Akte 
Sitzung 26. November 1987
Entstehung
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daß dies durch die vorangegangenen Aussagen von Ratsmitglied Widner nun ver­anlaßt wurde. Nach Versendung seines Schreibens an Herrn Dr. Jungbluth habe er entgegen sonstiger Gepflogenheiten die Fraktionsvorsitzenden nicht durch Über­lassung einer Abschrift von diesem Vorgang informiert, einzig und allein unter dem Gesichtspunkt, daß sich die Kritik nicht gegen Mandatsträger des Stadtrates, des Verbandsgemeinderates oder des Kreistages richtete. Nach den Aussagen in der heutigen Sitzung müsse er nun zu dem Schluß gelangen, daß, nachdem sich auch die SPD-Fraktion des Stadtrates vom Inhalt des genannten Schreibens betroffen fühle, sich diese auch mit dem solidarisiere oder einverstanden erkläre, was Herr Dr. Jungbluth zum Ausdruck gebracht habe. In einer sich anschließenden ausführli­chen Stellungnahme berichtete der Vorsitzende über die Geschehnisse, die ihn zur Abfassung des Schreibens vom 13. 11. 1987 veranlaßten. Er bringt dabei unmißverständlich zum Ausdruck, daß Mißdeutungen in der Form von Maßregelun­gen gegenüber anderen politischen Mandatsträgern ungerechtfertigt sind und aus seiner Sicht auch nicht gewollt waren. Im übrigen sehe er keine Veranlas­sung, auch nur eine einzige Passage aus seinem Schreiben zu widerrufen. Er - so Bürgermeister Dr. Possel-Dölken - stehe nach wie vor zum Inhalt dieses Schreibens. Daß er Herrn Dr. Jungbluth mit der Anschrift "Kreisverband der Jungsozialisten Herrn Dr. Uli Jungbluth..." angeschrieben habe, begründe sich mit der Tatsache, daß Herr Dr. Jungbluth unter Verwendung eines Briefbogens des Kreisverbandes der Jungsozialisten öffentlich Kritik gegen die Herausgabe des vorerwähnten Bildbandes gerichtet habe. Im übrigen habe er sich nicht als Privatmann oder Bürgermeister der Stadt, sondern als stellv. Vorsitzender des Fremdenverkehrsvereins Westerwald veranlaßt gesehen, Stellung zu beziehen zu den erhobenen Vorwürfen zur Herausgabe des Bildbandes aus dem Jahre 1937. Herr Jungbluth habe den Vorstand des Fremdenverkehrsvereins in schwerwiegender Weise beleidigt und die von Herrn Widner kritisierten Passagen aus dem Antwortbrief seien - leider - eindeutig belegbar durch verschiedene öffentliche Erklärungen von Jungsozialisten aus den vergangenen Jahren.

Abschließend stellt der Vorsitzende nochmals fest, daß er keine Veranlassung habe, sich gegenüber der SPD-Fraktion im Stadtrat zu entschuldigen, da dies jeglicher Grundlage entbehre.

5430 Montabaur, 5. Januar 1988

Schriftführer:

Ratsmitglied Kram:

chweizer:

Vorsitzender:

Ratsmitglied Widner: