Dienstag 20. 00 Uhr Mittwoch 16. 00 Uhr Donnerstag
20. 00 Uhr Samstag 14. 30 Uhr
Frauenhilfe
Jungschar
Bibelstunde der landeskirchl. Gemeinschaft im Gemeindehaus Mädchenschar
VERBANDS-und VEREINSMITTEILUNGEN
TuS Montabaur
Die 1. Fußballmannschaft unterlag am vergangenen Sonntag im Meisterschaftsspiel gegen den S. V. Wied Niederbieber auf dessen Platz mit 1 : 4 Toren. In der Tabelle ist die Mannschaft nun auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht.
Im Monat Februar 1966 hat sowohl die erste als auch die Re- servemannschaft'Spielpause. Die Meisterschaftsrunde wird erst Anfang;M'äi'z 1966 fortgesetzt.
In Ergänzung des Trainingsplanes wird mitgeteilt, daß die Leichtathleten montags in der Zeit von 19. 00 - 20. 00 Uhr in der städtischen Turnhalle trainieren (Krafttraining). TERMINSLISTE
A -Klasse Westerwald/Wied - Rückrunde 1966.
16. 1. 66
Vettelschoß
Montabaur
23. 1. 66
Montabaur
Ebernhahn
30. 1. 66
WiedN.bieber -
Montabaur
6. 3. 66
Montabaur
Siershahn
13. 3. 66
frei
20. 3. 66
Großholbach
Montabaur
27. 3. 66
Montabaur
St. Katharinen
3. 4. 66
Linz
Montabaur
9. 4. 66
frei
17. 4/66
Feldkirchen
Montabaur
24. 4. 66
Montabaur
Rheinbreitbach
30. 4. 66
frei
8. 5. 66
Asbach
Montabaur
15. 5. 66
Montabaur
’i Irlich
Die Spiele beginnen:
ab 16. 1. 66 um 14.00 Uhr ab 6. 3. 66 um 15. 00 Uhr
Nachholspiele am 9. 4. 66 um 16. 30 Uhr (Karsamstag) und am 30. 4. 66 (Samstag) um 17. 00 Uhr.
"Heiterkeit" hat Prinz gekürt
Kurt II. Chevalier du Volant ist der Narren- hertscher
Seit Samstagabend wird die Regierungshaupt- und Kreisstadt wieder von einem närrischen Prinzen regiert. Prinz Kurt II, Chevalier du Volant ergriff in einer rauschenden Sitzung das Zepter, um schon in den ersten Stunden seiner Regentschaftszeit unter Beweis zu stellen, daß er gewillt ist, ein r milder Herrscher über groß und klein zu sein Tatsächlich nahm das närrische Volk von Montabaur den Prinzen des Jahres 1966 mit stürmischem Beifall und tosendem Jubel auf, bereit, der närrischen Tollität bis Aschermittwoch treue Gefolgschaft zu leisten.
Um 20.11 Uhr war der Elferrat in die herrlich ausgeschmückte Narhalla des Kolpinghauses unter den Klängen des "Heiterkeitsmarsches" eingezogen. Erstmals wieder seit mehr als zehn Jahren präsentierte sich das närrische Ministerium in neuen, schmucken Uniformen und Narrenkappen,-und der Beifall bewies, daß die für die Anschaffung dieser neuen Monturen Verantwortlichen den richtigen Geschmack getroffen hatten. Für die Ausschmückung der Bühne hatten auch in diesem Jahr wieder Wilfried Christe und seine Helfer gesorgt, die für viele Arbeit einen Sonderapplaus erhielten. Das Bühnenbild war ganz auf Vergangenheit der "Heiterkeit" abgestellt, wo sich Jahreszahl an Jahreszahl anschloß, umgeben von bunten Ornamenten und vortrefflich beleuchtet. Und vom Präsidiumstisch prangte, nicht zu übersehen, die Zahl 7x11 Jahre "Heiterkeit".
