Problembeschreibung / Begründung
Teilweise werden andere Einrichtungen außerhalb Montabaurs besucht, teilweise bleiben die Kinder zu Hause. Einige Kinder werden indessen auch Sondereinrichtungen für Behinderte besuchen.
Auch für das Jahr 1992/93 könnten die vorhandenen 300 Plätze nicht ausreichen, weil 304 Kinder hier gemeldet sind. Es bleibt abzuwarten, wieviele dieser Kinder zum Besuch der Kindertagesstätten in Montabaur angemeldet werden. In den kommenden Jahren sinken die Kinderzahlen. Trotzdem bestehen Zweifel, ob die vorhandenen 12 Gruppen in den 3 Kindertagesstätten in Montabaur längerfristig gesehen ausreichen. Es ist nämlich folgendes zu berücksichtigen:
a) Wenn zu Beginn des Kindertagesstättenjahres nur 23 Kinder aufgenommen werden sollen, reichen auch für 291 Kinder die vorhandenen 12 Gruppen nicht aus (291 : 23 =12,7).
b) Bis zum 01.07.1993 können sich die Kinderzahlen durch Zuzüge erhöhen.
Es ist wahrscheinlich, daß dies der Fall sein wird (Neubaugebiete).
c) Nach 1993 haben nicht nur die Kinder, die zum allgemeinen Aufnähmetermin (01.08.) das 3. Lebensjahr vollendet haben, einen Rechtsanspruch auf
einen Platz in einer Kindertagesstätte. Vielmehr sollen nach diesem
Zeitpunkt weitere Plätze geschaffen werden, um auch Kinder außerhalb des allgemeinen Aufnahmetermins aufnehmen zu können. Diese Soll-Vorschrift zwingt das Jugendamt als Planungsbehörde bei der Bedarfsplanung zur entsprechenden Vorhaltung. Bei der Bedarfsplanung ist auch die Zahl der erfahrungsgemäß vom Schulbesuch zurückgestellten Kinder zu berücksichtigen, obwohl dies in der Planungsverordnung nicht ausdrücklich erwähnt ist, da diese ebenfalls in den Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kindertagesstätte eingeschlossen sind. Für diese Kinder gibt es in Montabaur in der Joseph-Kehrein-Schule allerdings den in der Trägerschaft der Verbandsgemeinde stehenden Schulkindergarten.
d) Das Kindertagesstättengesetz sieht auch die Aufnahme von Schulkindern (nachmittags) und Kleinkindern (jünger als 3 Jahre) in Kindertagesstätten vor. Außerdem sollen verstärkt Ganztagsplätze angeboten werden.
Wenn Kinder über Mittag betreut werden, Kleinkinder und/oder Schulkinder
- Bei Gruppen mit einem überwiegenden Anteil an Ganztagsplätzen mit Mittagessen:
aufgenommen werden, reduziert sich die maximale Gruppenbelegung wie folgt:
22 Kinder
- Bei Gruppen, in die (nur) Schulkinder zusätzlich aufgenommen werden:
20 Kinder
- Bei Gruppen, in die Kleinkinder mit aufgenommen werden:
15 Kinder
Fortsetzung
Erganzungsblatt
Nr.
1
Finanzielle Auswirkungen?
X Ja'
Nein
Veranschlagung
im Verwaltungs- im Vermögenshaushalt _Haushalt
19 X 1992/93 Nein
! Ja, mit DM
iit
5430 Montabaur, 12.11.1991
Dr. Poss/el-Dölken, Bürgermeister

