10 -
8. Prof. Dipl. Ing. Architekt Bredow
Der Vorsitzende des Preisgerichtes nennt noch einmal die wichtigsten Beurteilungskriterien für die Bewertung der Planentwürfe. Es habe sich herauskristallisiert, daß die Raumkanten und die Platzformen im Bereich der Innenstadt von Montabaur keiner umfangreichen Einmöblierung im verkehrsberuhigten Bereich bedürfen.
Ratsmitglied Bacher (SPD) fragt den Vorsitzenden des Preisgerichtes nach seinen Erfahrungen im Bereich bereits durchgeführter verkehrsberuhigter Maßnahmen. Er möchte wissen, ob damit zu rechnen ist, daß nach dem Ausbau der Kirchstraße Ladenpächter aus ihren Geschäften vertrieben werden, weil sie die höheren Mieten nicht mehr zahlen können. Er äußert Bedenken, der Plan der Planungsgruppe Darmstadt erfülle nicht alle Kriterien, die an den Wettbewerb gestellt wurden. Der vorgelegte Plan ermögliche es den Mitgliedern des Stadtrates nicht, sich ein Bild von der geplanten Fußgängerzone zu machen. Zur Arbeit der Planungsgruppe Darmstadt stellt Prof. Bredow fest, grundsätzlich sei für die Beurteilung eines Planes nicht der gewählte Maßstab der zeichnerischen Darstellung ausschlaggebend. Jeder Planung liege eine geistige Arbeit zugrunde, der gegenüber das maschinelle Anfertigen der Planunterlagen nachrangig sei. Man habe die Planung der Planungsgruppe Darmstadt im Preisgericht diskutiert und sei der Meinung gewesen, daß die vorliegende Arbeit beurteil bar ist. Prof. Bredow ist nicht der Meinung, daß der Planverfasser die Aufgabe verfehlt habe. Er habe nur etwas weniger gezeichnet und sei den Gedanken der Stadt Montabaur nicht in allen Teilen gefolgt.
Zu den Auswirkungen der Anlegung einer Fußgängerzone führt Prof. Bredow aus, die negativen Folgen, daß z. B. die Mieten und Grundstückspreise steigen, sei eine Frage, die von den politischen Gremien zu entscheiden sei. Er könne hierzu keine weiteren Angaben machen.
Ratsmitglied Höhn (FWG) fragt nach Erfahrungswerten über die Auswirkungen einer Fußgängerzone auf die verschiedenen Geschäftszweige in diesem Bereich.
Prof. Bredow erklärt, daß er diese Frage nicht beantworten kann.
Der I. Beigeordnete Dr. Hütte (CDU) erklärt, er könne sich persönlich ebenfalls für einen Standort des Brunnens vor der Gaststätte "Wicküler" erwärmen. Er fragt an, warum das Preisgericht den Brunnen vor dem "Haus Gröninger" vorgeschlagen habe. Prof. Bredow antwortet, das Preisgericht habe verständlich machen wollen, daß der Große Markt schon sehr schön sei. Um den Platz nicht zu verstellen, habe man den Standort an dieser Stelle vorgesehen. Dr. Hütte (CDU) sieht einen Brunnen auf dem Kleinen Markt als eine architektonische Bereicherung an.
Ratsmitglied Kram (CDU) weist bezüglich der Frage von Ratsmitglied Höhn (FWG) nach den Auswirkungen für die unterschiedlichen Geschäftsbranchen darauf hin, daß man anläßlich der Besichtigungen der Fußgängerzonen intensive Gespräche mit den Anliegern geführt habe. So sei in verchiedenen Geschäftszweigen ein Rückgang der Geschäfte, in anderen Bereichen dagegen eine positive Entwicklung zu verzeichnen gewesen. Eine Anregung für eine diesbezügliche Untersuchung habe "Montabaur aktuell" nicht aufgegriffen.
Auf Frage von Ratsmitglied Diehl (CDU) spricht sich Prof. Bredow gegen die Installierung einer festen Bühne vor dem Rathaus aus, da ein gemauertes mehrstufiges Podest das Bild des Großen Marktes sehr negativ verändere.
ung vom
2.1985
-P.JX
[""*H
ig vom
.1985
P.IX
) vom -z 1985 IX
g vom 1985 . IX
I vom n 198$ _IX
<
vom i 1985 IX
vom
)85
IX
3m
5
(
11 -

