Akte 
Sitzung 29. Januar 1976
Entstehung
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Der CDU-Fraktionsvorsitzende, Herr Dr. Paul Hütte, spricht sich dafür aus, daß PKW's grundsätzlich aus dem Wald herausgehalten werden sollen. Es sei jedoch andererseits für einen geregelten Spielbetrieb förderlich, wenn zumindest eine begrenzte Anzahl von Wagen direkt an die Tennisanlage heranfahren kann.

Eine evtl. Zustimmung des Stadtrates könne jedoch nur unter folgenden Auflagen erfolgen:

1. Die Erweiterung für die Parkplätze beschränkt sich auf zwei Fichtenreihen, die unter Aufsicht der Forstverwaltung eingeschlagen werden.

2. Zur Absicherung gegen Sturmschäden und eine damit ungewollt hervorgerufene Erweiterung des Parkplatzes wird der anstehende Waldrand durch Wipfelköpfung gegen Sturmschaden gesichert.

3. An der Waldfeldgrenze wird eine feste verschließbare Schranke befestigt. Diese wird bei größeren Veranstaltungen geschlossen, so daß der beantragte Parkplatz nur für den üblichen normalen Spielbetrieb benutzt werden kann.

4. Bei evtl. Zustimmung darf die Stadt Montabaur zu keiner Zeit für Schäden an Fahrzeugen der Besucher der Tennisanlage haftbar gemacht werden.

5. Eine endgültige Vermessung der Fläche, einschließlich des evtl. Parkplatzes hat zu erfolgen. Der Erbbauvertrag ist sodann abzuschließen.

6. Sämtliche aus der Anlage der evtl. Parkplätze resultierenden Kosten und Folge­kosten hat der Tennisclub Schwarz-Weiß Montabaur zu tragen.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende, Herr Gerhard Stühn, spricht sich namens seiner Fraktion gegen die Schaffung der Parkplätze aus. Die Parkplätze neben dem Haus des Schwimm­meisters könnten für die Besucher der Tennisanlage zur Verfügung gestellt werden.

Den Benutzern der Tennisanlage sei es zuzumuten, dieses letzte Wegstück zu Fuß zu­rückzulegen. Außerdem befürchte man, daß aus den beabsichtigten 24 Parkplätzen im Laufe der Zeit 40 oder mehr würden.

Die Erhaltung des Baumbestandes sowie das Bemühen, Kraftfahrzeuge aus den Wäldern herauszuhalten, stehe hier leider der andererseits auch grundsätzlich notwendigen Unterstützung von Vereinen gegenüber.

Da sich die SPD-Fraktion gegen die Anlage der beantragten Parkplätze im Wald aus­spricht, kommt eine Übereinstimmung nicht zustande.

Die anschließende Abstimmung über den Antrag des Tennisclubs auf Ausbau der Park­plätze bringt 14 Ja- und 7 Neinstimmen. Somit wird dem Antrag des Tennisclubs unter Beachtung der vorgenannten sechs Auflagen zugestimmt.

Ratsmitglied König (CDU-Fraktion) hat in seiner Eigenschaft als Vorstandsmitglied des Tennisclubs wegen Sonderinteresse gemäß § 22 der GemO an der Beratung und Be­schlußfassung nicht teilgenommen. Da es sich um eine öffentliche Sitzung handelt, hat er in dieser Zeit im Zuhörerraum Platz genommen.

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