Ausgabe 
26.8.1966
 
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pen einquartiert. Daher erließ das noch bestehende Herzog­lich Nassauische Amt in Montabaur folgenden Erlaß: "Nach Verfügung Herzoglichen Staats-Ministeriums soll als Vergü­tung für die Bequartierung und Verpflegung Königlich Preußi­scher oder denselben gleich zu behandelnder Truppen der Betrag von 30 Kreuzer per Mann und Tag in Aussicht genom- rren, und die Vergütung, welche an sich Verpflichtete we­gen nicht geleisteter Narural-Einquartierung und Verpflegung zu entrichten haben, ebenwohl auf den Betrag von0 Kreu­zer per Mann und Tag bestimmt und diese zur Landessteuer- Casse eingezogem werden."

Zivilstandsregister

DER STADT MONTABAUR, AUGUST 1866. Geborene:

1. August; Eva. Tochter von Jakob Hammerstein, Landmann :

2. " Anna Maria, Tochter von J. Ad. Schlemmer j

Oekonom .

11. " Peter Bernhard, Sohn von Joh. Paulus, Bäcker

23. " Barbara, Tochter von Georg Hohmann, Fuhrmann '

Ge

4.

9 .

10 . 17. 27.

27.

28.

s t o r b e n e :

August: Ferdinand Herber. Realschüler, 13 Jahre alt " Babetta Löser. Jüdin, Ehefrau, 55 Jahre alt " Dorothea Schneider, Kind, 4 Wochen alt

Mathias Hammerstein, Schulknabe, 12 Jahre a " Katharina Meudt, Wittwe, 75 Jahre alt " Georg Rheine, 54 Jahre alt " Katharina Milbach, Kind, 6 Wochen alt.

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Stadt anvertraut hat. " Diese Stimme fordert von dir. diese Kinderseelen nach dem Bildnis des Sohnes Gottes zu formen, die Kinder zu ertüchtigen für die Erfüllung ihrer Lebensauf­gabe und sie zu gewinnen für das Himmelreich.

Aus dieser seelischen Ergriffenheit des Lehrers und der Lehre­rin aus der wunderfeinen Raumgestaltung dieser neuen Schule wächst von selbst jenes unwägbare seelische Etwas, das die Kinder zur Ehrfurcht vor ihrer Schule nötigt; jenes seelische Etwas, das die Steifheit der Wandtafeln und Karten, der Hef­te und Schulbücher überwindet, das die Menschen und alle Dinge in diesem Haus in eine warme Atmosphäre hüllt, so uaß man gern in ihm weilt, weil die Seele sich hier ganz zu Hause fühlt. Da sehe ich strahlende Augen und spüre offene Herzen und freue mich daran, wie hier die Kinder in freier Liebe und feiner Zucht ihrer Lehrerin und ihrem Lehrer zuge­tan sind.

Und dieses seelische Etwas strahlt von der Schule aus in das Elternhaus. Ich sehe Väter und Mütter, denen es aufgegangen ist, daß ihre Schule wirklich eine Wunderstätte der Menschen­bildung ist, die sie darum dankbaren Herzens in ihrer Arbeit unterstützen und fördern und durch den von ihnen entsandten Elternbeirat mitwirken an der beglückenden Entfaltung ihres inneren und äußeren Lebens.

Dieses Miteinander und Füreinander, dieses geheimnisvolle seelische Etwas, ist heute für eine gedeihliche Arbeit der Schule nötiger als je zuvor. Darum war klug und gut und bleibt sehr dankenswert, diesen Erweiterungsbau als "Haus in der Sonne" zu bauen.

Montabaur vor 675 Jahren

Im Jahre 1291 erhält Montabaur unter dem trierischen Kur­fürsten Boemund von Warsberg durch Kaiser Rudolf von Habs­burg Stadtrechte verliehen. Damals war Montabaur dank sei­ner Burg und der verkehrsgünstigen Lage bereits ein bedeu­tender Ort, der nun mit Stadtmauern umgeben wurde.

Montabaur vor 50 Jahren

Bekanntmachung. Es wird hiermit bekannt gegeben, daß sich bei nachgenannten Bezirksdamen des Vaterländischen Frauenvereins Sammelstellen für Obstkerne und Frauenhaare befinden;

I. Frau Dr. Spies, Montabaur; 2. Frau Dr. Kaul, Wirges;

3. Frau Wingenroth, Selters; 4. Frau Forstmeister Schwab, Herschbach; 5. Fräulein Henn, Freilingen; 6. Ehrw. Schwe­ster Roswitha, Nauort; 7. Fräulein Lina Müller, Grenzhau­sen; '8. Frau Sanitätsrath Wirth, Höhr; 9. Frau Dr. Müller, Ransbach; 10. Frau Bürgermeister Wingender, Hillscheid;

II. Frau Oster, Haushaltungslehrerin, Daubach.

Gesammelte Obstkerne und Frauenhaare sind durch die Orts­vertreterin der zuständigen Sammelstelle zuzuführen. Mantabaur, den 23. August 1916.

Der Kgl. Landrat; Bertuch.

j Fortsetzung in einer unserer nächsten Ausgaben.

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Erweiterungsbau der Volksschule

- Fortsetzung aus Nr. 32/66 - Da wird uns bewußt, daß der Architekt und die Bauleute dem Haus e'".e Seele gegeben haben, und wir spüren, wie es Pe­ter Dörffler mitten im ersten Weltkrieg in einem Buche dar­gelegt hat, daß Steine reden können. An diesem Bau finden wir wieder einmal verwirklicht, was die größte nordische Dichterin, Selma Lagerlöf, in ihrem Gösta Berling geschrie­ben hat; "Es scheint mir oft so, als ob die leblosen Dinge mit dem Lebendigen fühlen können. Der Geist des Lebens atmet noch in den leblosen Dingen. Was vernimmt er in seinem traumlosen Schlummer? Er hört Gottes Stimme.

Gottes Stimme klingt auch aus diesem Bau. Sie ruft der Leh­rerin und dem Lehrer zu; "Dieses Schulhaus soll dir wid ein Gotteshaus sein. Du sollst mit der gleichen Liebe ihm zuge­tan sein und es hegen und pflegen, wie der Pfarrer es mit seiner Kirche tut. Du mußt eingedenk bleiben, daß Gott es ist, der dich in dieses Haus berufen und dir die Kinder dieser

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