TuS Montabaur am Sonntag, dem 11. April 1965 auf den Vertreter der Bezirksklasse Koblenz, TuS Diez.
Das Spiel beginnt um 15. 00 Uhr im Stadion Mons-Tabor.
Der Vorstand des TuS Montabaur erinnert noch einmal an die Jahreshauptversammlung am Mittwoch, dem 14. April 1965 , 20. 00 Uhr, im Kolpinghaus und bittet alle Mitglieder des Vereins um ihr Erscheinen".
Gewerbe- und Bürgerverein e. V.
Am Montag, dem 12. April 1965, 20.15 Uhr, hält der Gewerbe- u. Bürgerverein e. V. Montabaur im Kaffee S t o r z seine Ja_hresh_aup_t_ver_s_a_m_m_l_un_g_ ab.
Die Anwesenheit von Herrn Bürgermeister Mangels in der Jahreshauptversammlung, welcher zu allgemeinen Problemen der Stadt Montabaur Stellung nehmen wird, dürfte für die Vereinsmitglieder von besonderem Interesse sein.
Der Vorstand bittet daher um zahlreichen Besuch.
Freiwillige Feuerwehr
hielt Rückblick auf das Dienstjahr 1 964.
Die Freiw. Feuerwehr Montabaur hielt am vergangenen Samstag, dem 27.3.1965 ihre Jahreshauptversammlung für das Jahr 1964 ab. Die gesamte Wehr und auch die Mitglieder des Fanfarenzuges hatten sich zu dieser Versammlung vollzählig im Schulungsraum des Feuerwehrgerätehauses eingefunden. Als Vertreter der Stadtverwaltung war der Feuerwehrsachbearbeiter, Herr Eugen Seyffert, anwesend. Herr Bürgermeister Mangels war wegen einer Tagung in Koblenz verhindert.
Die Versammlung wurde um 20.00 Uhr durch Wehrführer Disper eröffnet. Zunächst gedachte die Versammlung des unlängst verstorbenen Ehrenwehrführers Mathias Groß, der sich um die Wehr und den Fanfarenzug große Verdienste erworben hat. Dies wurde ganz besonders im nachfolgenden Jahresbericht des Schriftführers Günter Tilch gewürdigt. Mathias Groß war seit 1921 Mitglied der Freiw. Feuerwehr und Träger des Goldenen Feuerwehrehrenkreuzes. Während des Krieges war er stellvertretender Einsatzleiter des Unterwesterwälder Feuerwehrhilfszuges. Auch nach dem Kriege war Groß am Wiederaufbau einer schlagkräftigen Wehr entscheidend beteiligt. Seine großen Fähigkeiten stellten ihn jahrelang als stellvertr. Kreisbrandmeister an die Spitze der Kreisfeuerwehren.
Laut Jahresbericht mußte die Freiw. Feuerwehr Montabaur im Dienstjahr 1964 23 mal zum Einsatz fahren. Diese setzten sich wie folgt zusammen:
4 Gebäudebrände, 4 Kraftfahrzeugbrände, 1 Verkehrsunfall, 12 Wald- und Flächenbrände u. 1 Unwettereinsatz (Wasserschaden).
Bei diesen Einsätzen haben sich die Fahrzeuge und Spezialgeräte der Wehr bestens bewährt und gezeigt, daß eine modern ausgerüstete Feuerwehr der beste Schütze gegen auftretende Katastrophen darstellt und wirksame Hilfe garantiert. Dies wurde besonders bei einem Großbrand in Otzingen sichtbar.
Der Wehr wurden verschiedene Prämien für schnellen Einsatz gezahlt. Außerdem erhielt die Wehr von Behörden und Bevölkerung verschiedene Dankschreiben. Nicht zuletzt stellt dies auch ein Verdienst der Stadtverwaltung und ihres Bürgermeisters, Herrn Mangels, da, der immer ein offens Ohr für die berechtigten Belange der Wehr hat. So wurde ein neues Spezialfahrzeug (Trockenlöschfährzeug P 750) angeschafft, das die Schlagkraft der Wehr wesentlich erhöhen dürfte. Auch ist in absehbarer Zeit die Anschaffung eines modernen Großlöschfahrzeuges geplant. Herrn Bürgermeister Mangels, dem
Stadtrat, der Stadtverwaltung und auch der Bevölkerung soll an dieser Stelle Dank ausgesprochen werden.
