Ausgabe 
28.5.1965
 
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Freitag - Herz Jesu Freitag -

6.3o Uhr Hl. Messe Rektor Heinrich Kespe

7.1o Uhr Amt Norbert Roßbach

Samstag - Pfingstvigil -

6.30 Uhr Hl. Messe zu Ehren d. Hl. Dreifaltigleit

7. Io Uhr Volksschulgottesdienst, J.A. Lehrer Josef

Pehl

Sonntag - Pfingstsonntag - 6 .00 Uhr Frühmesse

7.30 Uhr Hl. Messe

8.45 Uhr Kindergottesdienst

lo. 00 Uhr Feierliches Hochamt

11.30 Uhr Letzte Hl. Messe

14.30 Uhr Pfingstandacht.

Pfingst- Montag Gottesdienst wie an Sonntagen.

lo.oo Uhr Hochamt - Amt Gertrud Pickart v.d.Nach­

barschaft bestellt -

19.30 Uhr Andacht

Beichtgelegenheit: Donnerstag vor Herz Jesu Freitag v.

16 .00 - 19 .00 Uhr

Samstag von 15.oo-19.oo Uhr und nach 2o.oo Uhr.

Heimabende der kath. Jugend nach Vermeidung. Meßdienerstunde nach Vermeidung.

Kath. Kirchenchor "St. Cacilia"

Montag, den 31.5.1965, um 2o.l5 Uhr für den gesamten Chor im Pfarrheim.

"Münchner Chorbuben"

Am kommenden Sonntag, dem 3o. Mai 1965 werden die berühmten "Münchner Chorbuben" in Montabaur zu Gast sein. Sie treffen um 12.3o Uhr vor der Kirche ein und aktive, sowie inaktive Mitglieder des Kirchenchores St. Cäcilia nehmen sie sogleich in liebevolle Obhut. Am Abend um 19.3oUhr wird die Mai-Schlußandacht in der Kirche durch die Gäste aus München gestaltet. Sie singen Marien-Lieder unter Leitung ihres Direktors Fritz Rot lisch uh.

Der Eintritt ist frei, jedoch werden die Chorbuben kollektieren. Programm und kleine Schallplatten werden an den Kirchen­türen angeboten.

Die "Münchner Chorbuben" verdienen internationalen Ruhm.

Seit ihrer Gründung im Jahre 1952 haben sich diese prächtigen Chorbuben in die erste Reihe deutscher Knabenchöre gesungen. Ihr Chorleiter und Direktor Fritz Rothschuh gilt als einer der bedeutendsten Komponisten süddeutscher Schule und als hervorragender Erzieher. Mit einer glücklichen Mischung von Natürlichkeit, bescheidenem Auftreten, Disziplin und jugendlicher Spontanität hinterlassen die Buben schon rein optisch einen ausgezeichneten Eindruck. Dieser wird akustisch beglückend ergänzt durch ein ausgesucht schönes Stimmen- material, einen ätherischen und zugleich metallischen, immer reinen Gesamtklang, in dem es keine Intonationstrübung gibt. Ein jeder der jugendlichen Sänger (im Alter von 9 bis 2o Jahren) fühlt sich ganz als Glied einer Gemeinschaft, in der für solistische Ambitionen kein Platz ist. Bewundernswert ist auch die Musikalität und das umfassende, sicherlich nicht angeborene, aber von Fritz Rothschuh in mühe- und liebevoller Kleinarbeit anerzogene technische Können, das die Wider­gabe homophoner und schwieriger polyphoner Sätze zu einem Erlebnis werden läßt. Auf den -leisesten Wink ihres Dirigenten zu reagieren, ist für die Jungen Selbstverständlichkeit.

Der kleine Chor von Buben - 33 an der Zahl - mit ihren rötet] Käppchen zeigt allen eine frühlinghafte Fröhlichkeit, beeil).' druckt sehr und gewinnt das Herz des Zuhörers im Fluge. Msgr. Dr. Karl Fröhlich, Pfarrer von St. Paul zu München sagte u.a. aus Anlaß der Feier des zehnjährigen Bestehens des Chores am 1.4.62.:

"Über dem Tun und Denken dieser Buben steht das schönste Motiv, das ein Mensch zum Leitsatz seines Lebens, machen kann: alles zur Verehrung Gottes zu tun. Gloria Dei wollen diese Chorbuben sein, in allem, was ihr singender Mund hinausjubelt in eine zuhörende Welt, die sich gern weghole» läßt aus grauem Alltag, um etwas vom Licht und der Freude Gottes zu empfangen. Jeder Einzelne dieser Buben könnte dem CherubimischenWandermann das Wort nachsprechen: "Gott ist die ew'ge Sonn, ich bin ein Strahl von Ihm, drum ist mirs von Natur, daß ich mich ewig rühme". Preisung Gottes wären die zehn Jahrein denen dieser Chor in allen Zonen Europas sein begnadetes Können in verschwenderischer Reichtum verschenken durfte. - . Wer in zehnjähriger Wände; schaft durch die Länder Europas immer von der Sonne Gottei beschienen ist und den Tau und Regen Seiner Gnade empfang; möchte seinen Dank in eine leuchtende Tat umsetzen. Das haben die Chorbuben getan, als sie 1958 für Indien eine katholische Dorfkirche "ersangen".

Die Münchner Chorbuben sangen mehrfach in Italien, in der Schweiz, in Österreich, Spanien, Frankreich, Luxemburg, Holland, England, Irland, Dänemark, Schweden und in der Türkei. Auf ausdrücklichen Wunsch des Papstes Pius XII. musizierten sie vor dem Heiligen Vater in seiner Sommenesi 1 Castelgandolfo und errangen sein höchstes Lob. Höhepunkt der italienischen Konzertreise 1959 war die Aufforderung Papst Johannes XXIII. an die Münchener Chorbuben, im Petersdom zu Rom zweimal an den Stufen des päpstlichen Thrones in Anwesenheit des Heiligen Vaters vor 3o 000 Zuhörern zu singen. Sie sangen auch vor mehreren Staats­oberhäuptern und Kirchenfürsten» Berühmte Dirigenten haben sie immer wieder zur Mitwirkung in Opern - und Oratorien­aufführungen herangezogen.

Zwischen dem 9. und 13. Lebensjahr kann ein Junge-in den Chor eintreten; später ist das nicht mehr möglich, denn] die jungen Burschen sollen im Chor aufgewachsen sein. Denf Chor ist kein Internat angeschlossen. Alle Buben wohnen daheim bei ihren Eltern und kommen dreimal in der Woche zu den Chorproben zusammen.

Dabei haben die meisten Jungen von ihrem Elternhaus bis zum Chorprobenraum ziemlich weite Wege zurückzulegen, so daß zur Mitgliedschaft bei den Münchner Chorbuben mindestens ebensoviel menschliche wie musikalische Qualif erforderlich sind.

Die Münchner Chorbuben werden am Sonntag in Montabaui beweisen, daß sie ihren internationalen Ruhm verdienen, ihi Singen in der altehrwürdigen Pfarrkirche zu Montabaur wirf allen Zuhörern zum tiefen religiösen und musikalischen Erlebnis werden.

Evang. Kirchengemeinde Montabaur

Sonntag, den 3o. Mai 1965 - Exaudi -

D

lo. 00

Uhr

Hauptgottesdienst

11.15

Uhr

Kollekte für die eigene Gemeinde Kindergottesdienst

14. 00

Uhr

Vorstellung der Konfirmanden

Montag 2o. 00

Uhr

Kirchen chor

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