Akte 
Sitzung 27. Februar 1986
Entstehung
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Bürgermeister Dr. Possel-Dölken führt aus, diese Lösungsmöglichkeit habe den Nachteil, daß die Zusammenführung des Verkehrs der Kirchstraße und der Gelbach- straße relativ nah am Kreuzungsbereich erfolge. Dipl.-Ing. Jansen habe als Al­ternative eine Straßenführung unmittelbar entlang des alten Finanzamtgebäudes erarbeitet. Dies würde aber bedeuten, daß man die drei vorhandenen Kastanien aufgeben und eine Neubepflanzung etwas näher am Finanzamt vornehmen müsse. Als Vorteil dieser Lösung stellt Bürgermeister Dr. Possel-Dölken heraus, daß die Einmündung etwas weiter vom Kreuzungsbereich liege. Darüber hinaus verbessere sich dadurch die Platzwirkung vor dem alten Finanzamt. Da noch keine abschließenden Gespräche mit der Finanzverwaltung stattgefunden hätten, könne über die Verfüg­barkeit der Flächen vor dem Finanzamt keine endgültige Auskunft erteilt werden. "9 vom

In der heutigen Sitzung gehe es um die Entscheidung, ob die letztgenannte Vari- ^1986

ante in den Verhandlungen mit der Finanzverwaltung weiterverfolgt werden soll. -

Bürgermeister Dr. Possel-Dölken teilt dem Stadtrat den Inhalt des Schreibens

des Anliegers "Kortus" aus dem Bereich der Kirchstraße mit, wonach ein vor seinem i vom

Hause vorgesehener Baum zu viel Fassadenfläche verdecken würde. 986

Für die CDU-Fraktion nimmt Ratsmitglied Manns Stellung zur vorgelegten Planung für den weiteren Ausbau der Fußgängerzone.

In der Ecke Elisabethenstraße/Kirchstraße müsse der Standort des dort geplanten vom

Baumes so gewählt werden, daß keine Beeinträchtigung des fließenden Verkehrs 986

zu befurchten ist. Für die Gestaltung des Bereiches zwischen dem Kirchplatz IX

und der Kreuzung Kolpingstraße/Gelbachstraße bevorzuge die CDU-Fraktion eine Straßenführung entlang des Finanzamtes, da dies erhebliche Vorteile hinsichtlich der Verkehrsführung habe. Vor der Ampelanlage sei man auf einen möglichst großen vom Stauraum angewiesen, der bei einer Beibehaltung der Straßenführung nicht oder ^86

nur in geringem Umfang vorhanden wäre. }IX

Ratsmitglied Manns (CDU) stellt heraus, seine Fraktion wolle auf jeden Fall vermeiden, daß unter den Bäumen Parkplätze angeordnet werden. Außerdem sei vor dem Haus "Lenaif" eine ausreichende Möblierung vorzusehen. Unter Umständen sollte in diesem Bereich ein Fahnenmast angeordnet werden. vom

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Zu den drei vorhandenen Kastanienbäumen führt der CDU-Sprecher aus, es sei sicher- IX lieh bedauerlich, wenn diese Bäume geopfert werden müßten. Man habe aber schon im Herbst 1984 darüber beraten, ob die Kastanien nicht wegen Krankheit ent­fernt werden müßten. Die Verkehrsführung dürfe nicht vom Bestand dreier Bäume ,

abhängig gemacht werden, die ohnehin über keine hohe Lebenserwartung mehr verfüg- pom

ten, zumal die Anpflanzung neuer Bäume vorgenommen werde. }6

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Ratsmitglied Manns (CDU) erklärt, zur Gestaltung des Brunnens erhoffe man sich die Unterstützung von seiten der Bevölkerung.

Ratsmitglied Widner (SPD) schlägt zum Verfahren der Beteiligung der Bürger bei der Gestaltung des Brunnens auf dem Großen Markt vor, ihm erscheine es sinnvoller, wenn der Stadtrat eine Vorauswahl von etwa 5 Brunnen treffe und die Bevölkerung nach einer Besichtigung in der Bürgerhalle über diese Vorschläge entscheide. Ansonsten bestehe die Gefahr, daß zu viele Gestaltungsvorschläge eingehen. Rats­mitglied Widner (SPD) führt weiter aus, seine Fraktion vertrete die Auffassung, die Kastanien vor dem alten Finanzamt so lange wie möglich zu erhalten. Im Zu­sammenhang mit dem Votum eines Anliegers gegen einen Baum vor seinem Anwesen warnt der SPD-Sprecher davor, die Anlieger über die Standorte in der Fußgängerzone zu befragen.

Für die FWG-Fraktion stellt Paul Heinz Schweizer fest, da der Ausbau der Fuß­gängerzone auf längere Sicht zu sehen sei, komme für seine Fraktion nur eine Straßenführung entlang des Finanzamtgebäudes in Betracht. Zwar sei es bedauer­lich, daß drei alte Kastanien weichen müßten, auf der anderen Seite würden aber wieder Bäume angepflanzt. Diese Verkehrsplanung habe neben einem Mehr an Grün den weiteren Vorteil, daß bedingt durch die Verkehrsführung über die Gelbachstraße

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