Akte 
Sitzung 05. Juni 1974
Entstehung
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im Sinne der Aufgabenstellung des Kolpinghauses weitergeführt wird. Das bedeutet, daß von den bei anderen Soldatenheimen üblichen Regelungen über Schließungszeiten und Mittagstisch abgewichen wird. Ebenso muß das Benutzungsrecht der Stadt be­züglich der Halle vertraglich gesichert werden.

Eindeutig wird geäußert, daß die Stadt Montabaur zu einer finanziellen Beteiligung an dem Projekt nicht bereit ist, wenn ihre Interessen in der Planung und Organisation des Soldatenheimes nicht eindeutig berücksichtigt werden.

Nach abschließenden Äußerungen und Diskussionen der Ratsmitglieder sowie der Gäste werden die unterschiedlichen Auffassungen bezüglich der Bewertung beider Modelle deutlich. So erklärt u. a. das Ratsmitglied Dr. Hütte, daß von der inneren Ausstattung her dem Entwurf des Architekten Seuring der Vorzug zu geben ist, daß jedoch von der Außengestaltung her beide Entwürfe einfaltslos seien.

Das Ratsmitglied Roos spricht sich wegen der besseren inneren Ausstattung des Entwurfes für den Entwurf Seuring aus. Ebenso äußert sich das Ratsmitglied Manns.

Herr Pfarrer Niederberger erklärt, daß von dem inneren Raumprogramm her das Modell Seuring besser gelöst ist, gibt jedoch wegen der besseren äußeren architektonischen Lösung dem Modell Petry den Vorzug. Ebenso äußert sich Herr Kunst als Vertreter der Kolpingfamilie. Das Ratsmitglied Witte erklärt, daß er sich eindeutig für den Vorschlag Petry entscheiden wird, ebenso äußern sich die Ratsmitglieder Fresenius und Wolf.

Der Vertreter der KAS, Herr Pfeiffer, spricht sich eindeutig für das Modell Seuring aus. Als Vertreter des Bauamtes erklärt Herr Bauamtsrat Kaltenhäuser, daß von der städtebaulichen Lösung her dem Modell Petry der Vorzug zu geben ist, jedoch die innere Aufteilung des Modells Seuring besser gelöst sei.

Die sich anschließende Abstimmung ergibt folgendes Bild:

Für den Entwurf Seuring stimmen 9 Ratsmitglieder, für den Entwurf Petry stimmen 13 Ratsmitglieder. Ein Ratsmitglied enthält sich der Stimme.

Es besteht Einigkeit im Rat, der KAS das Ergebnis der Sitzung in folgender Form mitzuteilen:

1. Die Stadt Montabaur wünscht grundsätzlich eine gemeinsame Planung des Soldatenheimes in Verbindung mit der Stadthalle.

2. Im Stadtrat ist im Sinne einer Empfehlung eine Entscheidung für den Entwurf des Architekten Petry getroffen worden.

3. Vor einer endgültigen Aussage über die finanzielle Beteiligung der Stadt muß durch Vorlage vertraglicher Vereinbarungen bei Abwägung des beiderseitigen Interesses das künftige Rechtsverhältnis sowie die

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