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Ratsmitglied Schmidt (CDU) skizziert die "Vorgeschichte" zur anstehenden Ratsentscheidung auf. Sie betont die besondere Bedeutung der Errichtung des Dorfgemeinschaftshauses für das Vereins- und Dorfleben. Schmidt plädiert namens der CDU-Fraktion für eine Auftragsvergabe auf der Grundlage des Planes "Stende- bach" entsprechend dem von der Verwaltung vorgelegten Beschlußvorschlag.
Ratsmitglied Bacher (SPD) bedauert, daß es nicht möglich war, mit der angrenzenden Nachbarverbandsgemeinde ein gemeinsames Projekt "Dorfgemeinschaftshaus" zu realisieren. Da zum Kostenrahmen ursprünglich andere Summen genannt worden seien, regt Bacher an - wie bereits in nichtöffentlicher Sitzung angesprochen -, vor einer abschließenden Auftragserteilung zunächst noch zu prüfen, ob bei einer Fertigbauweise ggf. noch Kosten eingespart werden könnten. Er beantragt namens der SPD-Fraktion, bei der in nichtöffentlicher Sitzung genannten Firma zunächst noch anzufragen, ob eine gleichartige Halle mit wesentlich geringeren Kosten erstellt werden könne. Zur Beantwortung solle der betreffenden Firma eine Frist von ca. 3 Wochen eingeräumt werden. Falls hierauf kein befriedigendes Ergebnis vorliege, könne dann mit dem Bau entsprechend dem Beschlußvorschlag der Verwaltung begonnen werden.
Ratsmitglied Schweizer (FWG) spricht sich namens der FWG-Fraktion für den vorliegenden Beschlußvorschlag aus. Die Stadtteile Eschelbach, Horressen und Eigendorf hätten Dorfgemeinschaftshallen; eine entsprechende Einrichtung fehle im Gelbachtal, da bisher in den Dörfern die Gastwirtschaften entsprechende Räume vorhielten. Nun sei jedoch die Kommune gefordert. Angesichts der kalkulierten Kosten, die fremdzufinanzieren seien, begrüßt Schweizer den Eigenleistungsanteil der Ettersdorfer Bürger. Er stellt darüber hinaus in Aussicht, für die Inneneinrichtung einen Spender an der Hand zu haben, der voraussichtlich einen Betrag von 60.000 DM abdecken werde.
Ratsmitglied Lorenz (BfM) stimmt ebenfalls dem vorliegenden Beschlußvorschlag zu. Der Umfang der Investition sei gerechtfertigt. Er weist darauf hin, er habe bereits 1993 bei der Haushaltsberatung einen Antrag gestellt, die Mittel für das Dorfgemeinschaftshaus Ettersdorf auf 700.000 DM aufzustocken. Lorenz begrüßt die Eigenleistung von ca. 15 % der Gesamtkosten und betont, die vorliegende Planung bringe eine optimale Lösung.
Der Vorsitzende schließt die Grundsatzausführungen mit dem Hinweis, daß die Verwaltung bereits vor 1990 Möglichkeiten für eine Dorfgemeinschaftseinrichtung erörtert habe. In dem Verfahren sei die Bürgerbeteiligung von besonderer Bedeutung gewesen. Bei einem auch beachtlichen Verwaltungsaufwand sei nun abschließend in der Angelegenheit zu beschließen.
In einer weiteren Diskussion zum vorliegenden Antrag der SPD-Fraktion beschließt der Stadtrat auf Antrag von Ratsmitglied Lorenz (BfM) einstimmig, Herrn Stende- bach, Ettersdorf, als fachkundigen Bürger Stellung nehmen zu lassen.
Nach einer Erörterung über die Vergleichbarkeit der Baumaterialien und Bauweisen nimmt Ratsmitglied Bächer (SPD) den zu diesem Tagesordnungspunkt eingangs gestellten Antrag zurück.
Beschlüsse:
1. Der Stadtrat beschließt, in Ettersdorf auf der Grundlage der mit den Bürgern erstellten Planung (Plan "Stendebach") ein Dorfgemeinschaftshaus zu errichten. Den Auftrag für die schlüsselfertige Erstellung des Gebäudes erhält entsprechend ihrem Angebot vom 16.02.1994 die Firma Diel, Stahlhofen (Anlage Nr. 2) . Der Beschluß steht unter dem Vorbehalt, daß vor Baubeginn

