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II. Nichtöffentl. Sitzung
Punkt 11/1, ohne Vorlage
Beratung über den Generalverkehrsplan
Zu diesem Punkt nimmt Herr Prof. Leibbrand als der von der Stadt beauftragte Verkehrsplaner an der Sitzung teil.
Prof. Leibbrand gibt den Mitgliedern des Stadtrates einen Überblick über den Stand seiner Planung und darüber, wie es zu dieser Planung gekommen ist.
Nach den Worten von Prof. Leibbrand wurde zunächst eine umfangreiche Verkehrszählung durchgeführt, bei der an allen Ein- und AusgangsstraRen der Stadt Zähler stationiert waren, so daß zu den Zeiten der Zählung kein Verkehrsteilnehmer in die Stadt hinein oder hinaus konnte, ohne registriert zu werden. Diese Verkehrszählung fand zu Spitzenzeiten statt, da nach Meinung von Herrn Prof. Leibbrand das Verkehrsnetz dem Verkehr zu den Spitzenzeiten gewachsen sein muß.
Diese Verkehrszählung hat ergeben, daß die größte Verkehrsdichte im Bereich der Allee- straße/Bahnhofstraße/Kirchstraße und Koblenzer Strafe zu verzeichnen ist. Im Bereich der Bahnhofstraße wurde ein Wert von 728 Fahrzeugen festgestellt. Nach allgemeiner Erfahrung liege die kritische Marke bei 700 Fahrzeugen, woraus zu ersehen sei, daß bezüglich der Verkehrssituation in der Stadt Montabaur etwas getan werden müsse.
Prof. Leibbrand vertritt die Auffassung, daß diese kritische Situation sich positiv auswirkt, wenn die Stadt Geld nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz beantragt.
Es wird berichtet, daß in der Stadt Montabaur z. Z. 304 Personenwagen auf 1.000 Einwohner kommen. Damit liegt die Stadt erheblich über dem Bundesdurchschnitt. Die Planung sei ausgerichtet, so führt Prof. Leibbrand aus, auf das Jahr 2000. Für diesen Zeitpunkt habe man einen Bestand von 450 PKW's auf 1.000 Einwohner zugrundegelegt.
Nach diesem allgemeinen Überblick erläuterte Prof. Leibbrand seine Planung den Ratsmitgliedern eingehend anhand der vorgelegten Pläne. Es folgt eine lebhafte Diskussion mit den Mitgliedern des Stadtrates über die Möglichkeit der Realisierung und der Zweckmäßigkeit der geplanten Verkehrslösungen ir ihren Einzelheiten.
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Übereinstimmung ist zu verzeichnen, daß eine Fußgängerzone im Bereich Kleiner Markt und Großer Markt, evtl, auch bis zur Einmündung der Wallstraße in die Bahnhofstraße durchgesetzt werden soll. Es wird in die Überlegungen auch die Möglichkeit einbezogen, die Fußgängerzone einzurichten in der Kirchstraße von der Einmündung der Elisabethen- straße in die Kirchstraße bis zum Großen Markt, um den Anliegern der Elisabethenstraße die Möglichkeit zu belassen, ihre Wohnung anzufahren.
Auf Bedenken stieß der vorgelegte Plan in der Frage einer möglichen Straßenführung im Bereich der Gelbachstraße und der Peterstorstraße. In dieser Angelegenheit sollten nähere Untersuchungen angestellt werden, wobei insbesondere die Geländeverhältnisse ausreichend zu würdigen sind. Prof. Leibbrand wird darauf aufmerksam gemacht, daß es die Realisierung seines Vorschlages mit sich bringen würde, daß entlang der Grundschule mit einem starken Verkehrsaufkommen zu rechnen sei.
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