Akte 
Sitzung 20. September 1979
Entstehung
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An! a g e

zur gemeinsamen Sitzung des Stadt- und Verbandsgemeinderates am 20. September 1979

Ptanung für Rathauserweiterung vorgesteüt Ats Bürgermeister Mangets am Donnerstag, dem 20.9.1979 im Sitzungssaat des Kreishauses die Mitgtieder von Verbandsgemeinde- t und Stadtrat sowie deren jeweiiiger Fachausschüsse (Bauaus- huß) und eine Reihe von Ortsbürgermeistern begrüßte, wies er zunächst darauf hin, daß eine Sitzung in diesem Kreis ein Novum der Geschichte der Verbandsgemeinde Montabaur ist. Zwar hatten die beiden Räte schon gemeinsam getagt, jedoch ohne ihre Ausschüsse.

Ats etwas besonderes bezeichnete der Bürgermeister von Ver­bandsgemeinde und Stadt Montabaur auch die Tagesordnung, die ausschtießtich die Ptanung des Rathauserweiterungsbaues der Verbandsgemeinde Montabaur und die Ertäuterung der Gestal­tung des Konrad-Adenauer-Ptatzes zum Gegenstand hatte.

Bürgermeister Mangets gab zunächst einen kurzen Rückbtick, wie es zu dieser Ptanung gekommen ist Die Stadt Montabaur hat den BebauungsptanAttstadt t" ats Sanierungsptan aufgestettt zu einem Zeitpunkt, zu dem noch nicht bekannt war, daß durch die Kommunatreform größere Verwattungseinheiten geschaffen [* wurden. Nach Bitdung der Verbandsgemeinde Montabaur zeich- ^^nete sich die Notwendigkeit ab, das Rathaus zu erweitern. sH)bie Verbandsgemeindeverwattung Montabaur ist derzeit in vier H verschiedenen Gebäuden untergebracht. Dieser Zustand ist aus ^H^rgantsatorischen Gründen auf Dauer untragbar. Diese Auffas­erung wurde nicht zutetzt vom Rechnungshof des Landes Rhein- B tand-Pfatz bei seiner Prüfung im Jahre 1978 bestätigt.

! Schon wesenttich früher waren sich aber Stadt- und Verbands­gemeinderat einig geworden, daß die räumtichen Voraussetzun­gen für die Unterbringung der Verbandsgemeindeverwattung in einem Gebäude erfordertich ist, und daß dies durch eine Erwei­terung des vorhandenen Rathauses geschehen sötte. Die einzig mögtiche Atternativ-Lösung, einen Neubau an der Peripherie von Montabaur zu erstehen, fand keine Mehrheit. Diese Lösung hätte nämtich den Nachteit gehabt, daß die vorhandenen Gebäude­substanzen im Rathaus nicht mehr für die Verwattung zu nutzen gewesen wären.

Wesentticher Gesichtspunkt für die Entscheidung für einen An­bau an das bestehende Rathaus war auch die Übertegung, daß das Rathaus zum Zentrum einer Stadt gehört.

Nach dieser Grundsatzentscheidung hat die Stadt Montabaur den BebauungsptanAttstadt t" entsprechend umgesteltt und der Verbandsgemeinderat hat mit zustimmender Kenntnisnah­me des Stadtrates den Ptanungsauftrag an Prof. Deitmann,

Münster, erteitt Danach wurden verschiedene Entwürfe ersteht, die mit der Verwaltung, den zuständigen Gremien und der

Bezirksregierung diskutiert worden sind. Das Ergebnis dieser Besprechungen beinhattet der Ptanentwurf, der den Kommu- natpohtikern der Verbandsgemeinde und Stadt in dieser Sitzung vorgesteht wurde.

Prof. Deitmann war mi einem Mitarbeiterstab zu dieser Sitzung erschienen, um den Ratsmitgliedern detailierte und fachkundige Auskünfte erteiten zu können.

