Akte 
Sitzung 21. Februar 1991
Entstehung
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Drei wesentliche Schadstoffminderungstechniken stehen dabei im Vordergrund:

- der Drei-Wege-Kata!ysator;

- die Verwendung von Magergemischmotoren und;

- seiektive kataiytische Reduktion von Stickoxiden (die jedoch meist nur bei größeren Aniagen eingesetzt wird).

Negative Erfahrungen im Anfangsstadium

Negative Erfahrungen mit der BHKW-Technik aus den Anfangsjahren sind der Grund dafür, daß auch heute noch viele Verantwortliche dieser Technik zurückhaltend gegenüberstehen und damit Chancen ungenutzt bleiben.

Ende der siebziger Jahre, als diese Technik in der Bundesrepublik eingeführt wurde, hatten BHKW, wie es bei jeder neu eingeführten Technik nicht ungewöhnlich ist, mit Kinderkrankheiten zu kämpfen.

Hauptfehler war immer wieder die falsche Konzeption eines BHKW. Überdimensionierte Ver­suchsanlagen, die auf den maximalen Wärmebedarf ausgelegt waren, führten zu viel zu kurzen Laufzeiten. Nicht nur eine Unwirtschaftlichkeit war die Folge, sondern auch Motorenverschleiß und Zündkerzenfehler durch das häufige Takten, beeinflußten die Betriebserfahrungen nicht gerade positiv.

Korrekt dimensionierte Anlagen laufen mittlerweile bis zur Generalüberholung über 50.000 Stunden.

So lagen auch z.B. bei einem Modellprojekt Planungs- und Einsatzfehler vor, in dem ein BHKW den Wärmebedarf eines Wohnhauses abdecken sollte und zudem aufgrund einer restriktiven Einspeiseregelung schließlich nur noch stromgeführt betrieben war.

Durch eine Änderung der fast undurchschaubaren Heizungseinbindung, speist das BHKW nun überschüssigen Strom ein, womit nunmehr technisch und wirtschaftlich gute Werte erreicht

werden.

Restriktionen gegenüber einer BHKW-Technik hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit haben sich mittlerweile gebessert, was insbesondere die Vergütung für eingespeisten Strom und die vertrag­lichen Regelungen für Reservestrom betrifft.

Durch die neue Bundestarifordnung und nicht zuletzt durch den Druck von immer mehr Gemein­

den, die in die Rekommunalisierung der Energeieversorgung einsteigen, ist abzusehen, daß sich

die Einspeiseregelungen rapide verbessern werden.

Wirtschaftliche Vorbehalte gibt es mittlerweile kaum noch. Dies ist zurückzuführen auf die vorliegenden Erfahrungen, insbesondere auf Herstellerseite und die Konzentration auf Serien­

modelle. Somit können mittlerweile die Kosten für die einzelnen Module in Grenzen gehalten werden.

Die Entwicklung eines Ausschreibungsmusters für ein Standart-BHKW in der Schweiz soll hierbei nicht unerwähnt bleiben.

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