Ausgabe 
8.7.1966
 
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KIRCHLICHE NACHRICHTEN

Kath* Pfarrkirche

"St. Peter in Ketten" Montabaur

Glottesdienstordnung in der Woche vorn 10.7. - 16.7.1966 :

So. 6. Sonntag nach Pfingsten

6. 00 Uhr Frühmesse, 7.30 Uhr Hl-.Messet

8. 45 Uhr Kindergottesd. mit Gemeinschafskommuni­on d. Schulkinder,10. 00 Uhr Hochamt - Amt Anton Helm v. Jahrgang 1899 bestellt -

11.30 Uhr Letzte Heilige Messe, 1

19. 30 Uhr Andacht :

Mo. 6.30 Uhr Stift. Messe Geschw. Margarete u.Anna Meureri

7.10 Uhr J.A. Peter Frieß Di. Johannes Gualbert

6.30 Uhr Stift. Messe Ehel.Peter Heibel, kath.geb. Hölzgen u. verst. Angehörige

7. 00 Uhr Gemeinschaftsmesse d. Staatl. Aufbau-Gymn.

J.A. Maria Wentrup geb. Langen Mi. 6.30 Uhr fällt aus

7.10 Uhr W o. -Amt Rosina Löcher Do. Bonaventura

6.30 Uhr fällt aus

7.10 Uhr J.A. Margarete Link

8.15 Uhr Gemeinschaftsm.d.Frauengemeinschaft m. !

Ansprache, J.A. Michael Schatz !

Fr. Heinrich

6. 30 Uhr fällt aus 1

7.10 Uhr Stift. Amt Christine Noll Sa. V. Marienroesse

6.30 Uhr fällt aus

7.10 Uhr J.A. Richard Eschenauer u.verst.Angeh. | 17. 00 Uhr ISalve Andacht

So. 7. Sonntag nach Pfingsten - Gemeinschaftskom. d. Männer; 8.45 Uhr Kindergottesdienst -Amt Anna Worm von der Nachbarschaft bestellt -

10. 00 Uhr Hochamt - Amt Margarete Roßbach von der Nachbarschaft bestellt -

Beichtgelegenheit: Samstag v. 15. 00 - 19. 00 Uhr und 1

nach 20. 30 Uhr.

i

EvgL Gemeinde Montabaur

So. 8.30 Uhr Frühgottesdienst

10. 00 Uhr Hauptgottesdienst

11. 00 Uhr Kindergottesdüenst 14. 00 Uhr Welschneudorf

Mo. 20. 00 Uhr Kirchenchor Do. 20. 00 Uhr Bibelstunde der Gemeinschaft Während der Ferien, also v. 13. 7. - 23.8. , fallen die Gottes­dienste um 8.30 Uhr und die Kindergottesdienste aus.

ARBEITSAMT MONTABAUR

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DAS INTERESSIERTAUCH SIE

Montabaur und der "Deutsche Bruderkrieg" 1866

2. Teil

Bereits Anfang Juli 1866 versuchte Preußen eine Invasion in Nassau. In der Nacht zum 1. Juli wurde Montabaur von Kob­lenz aus besetzt. Es folgten Ems, Nassau, Diez und Liimburg. Am 12. Juli kam es bei Zorn im Taunus zwischen preußischem Militär und einer nassauischen Brigade 1 - zu einem Scharmützel- Daraufhin zogen sich die preußischen Truppen nach Koblenz,

die nassauischen nach Wiesbaden zurück. Auch von Montabaur t standen 25 Mann im Felde. Am 5. Juli rief Bürgermeister Water­loo zur Unterstützung kranker und verwundeter Montabaurer Sol­daten auf: "Da dieselben nach eingegangen Briefen mitunter. Mangel zu leiden und große Strapazen zu leiden haben, so ist es unsere Pflicht, zur Linderung deren Leiden nach Möglich­keit beizutragen. Der Gemeinderath eröffnet zu dem Ende eine Subscription von freiwilligen Beiträgen, welche lediglich zur Unterstützung bedürftiger Soldaten von Montabaur bestimmt sind. Zur'freigebigen Beteiligung j wird gebeten".