Anhand von Dias und Ptänen stellte er zunächst einmal eine Reihe v. vergleichbaren Projekten vor, die sein Büro in der , ganzen Bundesrepubtik geplant hat Einen Teit dieser Bauwerke ' hatten die Mitglieder von Stadt- und Verbandsgemeinderat zu einem früheren Zeitpunkt bereits besichtigt, bevor man sich für die Erteitung des Ptanungsauftrages an Prof. Deitmann entschied.

tn diesen Ausführungen machte Prof. Deitmann besonders darauf aufmerksam, daß es bei ahen Planungen das Bemühen seines Büros war, Rathäuser und ihre Erweiterungsbauten architektonisch so darzustetten, daß ihr Charakter ats zentrates Gebäude in einer Stadt hinreichend deuttich wird. Bei einigen dieser Projekte sei es - wie in Montabaur - darum gegangen, den Rathausbau ats wichtigen Teiibereich in eine innerstädtische Neugestaltung einzubinden.

tm Erdgeschoß des Rathauserweiterungsbaues ist eine Passage und Ladenftäche vorgesehen. Die Passage sott ats Kontaktzone i zum Attbau dienen, tm Erdgeschoß des Rathauses ist vorgesehen, eine Bürgerhatte zu errichten.

Bürgermeister Mangets konkretisierte seine Vorstettungen über i den Zweck der Bürgerhatte durch einen Hinweis auf die frühe­ren Veranstattungen in dem damats ats Bücherei genutzten Raum des Rathauses. Heute wird der Raum ats Großraumbüro genutzt.Außerdem sotten in dieser Bürgerhatte tnformationsmög- tichkeiten angeboten werden, so zum Beispiet durch den Aushang der Bebauungsptäne der Stadt Montabaur sowie durch Austegung des Ortsrechtes und der Haushaltsptäne. Dieses tnformations- angebot sei - so Bürgermeister Mangets - keineswegs setbstverständ- lich. Schtießtich sei auch an eine Nutzung für die Votkshochschu- te gedacht.

Durch die Bürgerhatte wird ein Verbindungsgang zum Rathauser­weiterungsbau geschaffen. So sei eine gute Wegverbindung gewähr­teistet.

tm Bereich des Rathauserweiterungsbaues ist ein tnnenhof vor­gesehen für die Betichtung und Betüftung der diesem Bereich zugeordneten Bürogebäude. Dies gebietet nach Aussage des Ptanes auch die Verbandsbauordnung.

Der Ptaner führte weiter aus, daß im Rathauserweiterungsbau die Struktur der Abteitungen der Verwattung mit eingeptant sei.

Da man aber immer in einer Verwattung mit Änderungen rech­nen müsse, sei die Mögtichkeit durch die Ptanung geschaffen, Ver­änderungen vorzunehmen. Nur die Etemente im tnnenbereich, die konstruktuv notwendig seien, habe man unveränderbar ge­stattet. Die übrigen Trennwände seien ohne großen Aufwand ver­änderbar.

tn der Ptanung des Rathauserweiterungsbaues sind für das l.und 2. Obergeschoß Verwattungsdienststetten sowie ein Trauraum vorgesehen, der auch für Fraktionsbesprechungen genutzt werden sott, tm 3. Obergeschoß ist der Sitzungssaat und ein Fraktions­raum geptant. Außerdem beinhattet der Ptanentwurf auch eine H au smeisterwoh nu ng.

Ats städtebautiches und architektonisches Probtem bezeichnete Prof. Deitmann die Frage der Übernahme von Bauformen und Etementen sowie Gtiederungsdetaits, die charakteristisch für die gewachsenen und vorhandenen Gebäudesubstanzen im Bereich der tnnenstand sind. Hier sprach er insbesondere die Dachform an. Das vorgegebene Ziet kottidiere mit dem Wunsch, möglichst viete Arbeitsräume in einer Etage unterzubringen, um ein effekti­ves und rationettes Arbeiten der Verwattung zu ermögtichen.

Man gtaube jedoch, dieses Probtem durch die geptante Dachform ansprechend und gtücktich getost zu haben. Hinsichttich der

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