Auch der Fanfarenzug hatte ein erfolgreiches Jahr 1964 hinter sich gebracht. Er nahm an vielen Veranstaltungen teil, so am Wettstreit in Treis an der Mosel. Dem Leiter des Zuges, Helmut Groß und dem Ausbilder der Fanfarenbläser, Otto Bach wurde herzlich für die Arbeit im vergangenen Jahr gedankt.
Der Jahresbericht besagte weiter, daß der Dienstbetrieb sehr rege war und die Übungen recht fleißig besucht würden.
Nach dem Kassenbericht durch Wehrführer Disper wurden noch 14 Punkte der Tagesordnung besprochen. Darunter der Besuch der Feuerwehr- und Musikfeste. U, a. nimmt die Wehr im Jahr 1965 am Kreisfeuerwehrfest in Görgeshausen am 19., 20. und 21. Juni mit Fanfarenzug teil. Außerdem wurde der Teilnahme an weiteren 5 Veranstaltungen mit dem Fanfarenzug durch die Versammlung zugestimmt.
Weiter wurde beschlossen, für den Fanfarenzug eine zweite Lyra anzuschaffen, sobald ein geeigneter Spieler hierfür da ist. Auch 3 Hörner sollen in Zukunft den Klang des Zuges abrunden. Weiter ist geplant, die Uniformen des Fanfarenzuges mit dem Stadtwappen zu versehen. Zugführer Groß wurde von der Versammlung beauftragt, entsprechende Angebote einzuholen.
Ferner wurde der Kauf eines Fotoapparates beschlossen, der für die Ausbildungsarbeit der Wfehr von größter Wichtigkeit sein dürfte.
Der endgültige Zeitpunkt des diesjährigen Ausfluges und auch das Ausflugsziel wurde noch nicht endgültig festgelegt. Es wurde lediglich.evtl, eine Fahrt nach Hühnfeld an der Zonengrenze in Erwägung gezogen. Außerdem ist ein Waldausflug zur Jagdhütte im Montabaurer Stadtwald in den warmen Sommermonaten geplant. Auch die Familien der Wfe.hr männei sollen daran teilnehmen.
Um eine bessere Zusammenarbeit innerhalb der Wehr zu erreichen, wurden folgende Neuwahlen bzw. Umbesetzungen vorgenommen:
Zur Unterstützung des 1. Gerätewartes wurde Erwin Pilgen- röther als 2. Gerätewart gewählt. Um eine gute Pflege der vielen Elektro-Geräte zu garantieren, wurde G. Göbel als Elektro-Wart gewählt. Als neuer Kassierer wurde Günter Tilch und als Schriftführer Otto Franz von der Versammlung gewählt.
Wehrführer Disper dankte zum Schluß den Wehrmännern für die geleistete Arbeit und bat auch im Dienstjahr 1965 treu zur Sache zu stehen, getreu dem Wahlspruch "Gott zur Ehr dem nächsten zur Wehr".
Wertvolle Fracht Tür Leprastationen
In diesen Tagen wird von einer bekannten Westerwälder Spedition wieder eine wertvolle Sendung nach Würzburg gebracht.
Von jungen Krankenpflegern des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Montabaur sortiert und in 6 großen Panzerwell' pappkartons gut verpackt, werden dem DEUTSCHEN AUSSÄTZIGEN HILFSWERK e.V. in Würzburg die bei der zweiten großen Aktion "Medikamente" gesammel' ten 320 Kilogramm Arzneimittel Antibiotica, Sulfonamide, Analgetica, Vitaminpräparate, Cortisonpräparate usw*
zur Weiterleitung an Leprastationen in Asien, Afrika und Südamerika übergeben.
Die Sammler der "Action 365" und der "CAJ" danken allen
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