Von diesem närrischen Jubiläum ging auch Präsident Uli Schlosser in seiner Begrüßungsansprache aus. Mit zündenden Reimen, voller Schwung und Begeisterung vorgetragen, konn te er ein ausverkauftes Haus willkommen heißen. Des Präsidenten Elan und die reizende Art, wie er das machte, spranr gen denn auch gleich wie ein Funke auf das närrische PuL- likum über. Aber das ist in Montabaur eine bekanntlich großartige Sache: des "Einheizens" bedarf es erst garnicht, da die "Schuster" von Natur aus schon immer Fastnachtsgecken gewesen sind So war, auch was die Stimmung betrifft, alles in schönster Ordnung.
In der Person von Heribert Nilges hat die "Heiterkeit" einen Protokollarius gefunden, der in seiner Art wohl als einmalig zu bezeichnen ist Er bewies auch diesmal, daß er Wert auf ein ausgewogenes Versmaß ebenso legt, wie auf geistreiche, gedankliche Querverbindungen, die stets kritisch-satirisch'.- nie aber verletzend sind.
Ob seiner tiefschürfenden Narrenweisheit wurde Heribert Nilges dann auch prompt von Präsident Uli zum "Unter- taucher" ernannt, eine Position, die der Protokollarius auch in den kommenden Jahren einnehmen wird. Als zweiter Redner betätigte sich Ferdi Roos in der Bütt. Er trat als Fußballer mit Gipsbein auf und hatte sich das Wohltätigkeits-i/ Fußballspiel Stadtverwaltung : Lehrerschaft, im vergange- : nen Herbst auf dem Seminarplatz veranstaltet, zur Ziel- f scheibe närrischen Spotts gemacht. Damit "lag" er natürlich goldrichtig, konnte er doch Personen jeglichen Standes, allen voran als prominenten Verletzten Bürgermeistern Mangels, in seine Ausführungen mit einbeziehen. Aber auch das Stadtoberhaupt selbst, einmal auf der Bühne erschienen, ließ es sich nicht nehmen, kräftig und auf eigene Kosten mit zumischen. Der Bürgermeister, der in diesem Fußballspiel eine böse Verletzung erlitten, überreichte dem närrischen Ministerium zur Erinnerung an seine "Leidenszeit" ein Gipsbein, wofür sich Präsident Uli umgehend bedankte, indem er unter dem schallenden Gelächter der Narhalla den Stadtchef zum "Fußballer des Jahres" ernannte. Er habe, so meinte der Uli und wandte sich an Willi Mangels, zwar nicht die Füße, aber das Herz auf dem rechten Fleck, da- lür stehe dem närrischen Stadtoberhaupt die Ehrenmütze der "Heiterkeit" und ein Ehrentrunk zu, den er sinnigerweise als "Trittenheimer Fußballacker" und "Mangelsbacher Seminarplatz" kredenzte.
Einmal ganz anders verlief diesmal die Kürung des Prinzen Karneval. Rita Zimmermann, Koblenz, am Flügel begleitet von Frau Kaltbeitzer, Höhr-Grenzhausen, erschien als Christel von der Post und ließ zur Eröffnung der Kürung ihren strahlenden Sopran': mit dem gleichen Lied aus Zeller's "Vogelhändler" erklingen. Als "Postillon von Lonjumeau" gesellte sich Edgar Labonte ihr zu, begleitet von Theo Wolf. Beide Künstler überbrachten die Insignien der Prin- zenwürde: Mütze, Kette, Handschuhe und Ring. Unter dem tobenden Beifall der Narhalla zog darauf der Prinz des Jahres 1966 ein: Kurt Roßbach, der als Prinz Kurt II., Chevalier du Volant, in die Geschichte der "Heiterkeit" eingehen wird. Dieser originelle, klangvolle Name, auf den bürgerlichen Beruf seines Trägers hinweisend, löste spontanen Applaus aus. Der Prinz, in wahrhaft strahlender Laune, hatte
PRIMO-NACHRICHTEN erscheinen mit allen Kopfblät- tem wöchentlich. Bezug: Vierteljährlich und nur an Abonnenten. Anzeigenpreisliste: Nr. 2 vom 1. 10. 1965
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