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zutragen, daß die Welt endlich Frieden bekommt. Sie wird unbewohnbar ohne Frieden. ”
Brecht will also mit seinem Stück wirken. Nicht durch Predigt, nicht durch ein trockenes Lehrstück, sondern mit den Mitteln der Kunst. "Künste aber, samt den Lehrreichen unter ihnen, gehören zu den Lustbarkeiten," sagt Brecht. Stets steht das Vergnügen des Zuschauers im Mittelpunkt von Brechts Schaffen.
Freilich nicht ein Vergnügen, bei dem man sich vor Lachen auf die Schenkel klopft - wenngleich das Stück durch seine prallen Derbheiten auch dazu Anlaß gibt - sondern ein Vergnügen, das aus Brechts Kunst entsteht, den Zuschauer durch Spannung, Dramatik, Witz und Weisheit zu bannen und ihn gleich darauf durch die betrachtenden Songs aus der Illusion zu entlassen, damit er das Geschehen überdenken, die Entscheidungen überprüfen kann.
Brechts Idealzuschauer ist dem Fußballanhänger vergleichbar, der sich in dem einen Augenblick begeistern läßt und im nächsten kritisch die Leistung der Akteure prüft. Ein Zuschauer also, der trotz und wegen seiner kritischen Vernunft mit großem Vergnügen am Geschehen teilnimmt.
II.
Die Regie dieses anspruchsvollen Stückes führt In tendant Conrad Dahlke, der auch die wichtige Rolle des Kochs spielt, Herr Dahlke hat dieses Stück schon vor einigen Jahren mit großem Erfolg inszeniert. Die Titelrolle wird von Frau Gisela Hagenau dargestellt, die als Herzogin in Scribes "Das Glas Wasser" noch in bester Erinnerung ist. Die Kinder der Courage spielen: Garola von Manteuffel, Klaus-Dieter Enskat und Stephan Larnd, der mit dieser Rolle sein Debüt bei der Landesbühne gibt.
Auch die anderen Neuverpflichtungen, Maria Kutschera,
Ellen Rathsack, Hans Egenlauf, Winfried Stankewitz, Hans Helmut Staub und Rudolf Twerenbold stellen sich vor.
Die Gestaltung des Bühnenraumes liegt in den bewährten Händen von Herrn Schneider.
Kartenvorverkauf: Städt. Verkehrsamt, Rathaus, Zimmer 8 Im Interesse der Erhaltung dieser kulturellen Einrichtung in Montabaur bitten wir, von der Möglichkeit eines Abonnements Gebrauch zu machen.
STAATLICHE SPARGESCHENKE NUTZEN
Wie uns die Volksbank Montabaur aus eigenen Erfahrungen mitteilt, beklagen sich immer wieder viele Leute darüber, daß ein erheblicher Teil ihres Einkommens in den Staatssäckel wandert. Oft werden große Anstrengungen unternommen, um diesem Betrag wenigstens etwas zu verkleinern.
Umso erstaunlicher ist es, daß mehr als die Hälfte aller Bundesbürger Jah-r für Jahr darauf verzichtet, sich vom Staat Geld schenken zu lassen; je nach Familienstand können das jährlich 120 bis 480 DM sein. Nur eins ist zu tun: prämienbegünstigt sparen.
Am prämienbegünstigten Sparen kann sich jeder ohne Rücksicht auf die Höhe seines Einkommens beteiligen. Begünstigt sind Einzahlungen auf Konten und der Erwerb von Wertpapieren. Der Sparer muß sich nur verpflichten, die Sparbeiträge längerfristig festzulegen, und zwar bei Allgemeinen und Wertpapiersparverträgen rd. 4 1/2 bis 5 Jahre und bei Ratensparverträgen 5 1/2 bis 6 Jahre. Durch die Inanspruchnahme der Sparprämien von 20 bis 30 % und die gegenwärtig besonders hohe Verzinsung der Sparguthaben läßt sich innerhalb der Festlegungsfrist ein Kapitalzuwachs von über 65 °jo erzielen. Die angegebenen Festlegungsfristen stellen für den Sparer keinerlei Risiko dar; denn braucht er das Geld schon früher, kann er ohne weiteres darüber verfügen. Allerdings geht dadurch der Prämienanspruch verloren.
