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Öffentliche Sitzung Tagesordnungspunkt:
Wahl eines hauptamtlichen Bürgermeisters für die Verbandsgemeinde und die Stadt Montabaur
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über die Wahl des Bürgermeisters wi'rd eine gesonderte Wahlniederschrift gefertigt, die diesem Protokoll als Anlage beigefügt ist.
Mitglied des Verbandsgemeinderates Becker (CDU) trägt bei der Begründung seines Wahl Vorschlages, Dr. Paul-Josef Possel-Dölken zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde und der Stadt zu wählen, folgendes vor:
Er unterbreite den Wahl Vorschlag im Namen der CDU-Fraktionen und SPD-Fraktionen des Verbandsgemeinde- und Stadtrates, der Ratsmitglieder der FDP im Verbandsgemeinde- und Stadtrat, der FWG-Fraktion des Stadtrates und des fraktionslosen Ratsmitgliedes Tilo Plüschke. Ratsmitglied Becker verweist auf die zahlreichen Gespräche und Verhandlungen mit allen Fraktionen und Gruppierungen des Verbandsgemeinde- und Stadtrates. Man habe es sich bei der Auswahl des Bürgermeisterkandidaten nicht leicht gemacht. 20 Bewerber seien "unter die Lupe" genommen worden, und man habe mehr als 100 Referenzen eingeholt. Einige Bewerber habe man mehrmals zu persönlichen Gesprächen eingeladen. Die Gespräche und Verhandlungen mit allen Gruppierungen des Verbandsgemeinde- und Stadtrates hätten in einem guten Klima stattgefunden und seien offen und fair geführt worden. Bei allen Beteiligten habe die Absicht im Vordergrund gestanden, einen guten Bürgermeister für die Verbandsgemeinde und Stadt zu finden. Daß man heute nur noch einen Kandidaten zur Wahl vorschlage, zeuge von einem guten Miteinander innerhalb der Räte, aber auch zwischen Stadt- und Verbandsgemeinderat. Dies sei durchaus keine Selbstverständlichkeit. Ratsmitglied Becker dankt allen Fraktionen und Gruppierungen des Verbandsgemeinde- und Stadtrates, aber auch den Ortsbürgermelstern, für ihre kooperative Haltung. Sein besonderer Dank gilt der SPD-Fraktion des Stadtrates, die vor der Personalentscheidung der CDU-Fraktion ihre Bereitschaft signalisiert habe, jeden der beiden Kandidaten, die zum Schluß bei den CDU-Fraktionen in der engeren Wahl standen, mitzuwählen. Damit habe man die Erneuerung der Personalunion ermöglicht und der CDU die Chance gegeben, ihre Personalentscheidung frei zu treffen. Bei der Auswahl des Bürgermeisterkandidaten habe sich die parlamentarische Demokratie bewährt. Es habe sich gezeigt, daß die Parteien und Gruppierungen in der Lage seien, die Gemeinsamkeit in den Mittelpunkt des Handelns zu stellen, wenn es darum gehe, wichtige Entscheidungen im Interesse der Bürger zu treffen.
Mit der Wahl eines neuen Bürgermeisters beginne eine neue Aera der Bürgermeistergeschichte der Verbandsgemeinde und der Stadt Montabaur. Der verstorbene Bürgermeister Wilhelm Mangels habe die Geschichte des ersten Jahrzehntes der Verbandsgemeinde im wesentlichen mit geschrieben und der Stadt Montabaur in den letzten 19 Jahren seinen Stempel aufgedrückt. Wilhelm Mangels habe die Stadt Montabaur und das Umland entscheidend mitgestaltet. Er habe vieles bewegt, und dafür gebühre ihm der Dank der Räte. Der neue Bürgermeister könne auf eine gute Grundlage aufbauen. Er übernehme eine Verbandsgemeinde und Stadt ohne allzu große Probleme und mit geordneten Finanzen. Viele Aufgaben seien in den vergangenen Jahren gelöst bzw. in Angriff genommen worden. Dennoch habe der neue Mann viel zu tun.
Daß er sich bei der Wahl auf eine breite Basis stützen könne, sei ein gutes Zeichen. Dr. Possel-Dölken bringe die persönlichen und fachlichen Voraussetzungen für die sicher nicht leichte und dennoch schöne Aufgabe mit, die Verbandsgemeinde und Stadt Montabaur weiter zu entwickeln.
Wie aus der als Anlage beigefügten Wahlniederschrift ersichtlich ist, wird Dr. Paul-Josef Possel-Dölken mit 55 Ja-Stimmen, 6 Nein-Stimmen und 1 Stimmenthaltung zum hauptamtlichen Bürgermeister der Verbandsgemeinde und Stadt Montabaur gewählt. Auf Befragen der Vorsitzenden Anne Mertin erklärt Dr. Possel-Dölken, er nehme die Wahl an.
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