Anscheinend war es infolge der vorübergehenden Besetzung Montabaurs zu Unruhen gekomrpen'. Jedenfalls erläßt Bürger­meister Watterloofolgende Bekanntmachung :

"Der Unfuge, wie solcher am verflossenen Freitagabend in der Stadt dahier vorgekommen ist, kann und darf nicht wieder Vorkommen. Zur Verhütung solcher Excesse hat sich am Sonn­tag auf Veranlassung des Gemeinderaths ein Verein gebildet, welcher mit allen Kräften desgl. Unzuträglichkeiten entgegen­treten und Gewalttätigkeiten aller Art zu verhindern suchen wird. Ich fordere demnach die hiesige Bürgerschaft auf, die ausgewählte Schutzmannschaft vorkommenden Falles zu unter­stützen und deren Anordnungen nachzukommen".

Die an geordnete Wachmannschaft bestand aus einem Ober­führer, 6 Führern und 100 Mann. Es wurden ihr folgende In­struktionen gegeben: "1. Die Führer machen abwechselnd an jedem Abend mit 6 Mann die Runde durch alle Straßen der Stadt und setzen solche solange fort, bis sie sich überzeugt haben, daß keinerlei Ruhestörungen zu befürchten sind.

2. Wird die Ruhe der Stadt auf irgendeine Weise, sei es durch Streit, Zänkerei, Geschrei oder Gesang oder Sonstige Excesse gestört, so werden die Excudenten gewarnt und zur Ordnung gewiesen, und wenn nicht unbedingt Folge geleistet wird, zur Anzeige gebracht und eine Untersuchung gegen Sie eingelei­tet.

3. Da in neuerer Zeit durch Schießen von jungen Burschen viel Unfug getrieben wird, so ist auch darauf bedacht zu nehmen, daß dieses gestört wird; die Tätrerr sind womöglich zu ermitteln und zur Bestrafung anzuzeigen.

4. Die Polizeistunde ist für Wirthe und Gäste auf 11 Uhr abends festgesetzt. Findet die Wachmannschaft, daß nach gebotenem Feierabend noch Wirthschaft getrieben wird, so ist dieselbe be­rechtigt, in die Wirthshäuser einzutreten und die Contrave- nienten zur Anzeige zu bringen.

5. Wenn sich Militär in der Stadt befindet, so sollen die Ein­wohner alle Reibereien mit demselben aufs Strengste vermei­den.

6. Widersetzlichkeiten gegen die Wachmannschaft bei Aus­übung des Dienstes werden auf Strengste bestraft.

7. Zur Auszeichnung trägt dieselbe eine weiße Binde am linken Arm.

VOR HUNDERT JAHREN

Auszug aus den Verhandlungen des Gemeinderaths zu Monta­baur vom 10. Juli 1866:

1. Die Vergebung der Aufsicht und der Unterhaltung der Brunnenleitung vom 1. Juli 1866 bis dahin 1872 wurde dem Franz Winter genehmigt.

2. Desgleichen die Vergebung der Anfertigung eines mit der Gemeinde Dernbach gemeinschaftlichen Canäls dem Christi­an Hannappel.

3. Dem Carl Fröhlich wurde die Unterhaltung und Bedienung der Feuerspritze Nr. 4 übertragen und Carl Winter zu dessen Substitut ernannt.

4. Gegen das Gesuch des Carl Müller um Consens (Zustimmung)

Das Mitteilungs- und Ortsnachrichtenblatt erscheint wöchentlich. Bezug: Nur an Abonnenten. Anzeigenpreisliste Nr. 2 vom 1. Okt. 1965.

HERAUSGEBER: Hans Schmid. CHEFREDAKTION: Gerhard de Freese. Anzeigen: Erich Meiers. Vertrieb: Robert Loth. Organisation: H. Heit.

DRUCK und VERLAG: P RIMO-V ERLAG HANS SCHMID, 6689 Merchweiler/Saar, Pf. 20, Telefon 06825/2822, Telex 04.44896, 6236 Eschborn / Taunus, Telefon 06196 / 82004, Telex 04-14396.