Ausgabe 
3.3.1966
 
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Sonntag 3. Fastensonntag -Gern. Komm. d. Schulkinder 10. 00 Uhr Hochamt - Amt Maria Metter­nich, v. d. Nachbarschaft best. Samstag 15. 00 - 19. 00 Uhr u. nach 20. 30 Uhr Beicht - gelegenheit

Dienstag 15. 00 Uhr für die Buben Kommunionunterricht

Freitag 15; 00 Uhr für die Mädchen Kommunionunter -

rieht

Die Helferinnen der Frauengemeinschaft kommen am Montag um 17. 00 Uhr ins Pfarrheim.

Am Mittwoch um 20. 15 Uhr Männer arbeitskreis .

Evang. Kirchengemeinde

Sonntag

Reminiscere

6.3.

8. 30 Uhr

Frühgottesdienst ( m. Feier d. hl, Abendmahles )

10. 00 Uhr

Hauptgottesdienst /Kollekte f. dringende Einzelnotstände (Diakon. Werk)

11. 00 Uhr

Kindergottesdienst

Montag

7.3.

Mittwoch

20. 00 Uhr

Kirchenchor

20. 00 Uhr

Passionsandacht

Donnerst.

15. 00 Uhr

Konfirmandenunterricht

20. 00 Uhr

Bibelstunde d. landeskirchl. Ge­

meinschaft

Freitag

20. 00 Uhr

Junge Gemeinde

Samstag

14. 30 Uhr

Mädchenkreis

LANDESBÜHNENBRIEF

KriminalstückNebel 1 *

Das Kriminalstück"Nebervon Hans Schweikart wird von der Landesbühne

am 11. 3. 1966 in Montabaur gespielt.

den Ausgangspunkt zur Bildung von Spannung in "Nebel" . Dazukommende Personen, Verwandtschaftsverhältnisse und Verhöre verschieben die Gesichtspunkte und setzen neue Ak zente, die vielleicht im nächsten Moment wieder fraglich werden. Ein im Lauf der Untersuchung geschehendes Ver­brechen trägt dann entscheidend zur Klärung der Vorge­schichte bei. Der Zuschauer im Theater kann nun nicht die letzten Seiten aufschlagen und ist so der Führung und Irre­führung oder eigener Kombination überlassen.

Nebel umlagert in der entscheidenden Nacht den Ort des Geschehens und wie im Nebel sucht zunächst Polizeileut­nant Schubert nach den Zusammenhängen der verworrenen Geschichte.

Schubert und sein Fahrer John wollten eigentlich zum An­geln fahren, da bittet man sie, schnell in einem Landhaus vorbeizusehen, wo in der vergangenen Nacht ein Ring ver­schwand, nachdem man einen Drohbrief gefunden hatte und ein maskierter Mann gesehen worden war, von dem niemand wußte, wie er ins verschlossene Haus kommen konnte.

Mr. Burnes, der sich nach dem Bankrott seines Bankgeschäf­tes mit seiner viel jüngeren Frau, die eine unklare Ver­gangenheit hat. in diese Landhaus zurückgezogen hat, führt seitdem ein sehr abgeschlossenen Leben. Das ganze Haus macht einen ungemütlichen Eindruck mit der schwer­hörigen stumpfen Haushälterin Agathe Kimble und ihrem trinkenden Mann, dem Gärtner. "Das Haus gefällt mir nicht, urteilt der biedere Polizist Goodmann, der eigent­lich lieber eine Leihbibliothek aufgemacht hätte. Schließ­lich treten noch je ein Bruder der Eheleute Burnes in den Kreis der Beteiligten, ihr Bruder, der schüchterne, arme Buchhalter Seezer, seiner, der Weltmann und Operettenma­nager Hutchinson. In dieser Versammlung wird ein Mord begangen, den Schubert im Verhör aufklärt. Der Autor blendet die Berichte jeweils als Geschehen ein, und mehr und mehr lichtet sich der Nebel der Verworrenheit.

