Ausgabe 
23.12.1966
 
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I

Starken Schmerz. Der Volksrriund spricht dann von einem Hexenschuß. Ebenso kann sich eine Bandscheibe vo.. 'olben. Man nennt das eine Bandscheibenvorwölbung. Der schlim­mere Fall ist, wenn die Bandscheibe vorfällt und auf das Rückenmark drückt. Hier muß schnellstens durch operativen Eingriff geholfen werden, während bei den vorhergeschil­derten Fällen der Chiropraktiker das Übel beseitigen kann.

Das häufige Auftreten von Erkrankungen der Wirbelsäule in der heutigen Zeit ist wohl ohne Zweifel auf unsere falsche Lebensweise zurückzuführen. Falsches Sitzen, das schon in der Schule beginnt und später fortgesetzt wird, führt zur Schädigung der Wirbelsäule. Weiterhin sind mangelnde Be­wegung und auch die nicht richtige Ruhelage des Körpers mit Ursachen für die genannten Schädigungen. Dazu kommen noch falsche Ernährung, Gifte an den Nahrungspflanzen und Autoabgase. Als Verhütungsmittel empfahl der Referent Aus­gleichssport, viel Bewegurg in frischer Luft und vor allen Din­gen gesunde Ernährung. Im Namen der zahlreich erschienen Zuhörer dankte der Vorsitzende, Bürgermeister a. D. Krau- lich, dem Referenten für seinen fast zweistündigen interes­santen Vortrag. Zum Abschluß wünschte er allen Anwesenden frohe Festtage und lud gleichzeitig zu dem nächsten Vortrag von Herrn Dr. med. Gotzes am 16. Januar 1967 ein.

Städtisches Verkehrsamt

Am 6.1. 1967 gastierten Montabaur die Landesbühne mit Gu­stav Freytags "Die Journalisten".

"Als Gustav Freytag, der berühmte, verehrungswürdige Dich­ter der RomangSoll und Haben und "Die Ahnen" vor 100 Jah­ren mich erzeugte, indem er seine "Journalisten" schrieb, wußte er nicht, daß er mich damit unsterblich machte und den Journalisten der ganzen Welt in einem der wenigen deut­schen klassischen Lustspiele ein reizendes, unvergeßliches Denkmal setzte. "

Mit diesen Worten stellt sich Dr. Bolz, eine der Hauptfiguren, nach dem Villen des Bearbeiters zu Beginn des Stückes dem Publikum vor. Er führt dabei ein wenig in die Probleme des Journalismus von damals,ein und wir sehen; es sind die glei­chen w.e heute. Die berühmte Seeschlange geisterte schon da­mals durch die Spalten der Presse, ein sauber geführter jour­nalistischer Angriff auf Mißstände galt auch damals gewissen Kreisen als Angriff auf alles "Hohe und Heilige". Und auch in der Politik scheint alles beim Alten geblieben zu sein, der Kampf zwischen fortschrittlich und reaktionär, das Verber­gen persönlichen Machtstrebens und Eitelkeit hinter Idealen scheinen so aktuell, als habe der Dichter seine Beispiele aus unserer Zeit. Und Gustav Freytag konnte noch etwas, was unsere heutigen Autoren nicht oft beherrschen; eine Handlung bauen, die hieb- und stichfest ist.

Der junge Professor Oldendorf, Kandidat der fortschrittlichen Union möchte dre Tochter des Obersten a. D. Berg heiraten. Der Oberst jedoch ist der Kandidat der konservativen Kreise und will natürlich seine Tochter nicht seinem politischen Gegner geben. Zur Not würde er sich nach seinem Wahlsieg dazu her'ablassen - als Großmut gegenüber dem Unterlegenen. Nun hat aber Freytag die politischen Gewichte so verteilt, daß der Zuschauer lieber Professor Oldendorf siegen sähe,

Wie ist dieser Knoten zu lösen? Doch sind die beiden nicht das einzige Paar, das nach Vereinigung strebt. Oldendorfs Freund Dr. Bolz und die Cousihe von Oldendorfs Braut sind ebenfalls durch die Politik getrennt.

W ährend nun die Männer vor lauter Beschäftigung mit dem Glück der ganzen Menschheit keine Zeit für die Lösung ihrer privaten Probleme finden, nehmen die beiden Mädchen, be­freundet wie dieMänner, das zukünftige Familienglück in ihre zarten doch tatkräftigen Hände. Ihr unkomplizierter Sinn ihr Humor lösen alle Verwicklungen und führen die Geschich­te zu dem gewünschten happy end - sprich Doppelhochzeit. Kartenvorverkatf. Städt. Verkehrsamt, Rathaus, Zimmer 8.

FÜR SIE NOTIERT

Weinbrand auf Lafette,

wollte sich als Weihnachtsfreude unbedingt ein I8jähriger Lehrling machen, als ein Versandhaus eine Drei-Liter-Fla- sche Weinbrand auf Kanonenlafette in seinem Katalog an- bot. Wie Sie wissen, ist der Kaufvertrag.schwebend unwirk­sam. Der Lehrling ist noch minderjährig. Wahrscheinlich genehmigen die Eltern diesen Kauf nicht, weil drei Liter Weinbrand, erst recht auf Lafette, für ihren Sprößling ihnen ungeeignet erscheinen. Damit wäre der Vertrag endgültig unwirksam. Bezahlt aber der Lehrling das Nachnahmepäck­chen selbst von seinem Geld, wird der Kaufvertrag durch Erfüllung wirksam. Er bezahlt nämlich mit dem zu seiner freien Verfügung ihm überlassenen Geld. Hätte er es sich anders überlegt und die Nachnahme nicht eingelöst, hätte das Versandhaus nichts dagegen tun können.

Lösung;

Ziff. 3) ist die gemischte Schenkung. Bei ihr sind sich Schen­ker und Beschenkte einig, daß die Leistung des Schenkers nur zur einem Teil unentgeltlich, also ohne Gegenleistung erfolgt. Nur dieser unentgeltliche Teil wird vom Finanzamt zur Schenkungssteuer herangezogen. Im übrigen handelt es sich um eine echte Gegenleistung.

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