Für Verlobte und Wehrpflichtige ist das prämienbegünstigte Sparen besonders reizvoll. Wer nach Abschluß eines prämienbegünstigten Sparvertrages heiratet, braucht nur eine 2jährige Festlegungsfrist einzuhalten. Für Jugendliche, die zum Wehrdienst einberufen werden und mindestens 12 Monate vor Einberufung einen Ratensparvertrag abgeschlossen
haben, zahlt der Staat unter bestimmten Voraussetzungen während der Wehrdienstzeit die vereinbarten Raten. - W Zusätzlich zu den staatlichen Sparprämien können auch noch die Vergünstigungen des 2. Vermögensbildungsgesetzes ausgenutzt werden. Innerhalb der festgelegten Höchstgrenzen von 312 DM bzw. 468 DM bei Arbeitnehmern mit 3 oder mehr Kindern lassen sich bis zu rd. 33 % an Steuern und Sozialabgaben einsparen. Das können 100 oder sogar 150 DM sein.
Daß es sich lohnt prämienbegünstigt zu sparen, das wird jeder zugeben müssen. Niemand sollte sich daher die Spargeschenke des Staates entgehen lassen.
AUS DEM KOMMUNALEN LEBEN
F riedhofswesen
In der Ausgabe Nr. 33 haben wir darauf hingewiesen, daß einige statistische Angaben über den Friedhof in Montabaur nach der Veröffentlichung der neuen Friedhofssatzung zum besseren Verständnis innerhalb der Bevölkerung beitragen sollen. Der Bericht von Konrektor a. D. H. Fries aus der Festschrift "St. Peter in Ketten 959 - 1959 über den Kirchhof in Montabaur hat sich mit den Friedhofsverhältnissen früherer Jahrhunderte befaßt. Dieser Bericht endete mit dem Satz; "Vorläufig dürfte der Friedhof für die Stadt Montabaur ausreichend sein".
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Seit einigen Jahren bestand jedoch kein Zweifel mehr, daß eine Friedhofsenweiterung dringend notwendig erscheint, wenn im Bestattungswesen geordnete Verhältnisse aufrecht erhalten werden sollten. Im Stadtgebiet von Montabaur ist das Gelände an der Hollerer Straße für Friedhofszwecke vorgesehen. Der Flächennutzungspian für die Stadt Montabaur sieht auch als Friedhofserweiterungsgelände die in der dortigen Flur gelegenen Grundstücke vor. Die Stadtverwaltung mußte sich also zunächst bemühen, die für die Friedhofserweiterung benötigten Grundstücke in ihren Besitz zu bringen. Erst nachdem die Grundstücksankäufe und sonstige Be- ; sitzrechte geklärt waren, konnte mit den Ausbauarbeiten begonnen werden.
Aus der allgemeinen Friedhofsstatistik soll über das Friedhofsgelände des alten Friedhofsteiles und des Erweiterungsteiles einiges Zahlenmaterial herangezogen werden:
Der alte Friedhofsteil ist in 28 Grabblocks aufgeteilt und hat eine Größe von 1,8752 ha. '
Bevor mit den Arbeiten zur Friedhofserweiterung begonnen wurde, mußte zunächst an der Seitenmauer des Ehrenhains Westerwald ein kleineres Teilgelände erschlossen werden, auf dem später einmal die Friedhofshalle errichtet wird.
Auf dem gleichen Gelände wurden 2 Grabblocks für Reihen- und Wahlgrabstätten errichtet, die aber inzwischen schon wieder belegt sind. Diese Teilerweiterung mit einer Fläche von 0,1882 ha wird zu dem alten Friedhof hinzugerechnet, so daß die Gesamtgröße des alten Friedhofsteiles 2,0634 ha beträgt.
Innerhalb der jetzt beendigten Friedhofserweiterung liegen sieben Grabblocks, die mit den Buchstaben A bis G gekennzeichnet sind. Innerhalb dieser Grabblocks stehen als BelegungS' fläche zur Verfügung 1,0687 ha. Das gesamte Friedhofsgelände ist jedoch größer, da zum Beispiel innerhalb der Blocks A bis G 0,4815 ha als Umgebung und Anlagefläche benutzt werden.
Eine Zusammenstellung der Belegungsflächen für den alten und den neuen Friedhofsteil ergibt also folgende Flächenmaße:
A. Belegungsflächen
1. Alter Friedhofsteil 2,C634 ha
2. Friedhofserweiterung Block A-G__l i C687_ha _
Gesamtbeleg’ungsfläche-V 3,1321 ha
B. Flächen, die nicht belegt werden Friedhofsumgebung an Straßen und
außerhalb der Umgrenzung 0,6712 ha
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