Kindes stellt für die unterhaltspflichtigen Eltern steuerlich nur dann eine außergewöhnliche Belastung dar, wenn sie wegen der Berufsausbildung des Kindes (z.B. Universität) oder wegen Krankheit oder körperlicher Gebrechen (Unterbringung in einem Pflegeheim) erforderlich ist.
Bringt dagegen nach Scheidung ein Ehemann sein Kind auswärts bei Verwandten unter, stellt das für ihn keine außerordentliche Belastung im Sinne des § 33 EStG dar.
Richter haben immer Recht
Im berühmten Kneippkurort lernten sich zwei Herren kennen. Zufällig waren beide Juristen.
Der eine Richter, der andere Verwaltungsbeamter. Man sprach anhand der Kur natürlich über die Erfolge und kam so auf die Abhärtung.
"Ich lasse in meinem Schlafzimmer die Fenster am kältesten Tag des Jahres nachts offen," sagte selbstbewußt der Richter. Der andere, offenbar weniger abgehärtet, erschauerte und nahm es zur Kenntnis. Als sie zwei Tage später nach einem kleinen Umtrunk nach Hause gingen und sich vor der Pension des Richters trennten, konnte es sich der Verwaltungsjurist doch nicht verkneifen, lächeld auf das Zimmer des Richters zu weisen. "Ich sehe aber, daß Ihre Fenster fest geschlossen! sind . "Der Richter keinen Augenblick verlegen. "Ja heute ist ja auch nicht der kälteste Tag im Jahr. "
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