Ausgabe 
18.11.1966
 
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HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH

Der Chef des Primo-Verlages, Herr Hans Schmid, vollendet am 18. November 1966 sein 30. Lebensjahr.

Die Betriebsangehörigen wünschen ihm viel Glück und weiterhin guten geschäftlichen Erfolgt

AMTLICHE BEKANNTMACHUNG

Lohnsteuerkarten 1967

Die Lohnsteuerkarten 1967 werden ab Donnerstag, den 17. 11.1966, während der Dienststunden - montags bis freitags - in der Zeit von 8. 00 - 12. 00 Uhr und von 14. 00 - 16. 30 Uhr, im Zimmer 16 des Rathauses ausgegeben.

Die Lohnsteuerkarten von Kriegsbeschädigten sowie Arbeit­nehmern, die spätestens am 31. 8. 1967 das 65. Lebensjahr vollenden, werden nach Eintragung des Freibetrages un­mittelbar vom Finanzamt Montabaur zugestellt.

Auf die öffentliche Bekanntmachung am schwarzen Brett unter dem Rathaus machen wir aufmerksam.

Der Bürgermeister

VEREINSMITTEILUNG

Kath. Kirchenchor "St. Cacilia" Montabaur

Am kommenden Sonntag, dem 20. 11. 1966, feiert der

kath. Kirchenchor "St. Cäcilia", Montabaur sein 90-jähriges

Jubiläum.

Um 10. 00 Uhr ist festliches Hochamt für alle lebenden und verstorbenen, aktiven und inaktiven Mitglieder des Chores. Im Hochamt singt dankenswerter Weise der mit Montabaur sehr befreundete Kirchenchor von Wirges und Staudt unter Leitung seines Dirigenten Arnold Freistühler die h-moll-Messe mit Orgel von Gruber.

Zum Festgottesdienst sind alle aktiven und inaktiven Mitglie­der zum gemeinsamen Empfang der hl. Kommunion einge­laden. Die aktiven Sängerinnen und Sänger nehmen die re­servierten Plätze in den ersten Bankreihen des Mittelschiffes ein.

Nach dem Gottesdienst werden die Chöre Wirges und Staudt dem Jubelchor vor der Kirche ein kleines Ständchen singen. Am Abend um 20. 00 Uhr sind die ganze Pfarrgemeinde und alle lieben Freunde des Kirchenchores zu einer kirchenmusi­kalischen Feierstunde in die Pfarrkirche eingeladen. Die Ausführenden dieser Feierstunde sind:

Franziska Rausch, Koblenz, Sopran Eine Streichergruppe

Heinz-Günther Pehl und Alfred Koob, Montabaur, Orgel Kirchenchor "St. Cäcilia", Montabaur Leitung: Alfred Koob

Nach dieser Feierstunde treffen sich alle aktiven und inakti­ven Chormitglieder zu einem gemütlichen Beisammensein im Kolpinghaus.

Aus Anlaß des 75-jährigen Jubiläums 1951 widmete der ver­storbene Heimatdichter Karl Siebert, der auch Ehrenvor­sitzender des Chores war, folgendes Gedicht seinem Kirchen­chor, das abgewandelt auf dieses 90-jährige Jubelfest, auch heute dem Kirchenchor "St. Cäcilia" als Glückwunsch gelten möge*.

Nun stehen 90 Jahre

An Deinem liedumrauschten Pfad,

Den Dir der Herr in seiner Gnade Und seiner Huld beschieden hat.

Weit war der Weg, den Du mußt' wandern Und segensreich war jeder Tag,

Da Du hast Gottes Lob gesungen,

Der weiter Dich behüten mag!

Die Gottesmutter, lichtumflossen,

Der Engel hehre Königin,

Mög' Dich auch fernerhin beschützen Und immer treulich mit Dir ziehn.

Du hast in all den langen Jahren Ihr Lob verkündet jederzeit,

Drum geht als Mutter sie hienieden Zu jeder Stunde Dir zur Seit'.

Die Priesterin im Reich der Töne,

Die heilige Cäcilia, <

Sei Dir in Deinem edlen Streben Als schirmende Patronin nah.

Ihr lichter Geist soll Dich durchströmen Mit seinen Kräften immerdar.

Ihr Segen aber soll Dich führen In treuer Hut noch manches Jahr!

