BÜNTE SEITE
ES GIBT JA AUCH NOCH ANIEBE
ZWISCHEN MIITEBNKCIl INI MIIGEN
MARIETT SORA
PLAUDERT MIT IHNEN
Guten Tag, liebe Freunde,
wieder einmal ist es soweit, wir haben ein paar Minuten zum Plaudern miteinander. Ich habe Ihnen das letzte Mal neue Schallplatten mit den Titeln:
"Es gibt ja auch noch andere"
und "Zwischen Mitternacht und Morgen"
vorgestellt. "Zwischen Mitternacht und Morgen" lief u.a. übrigens, wie einige von Ihnen sicher gehört haben werden, in der Sendung
"Schlager von Morgen?"am Samstag, d. 22.1. im Saarl. Rundfunk, Europa welle/Saar, als lfd. Nr. 2.
Heute können wir also gleich mitten hineingehen, in unseren Fortsetzungsbericht, "wie ich zu meinem jetzigen Beruf kam" .
Ich hatte diese wunderschöne alte Laute bei meinem Onkel gefunden und herrichten lassen . Meine Freundin, die von meiner Errungenschaft ganz begeistert war, stöberte eine Gitarre ihres Vaters auf und wir fingen an, ehrgeizig und verbissen zu üben. Es dauerte nicht lange, und wir hatten Hornhaut an den Fingerkuppen k An jedem Schlager, der am Musikhimmel auftauchte, versuchten wir uns.
Wir spielten zu Schulfesten, Klassenfahrten und im Jugendkreis des Roten Kreuzes. Der herzliche Dank, der uns in den Krankenhäusern, auf den Kinderstationen und bei Weihnachtsbescherungen gesagt wurde, bedeutete uns-mehr als Geld. Unsere erste "Gage" war ein Mittagessen, und das erhielten wir von dem Leiter eines Altersheimes, der uns einmal, gehört und uns gebeten hatte, auf einer Rhein-Schiffs-Fahrt nach Boppard, für das Altersheim zu spielen. Auf dieser Fahrt dauerte es nicht lange, bis unser kleines Orchester, Heidi (Akkordeon )* Inge, (Gitarre), ich (Laute, Gesang) die kleine Gesellschaft in Schwung gebracht hatten. Es wurde geschunkelt, das Tanzbein geschwungen, der gute Rheinwein ts.t ein übriges und so mancher alte Mann urfd manche alte Frau, vergaßen ihre Jahre und wurden noch einmal wieder jung. Kurz vor Boppard, ging ein rüstiger Opa, der sogar einmal einen rock'n roll versucht hatte (mit 78 Jahren!), mit einem Hut herum und sammelte. Mit dem Ergebnis baute er sich vor uns auf und sagte: "Ihr goldische Mäderscher, des war schee. Und weil ihr uns so viel Spaß gemacht habt, misst ihr des jetzt nemme." In unserer Verlegenheit lehnten wir zuerst ab, aber als er meinte: "Des braucht ihr ja net in die Sparbix zu stecke, da trinkt ihr mal e schee Glas Wei' uff unser Gesundheit. Da is des Geld'nem gute. Zweck zugefihrt. Außerdem find' mer des net alle Tag, daß die Jugend emal an uns ahle Leut' denkt," nahmen wir es dann doch.
Das Schiff legte an, wir spielten "Einmal am Rhein" und die lustige Gesellschaft ging singend von Bord Da standen wir nun zu dritt in Boppard, mit dem gut gemeinten Ratschlag des alten Herrn im Ohr und einer vom Singen trockenen Kehle. "Kinder, jetzt geh'n wir mal groß aus! Und ohne Regierung! Wieviel Kohlen haben wir denn? . . . "Schwirrten die Stimmen durcheinander. An einem alten Brunnen, schütteten wir unsere Groschen aus und fingen an zu zählen. Es waren DM 11,27 . "Und alles selbst verdient", staunte Heidi andächtig. "Die werden jetzt sinnlos verprasst!" - Wenn wir gewußt hätten, wie wahr dieses Wort werden sollte . . .
Doch davon das nächste Mal mehr.
«STEREO*
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Bis dahin herzlichst Ihre