Hans Schweikart, geboren 1895, hat sich vor allem als Regis­seur und Theaterleiter einen Namen gemacht. Er hatte aber auch mit seinen immer wieder gespielten Komödien "Lauter Lügen (1937) und "Ich brauche Dich" (1941; Erfolg. 1947 brachte er das vorliegende Kriminalspiel heraus.

Es folgt in Inhalt und Form den typischen Kennzeichen der Detektivgeschichte. Dazu gehört zunächst die Spannung des Ratens, sie weist, als ohnehin detektivisch, zum zweiten auf das Entlarvende, Aufdeckende hin, mit dem besonderen Akzent des Abseitigen, woraus oft das Wichtigste zu erfahren ist und das Aufdeckende geht zum dritten auf Vorgänge, die aus ihrem Uner zählten, Vor-Geschichtehaften erst her aus zu- bringen sind. Dies dritte Kennzeichen ist das Charakteristi­sche der Detektivgeschichte und macht sie, sogar weit vom Detektiv, unverwechselbar. Vor dem ersten Wort geschah etwas, niemand weiß es, scheinbar auch der Erzähler nicht. Ein dunkler Punkt ist da, von dem her und zu dem hin sich die folgenden Ereignisse in Bewegung setzen. In allen ande­ren Erzählformen entwickeln sich Taten wie Untaten vor ei­nem durchaus anwesenden Zuschauer oder Leser, hier aber müssen sie und ihre Beziehungen ans Licht gebracht werden, und dieses Herausbringen ist selber und allein das Thema. Wesentliches Produkt dieses Themas ist Spannung. Sie wird erhöht durch Hinweise auf scheinbares Gegenteil , durch ein Wettrennen des Zuschauers mit dem Detektiv nach dem wahrscheinlich richtigen Tip. Die Suche selber ist isoliert dargestellt, weshalb nicht die schlechtesten Leser von Detek- tivgeschichten, um kühler mitzumachen, die letzten Seiten zuerst lesen. Dann ist der Wer bekannt, aber das Wie seines Findens tritt, bei einem geschickten Krimi, desto betonter hervor, wird in seiner Verfahrensweise zum Eigenwert und intellektuellen Vergnügen.

Drohbriefe, Erscheinungen eines maskierten Mannes, ver­schwundene Schmuckstücke und dubiose Randfiguren bilden

Sepp Holstein inszeniert diese spannende Geschichte, die : Hans Schneider mit seinem Bühnenbild illustriert.

In den Hauptrollen sehen Sie: Herrn. Burck(Schubert), Ar­nim Servaes (Goodmann), Arthur Kermes (Mr. Burnes), Carola v. Manteuffel (Mrs. Burnes), Sepp Holstein (Hut­chinson), außerdem: Gertrud Angerstein, Wilhelm Dieten, Klaus-Dieter Enskat, Hans-Jürgen Richter und Wolf-Dieter Tropf.

Vorverkauf: Stä dt. Verkehrsamt, Rathaus,' Zimmer 2 .

AUS DEM KOMMUNALEN LEBEN

Parken auf Bürgersteig bestraft

OVG hi eit sich an Paragraphen der StVO Aufgemaltes Parkverbot gültig ?

Uber die Gesetzmäßigkeit des Parkens auf Gehwegen und Bürgersteigen hatte dieser Ta ge das Oberverwaltungsgericht in Münster zu befinden. Der Kläger, ein Fahrleher, war

PRIMO-NACHRICHTEN erscheinen mit allen Kopfblät­tern wöchentlich. Bezug: Vierteljährlich und nur an Abonnen­ten. Anzeigenpreisliste: Nr. 2 vom 1. 10, 1965

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Für den amtlichen Teil der Einzelausgabe Herausgeber und ver­antwortlich: D er A mtsvorsteher oder Der Bürgermeister

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