Akte 
Sitzung 15. April 1971
Entstehung
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wiedern, daß dies geschehen ist, da jedoch beide Versorgungsein­richtungen die Anzahl der Abnehmer zur Zeit noch nicht wissen können, werde es auch hier zwangsläufig zu einem nachträglichen Aufreißen des Bürgersteiges kommen. Eine solche Maßnahme wird zwar von vielen Bürgern der Stadt mit Kopfschütteln bedacht, könne aber unter keinen Umständen als Fehlplanung gewertet werden.

In diesem Zusammenhang wird nochmals auf die Vorteile des Verbund­steinpflasters hingewiesen.

e) Mutterboden für die Gräber des Friedhofes (Ratsmitglied Straub)

Ratsmitglied Straub regt an, 2 Wagen Mutterboden in die Nähe des Friedhofes zu fahren, um den Angehörigen Gelegenheit zu geben, die abgesunkenen Gräber aufzufüllen bzw. auszubessern. Diese An­regung wird befolgt.

f) Hinweistafel zum neuen Parkplatz "Kalbb Wiese" (Ratsmitglied Straub)

Es werden die nach der Straßenverkehrsordnung vorgeschriebenen Schilder aufgestellt.

g) Eingemeindung der Gemeinde Reckenthal (Bürgermeister Mangels)

Der Vorsitzende berichtet über einen Besuch bei der Gemeindever­tretung Reckenthal am 20. 4. 1971* Bei diesem Besuch wurde haupt­sächlich über die Möglichkeiten eines Auseinandersetzungsvertrages gesprochen.

Bei einer Eingemeindung würde die Gemeinde Reckenthal drei große Probleme mitbringen:

1* die Wasserversorgung sei wegen des schlechten bzw. aggressiven Wassers nicht zufriedenstellend,

2. die Schule von Reckenthal wird sehr wahrscheinlich aufgegeben,

es entsteht nun die Frage, was mit diesem Vermögen geschehen soll, um die zinsmäßige Belastung der Gemeinde so niedrig wie möglich zu halten,

3. die Gemeinde Reckenthal hat sich innerhalb eines Jahres um ca.^ 40.000,-- DM verschuldet. Diese Summe war nötig, um Hochwassern und Wildwasserschäden innerhalb des Gemeindegebietes zu beseitigen.

Der Vorsitzende weist bereits jetzt auf diese Probleme hin.

h) Ausgleichsmaßnahmen für Städte, die nicht mehr Sitz des Landrats- amtes sind (Bürgermeister Mangels)

Der Vorsitzende verliest ein Rundschreiben des Städtverbandes zu diesem Fragengebiet. In diesem Rundschreiben wird auch auf dem Weg­gang der Bez.-Regierung aus Montabaur hingewiesen, der jedoch durch den Verkauf des Schlosses an die Genossenschaftskasse in Frankfurt zur Errichtung einer ständigen Akademie in etwa abgegolten sei.

Erwähnt sind auch die Bestrebungen, das Kreiswehrersatzamt wieder in unsere Stadt zu verlegen.

Der Vorsitzende bittet, in den Fraktionen die Auffassung hierüber zu überprüfen.

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