Ausgabe 
7.4.1966
 
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Heimatvertriebene

Kreis Unterwesterwald .

Fahrt nach Berlin.

Per Bus vom 21. bis 28.10.1966

DM 85.-- einschließlich Reise, Unterkunft und Verpflegung. Anmeldung bis Ostersamstag bei Johanna Galke, Montabaur, Her­derstraße 3.

Zirkel der Briefmarken-Freunde

gemäßen elektrischen Licht zu tauschen. Die Petroleumlampen sind nun erloschen in dem alten Haus an der Stadtmauer. Das Kätchen ist nicht mehr. Wie ein stiller Gast ist es aus einem Jahrhundert ge­gangen, in dem es eigentlich gar nicht mehr hätte sein dürfen. Sein letzter Wunsch war, daß die Nachbarn und Bekannten ihm zur Erin­nerung ein Gläschen leeren sollten. Vielleicht wird es der eine oder andere gelegentlich tun. Das alte Haus aber mit der Doppel­tür, wird sicher bald aus dem Stadtbild verschwinden. Mag es unter­gehn. Königs Kätchen wird dann längst, der österlichen Verheißung fest vertrauend, zu neuem Leben auferstanden sein.

Montabaur und Umgebung.

Der Zirkel der Briefmarkenfreunde macht darauf aufmerksam, daß außer dem Tauschabend am Oster-Dienstag bei Ahlschwede, auch am Dienstag, dem 19. April ein Tauschabend statt­findet, namentlich für die Auswärtigen.

Königs Kätchen zum Gedenken

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Stadtbekannten Persönlichkeiten widmet man um ihrer Verdienste willen zur Erinnerung einen Nachruf, wenn sie der Tod abberuft.

Der Nachwelt soll noch einmal ins Gedächtnis gebracht werden, was die oder der Verblichene zu Lebzeiten im Dienste der Allge­meinheit,. der Vaterstadt oder für Kunst und Wissenschaft geleistet hat.

So ist es ja auch wohl richtig und gut.

In der vergangenen Woche wurde Königs Kätchen zu Grabe getra­gen. Eine Bürgerin unserer Stadt, die sicherlich im üblichen Sinn nichts Verdienstvolles in ihrem nun abgelaufenen 76-jährigen Le­ben nachweisen kann. Stadtbekannt aber war Königs Kätchen trotz­dem. Jeder der ihr begegnete, fühlte sich irgendwie an längst ver­gangene Tage erinnert. In ihrem Häuschen in der Biergasse schien die Zeit steheijgeblieben zu sein. Die alte Doppeltür zu dem wind­schiefen Fachwerkhaus hat viele Amateur- und Berufsmaler ange­regt, romantische Studien auf dem Papier festzuhalten.

Die Bewohnerin selbst aber verkörperte und ergänzte dieses Milieu durch die eigene Person und durch ihre bescheidene Lebensweise. Die Pfannen und Töpfe an der Wand, die Gerätschaften des Haus­standes, alles ist wie ein Gruß aus längst vergangenen Zeiten.

Der Tag begann mit dem ersten Hahnenschrei und dem regelmäßi­gen Besuch der Frühmesse. Er endete in den frühen Abendstunden beim matten Schein der Petroleumlampe. Zeitlebens konnte Kät­chen niemand bewegen, diese museale Lichtquelle mit dem zeit- ^

SINNSPRÜCHE

In dem Verhältnis zu dem Mitmenschen kommt es vor allem auf dein Verhalten an.

Innere Konflikte sind nicht günstig für dein äußeres Tun.

Leid tragen können ist auch ein Geschenk.

Liebe kennt kein zu viel.

Mangelnde Liebe läßt uns oft dem Nächsten die Wahrheit nicht sa­gen.

Nicht es gut zu haben, gut zu sein, sei das Ziel deines Lebens.

Ist dein Inneres recht, ist auch dein Handeln recht.

Sanftmut ist besser als Unmut.

( B Trimo B

^ Verlag p

PRIMO-NACHRICHTEN erscheinen mit allen Kopf­blättern wöchentlich. Bezug: Vierteljährlich und nur an Abpnnenten. Anzeigenpreisliste: Nr. 2 vom 1. Okt. 1965

HERAUSGEBER: Hans Schmid

CHEFREDAKTEUR: Robert Degen

ANZEIGENLEITER: Erich Meiers VERTRIEBSLEITER: H.-U. Mecklenbeck

DRUCKEREILEITER: Robert Loth

VERLAG und DRUCK: PRIMO-AÄfRLÄG HANS SCHMID,

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Für den amtlichen Teil der Einzelausgabe Herausgeber und verantwortlich: Der Amtsvorsteher oder Der Bürgermeister

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