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Sitzung v. 18.2.1971 VI.Leg.P.
VJL
Nichtöffentliche Sitzung
Punkt 1, Vorlage Nr. 1Ö2
Beratung und Beschlußfassung über die Beibehaltung, ggfs. Änderung des Vergabeauftrages für die neue Turnhalle
Der Vorsitzende weist auf ein Schreiben des Herrn Kittner hin, welches bereits in der letzten Stadtratsitzung verlesen wurde.
Aus diesem Brief geht hervor, daß er die nach seiner Meinung nicht voraussehbaren Preissteigerungen durch ein Zugeständnis des Stadtrates in Höhe von 15 % von dem bisherigen Festpreis in Hghe von 823.000,-- DM abfangen will. Nachdem in der letzten Stadtratsitzung die Herren Kittner und Petry persönlich ihre Argumente vorgetragen haben, soll nunmehr in der heutigen Sitzung eine Entscheidung gefällt werden. Dem Stadtrat liegt eine schriftliche Gegenüberstellung der konkurrierenden Firmen Dyckerhoff und Wittmann und Dr. Krieger (ibako) vor. Herr König stellt fest, daß die Argumente der Herren Kittner und Petry bei deren letztem Besuch die CDU-Fraktion nicht überzeugen konnten, daß die Forderungen dieser Architekten zu Recht bestehen. Als Unternehmer, die im Wirtschaftsleben stehen, müßten diese Herren die verschiedenen Preisentwicklungen wenigstens in etwa vorausahnen. Lediglich die gute Zusammenarbeit mit Herrn Kittner beim Neubau der Leichenhalle gebe nunmehr die Bereitschaft zu einem Kompromiß.
Herr König unterbreitet daher folgenden Vorschlag:
Die Stadt besteht auf Erfüllung des (mündlichen) Vertrages. Sollte jedoch die Preisentwicklung ab 1. 1. 1971 über eine gewisse Größenordnung hinausgehen, wird die Stadt sich an diesen Mehrkosten in einem angemessenen Rahmen beteiligen und zwar so, daß die ersten 5 % der Zukunftsentwicklung noch Sache der Herren Kittner und Petry seien. Übersteigt die Preisentwicklung auf der Grundlage des Index diese 5 %, zahlt die Stadt für jedes volle Prozent einen Betrag von 8.000,-- DM bei einem Maximum von 40.000,-- DM.
Zu achten ist aber darauf, daß der Bau als solcher schnell fertiggestellt wird, um den Umfang der kommenden Preissteigerungen und damit auch die Beteiligung der Stadt so gering wie möglich zu halten. Es sei keineswegs beabsichtigt, die Frage der Mehrkosten mit Gewalt in der Risikosphäre der Herren Kittner und Petry zu belassen, wobei auch zu berücksichtigen ist, daß Herr Kittner uns sicherlich die Gewähr für einen besseren Bau bietet.
Die Stadtratsitzung wird kurz unterbrochen, um der SPD-Fraktion Gelegenheit zu geben, sich über diesen Punkt untereinander auszusprechen .
3ung v.
10. 1971
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