Punkt 1/1, ohne Vorlage
Vortrag über Gestaltungsmaßnahmen im Altstadtgebiet
Zu diesem Punkt nehmen Herr Architekt Rittmannsberger, Darmstadt, und sein Mitarbeiter, Herr Dipl.-Ing. Noll, an der Sitzung teil. Gegenstand der Erörterung Ist die Gestaltung der Altstadt von Montabaur Im Rahmen der Altstadt- sanlerung. Bürgermeister Mangels erinnert ln seiner einführenden Rede daran, daß es dem Willen der Mehrheit des Stadtrates entspricht, daß zur Lösung der Fragen bezüglich der Gestaltung des Altstadtberelches ein Fachmann zu Rate gezogen werden soll. So hat bereits ln einer früheren Sitzung des Stadtrates ein Architekt seine Vorstellungen über die gestalterischen Maßnahmen Im Rahmen der Altstadtsanlerung vorgetragen.
Das Architektenbüro Rittmannsberger hat sich auf die Altstadtsanlerungen spezialisiert. Zur Veranschaulichung seines Vortrages zeigt Herr Rittmannsberger ca. 40 Dias, die zum einen Besonderheiten der Stadt Montabaur bildhaft machen und zum anderen einen Überblick über bereits realisierte Vorhaben durch das Architektenbüro Rittmannsberger geben. Herr Rittmannsberger betont die Notwendigkeit, daß verändernde Maßnahmen an Gebäuden Im Altstadtgeblet, Insbesondere die Gestaltung der Außenfassade, abgestimmt werden müssen mit den Vorhaben der Nachbarn und mit den Planungen der Stadt.
Nach den Vorträgen von Herrn Rittmannsberger und Herrn Noll erfolgt eine Diskussion über Fragen der Altstadtsanlerung.
Ratsmitglied Dr. Hütte (CDU) regt an, den hinteren Rebstock ln das Sanierungsverfahren mit einzubeziehen. Herr Rittmannsberger erläutert, daß ln Fachkreisen die Tendenz dahingeht, die förmlich festgelegten Sanierungsgebiete so klein wie möglich zu halten. Dem Sanierungsverfahren muß nämlich eine vorbereitende Untersuchung vorausgehen, deren Ergebnisse umso früher überholt und damit fortschreibungsbedürftig sind, je größer das Sanierungsgebiet Ist. Es sei also sinnvoll, die Sanierungsgebiete nicht so groß auszuweisen, zumal die Fortschreibungen der vorbereitenden Untersuchungen sehr kostspielig seien. Außerdem sei zu berücksichtigen, daß angesichts der schlechten Finanzlage bei Bund und Ländern die Bereitschaft zur Anerkennung neuer Sanierungsgebiete und damit zur finanziellen Förderung der Sanierungsmaßnahmen zusehendsabnehmen.
Aus der Diskussion ergibt es sich, daß es für notwendig gehalten wird, die Hauseigentümer Im Altstadtgeblet bei Umbaumaßnahmen, Insbesondere bei der Gestaltung der Außenfassade,zu beraten und so die Vorstellungen des Stadtrates ln diese Maßnahmen elnflleßen zu lassen. In diesem Zusammenhang wird auch auf die Satzung über die Erhaltung von Gebäuden Im historischen Teil der Stadt Montabaur hingewiesen. Wenn diese Satzung rechtswirksam geworden Ist, hat die Stadt die Möglichkeit, Einfluß auf die Umbauten u. ä. Maßnahmen Im Altstadtberelch zu nehmen.
Da u. U. eine Beauftragung des Planungsbüros Rittmannsberger erfolgen soll, fragt Bürgermeister Mangels, ob nicht für das Architektenbüro Rittmannsberger Probleme angesichts der räumlichen Entfernung zwischen Darmstadt und Montabaur entstehen. Herr Rittmannsberger antwortet darauf, daß man es gewohnt sei, auch zu weiter entfernt liegenden Projekten zu fahren. Im übrigen lasse es sich durch eine sinnvolle Koordination der Termine ermöglichen, daß mehrere Besprechungen an einem Tag stattfinden und so unnötige Kosten durch mehrmaliges Pendeln zwischen dem Projektort und dem Sitz des Architektenbüros zu vermelden.