Die nächsten Proben des Kirchenchores sind:

Montag, den 21. 11. - 20. 00 Uhr für die Männer im Pfarrh, Mittwoch, " 23. 11. - 20. 00 Uhr für den Sopran im Pfarrh, Donnerst. , " 24.11. - 20,15 Uhr für den Alt im Pfarrheim. Mit Rücksicht auf das große Vorhaben für Weihnachten werden alle nochmals recht herzlich um pünktlichen und regelmäßigen Besuch der künftigen Chorproben gebeten.

Das Kaiser-Wilhelm-Gymnasium

Fortsetzung

Die neuzeitlichen Änderungen in den Verhältnissen der Schule wurden wegen der Besatzungsstörungen nur langsam und mit Unterbrechungen durchgeführt. Schon 1922 war an die Stelle des Kuratoriums der Schulausschuß getreten, der meist nur begutachtende Stimme hat. Das staatliche Kompa- tronat fiel weg, das Recht, Leiter und Lehrer des Gymnasiums zu wählen, ging an den Magistrat über, die Gymnasialkasse wurde mit der Stadtkasse vereinigt. Der Unterrichtsbetrieb wurde durch die sog. Schulreform um gestaltet.

Stärkere Betonung des Turnens ging voraus und zeigte sich in den neu eingeführten Turnreifeprüfungen im September und März und den jährlichen Reichsjugendwettkämpfen, die das Montabaurer Gymnasium meist mit den höheren Schulen des Lahngaus in Weilburg, Limburg, Ems ausfocht. Neben dem Turnen sollten auch die von jetzt ab vermehrten Aus­flugs- oder Wandertage der leiblichen Ertüchtigung der Ju­gend dienen. Die Hauptbestimmungen der Reform traten Ostern 1925 in Kraft; sie zielten im wesentlichen auf größere Einheitlichkeit im Unterrichtsplan durch stärkere Fühlung der Fächer untereinander, auf größere Lebendigkeit des Unterrichts und größere Selbständigkeit der Schüler hin. Die "lebensnahen" Fächer Turnen, Zeichnen, Musik und Gesang, Erdkunde, Deutsch wurden mit vermehrter Stundenzahl bedacht auf Kosten von Französisch und Latein. Bei allen Vorzügen dieser Neuregelung ist doch die Gefahr nicht zu verkennen, daß dabei die gründliche Geistesschulung, die Vertrautheit mit den Fremdsprachen und die so oft gering bewerteten, aber doch unentbehrlichen "positiven Kenntnisse", So ziemlich alle Lehrbücher wurden nach und nach durch neue ersetzt, so mußte der alte Ostermann dem Ludus Lati- nus weichen. Die Pflichtstundenzahl der Lehrer wurde infol­ge der allgemeinen Not stark erhöht. Wenn 1913 noch 14 Lehrer 280 Stunden wöchentlich erteilten, wozu noch 12 Stunden von zwei Hilfskräften kamen, zusammen also 292, so efteilten 1928 die 13 Lehrer allein 308 Stunden. Verzö­gerung oder gänzliche Verweigerung der Einreiseerlaubnis für neugewählte Lehrer durch die Besatzungsbehörde störte den Unterrichtsbetrieb mehrfach empfindlich.

Seit Ostern 1926, wo das Lehrerseminar endgültig geschlossen wurde, ist das Kaiser-Wilhelm-Gymnasium die einzige 1

Das Mitteilungs- und Ortsnachrichtenblatt erscheint wöchentlich. Bezug: Nur an Abonnenten. Anzeigenpreisliste Nr. 2 vom 1. Okt. 1965.

HERAUSGEBER: Hans Schmid. CHEFREDAKTION: Christa Frisch. Produktionsleitung: Marion Scheidhauer. Anzeigenleitung: E. Meiers. Organisationsleitung: Günther Würth. Vertriebsleitung: Robert Loth. VERLAGSBURO ESCHBORN Organisationsleitung: Robert Degen.

DRUCK und VERLAG: PRIMO-VERLAG HANS SCHMID, 6689 Merchweiler/Saar, Pf. 20, Telefcn 06825/5021, Telex 0444826. 6236 Eschborn/Taunus. Telefon 06196 / 41004, Tel ex 0414396.

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