VERBANOSGEMEINDEVERWALTUNG Vz. (R./Bi.)-
5430 Montabaur, 01.10.1990
WASSERVERSORGUNG RECKENTHAL
- Wasserqualität -
Mehrverbrauch / Nachlaß auf Wassergeldforderungen
1. Die Versorgung mit Trinkwasser für den Ortstell Reckenthal erfolgt aus einer oberflachennahen Quelle. Die gleiche Art der Versorgung haben wir ln Wirzenborn, Bladernheim, Ettersdorf, Stahlhofen, Daubach und Untershausen und damit Im gesamten Bereich. In all diesen Orten haben wir auch ein Gußrohrnetz, das bei Straßenbauarbeiten regelmäßig erneuert wird.
2. Bel all diesen Quellen handelt es sich um ein sehr welches, kohlensäurehaltiges Wasser. Den Vorzügen, daß man sehr wenig Seife und Waschpulver benötigt
und gar keine Weichmacher, steht der Nachteil gegenüber, daß die Kohlensäure zur Inkrustierung der Gußrohre führt. Dies wiederum kann dazu führen, daß gelegentlich bei größeren Flleßgeschwlndlgkelten oder beim Spülen einer Leitung eine Rotfärbung oder Trübung des Wassers auftreten kann. Ein Umstand, der jedem Im Wasserbereich Tätigen geläufig Ist.
3. Das ln Reckenthal gelieferte Wasser entspricht exakt der DIN 2000. Es läuft übrigens seit 70 Jahren aus derselben Quelle den Reckenthälern zu.
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Aufgrund der Güte und Beschaffenheit des Wassers hat uns die Untere Wasserbehörde in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt mit Verfügung vom 11.09.1990 mltgetellt, daß sowohl die chemisch-physikalische Untersuchung als auch die Untersuchung auf Pflanzenschutzmittel für Reckenthal und alle anderen Versorgungsbereiche erst ln 1992 wieder vorgenommen werden muß.
4. Weiter geht es um die Frage, ob die Rotfärbungen oder Trübungen des Wassers öfter auftreten als ln anderen Bereichen und deshalb ein höherer Wasserverbrauch vorllegt, der einen Abschlag auf die Wassergeldforderung erlaubt.
4.1 Nach den vorliegenden Auskünften gab es ln der Vergangenheit öfter Hinweise auf eine Verfärbung oder Trübung des Wassers.

