Akte 
Sitzung 15. Dezember 1977
Entstehung
Einzelbild herunterladen

) vor <.

ich heute

rfcld

fiel mich tiefe Treuer ob eines Hauses, das noch lange nicht zu sterben brauchte. Und meine Augen hafteten auf zwei Klein­ode in nächster Nähe, die alte kurfürstliche Kellnerei (Haus Bodenmüllcr) und auf dem mit festen Dalken aufgeführten einsti*

Gasthaus "Zum Hl. Geist" (Geschwister Sode) in der Wcrbhau^-^ Sch^n h-ute ricate ich nie bitte au aira Stadtrata ca für zu

sorgen, daß diese Häuser der Stadt erhalten bleiben. Sie dürften beide im gleichen Alter stehen.

Die Kclinerei soll in diesen Tagen in den Besitz einer Frau aus * Maitiz übergegangen sein, die hoffentlich nicht daraus eine

Iferberge machen läßt, die dann ebenfalls mit der Zeit baufällir- und abgerissen wird.

Die Kclinerei oder Kellerei des Erzbischofs und Kurfürsten von Trier stand seit der ältesten Zeit in der Juiongassc. Vom Kellner wurden die Abgaben der Landbevölkerung dort eingesammelt und verwahrt.

Am. Februar 1587 verkaufte Erzbischof Johann VII.von Trier die Kellnerei für 400 Taler seinem damaligen Kellner Peter Koch. Schon viele Jahre früher war die Kellnerei ins Schloß verlegt worden. Die Gasthalterei geriet nach dem Dreißigjährigen Krieg in Abgang und wurde als Werbhaus genutzt.

In Kurtrier gab es neben den Schankwirtschaften Gasthaltereien, in denen Reiter, Pferde und Kutschen für die Nacht ein Unter­kommen fanden. Sie hatten neben der Accise noch einen festen jährlichen Betrag an die Kellerei zu zahlen.

Nun möchte ich noch eine persönliche Bitte anbringen.

Ein sehr alter Straßennamen in Montabaur ist die Judengasse, der in vielen Urkunden bezeugt wird. Am 24. Mai llß8 beschloß der damalige Stadtrat die Umbenennung dieser Straße in Elisabethen straße. Wäre es nicht ratsam, dieser Straße wirder den alten Namen Judengassc zu geben?