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Grund eine Förderung für den Ausbau des Bahnhofsvorplatzes nicht erwartet werden kann. In der grundsätzlichen Stellungnahme zu den Schließungsabsichten der Bundesbahn spricht sich der Uberwiegende Teil der Ratsmitglieder eindeutig gegen eine Stillegung des Bahnhofs Montabaur aus.
In diesem Zusammenhang wird auf die Verkehrssituation der Stadt hingewiesen. Dabei wird der Prognose des Verkehrsplaners, Herrn Prof. Leibbrand, gedacht, nach der in den nächsten Jahren mit einer Zunahme des Verkehrsaufkommens und damit der Verkehrsdichte in der Stadt Montabaur zu rechnen ist.
Außerdem verweist man auf das Bestreben der Stadt, ihre Mittelpunktfunktion auszubauen.
Es wird auf die bereits erfolgten und noch beabsichtigten erheblichen Bemühungen der Stadt zur Strukturverbesserung hingewiesen, die durch eine evtl. Stillegung der Verkehrsverbindung infrage gestellt wUrden.
Als weiteres Argument gegen die Stillegung wird geltend gemacht, daß nach Fertigstellung des Schulzentrums (etwa 1980) dieses von ca. 6.000 Schülern besucht wird.
Der Stadtrat ist der Auffassung, daß für die überwiegend auswärtigen Schüler eine Verkehrsverbindung bestehen muß. Lediglich das Ratsmitglied Kochern trägt eine ab- g vot
weichende Meinung vor. Herr Kochern trägt vor, bei der finanziellen Situation der 1975
Bahn sei Verständnis für Rationalisierungsmaßnahmen und die damit verbundenen Still- . VI legungen erforderlich. Man müßte sich dem Zug der Zeit anpassen und eine evtl.
Stillegung des Bahnhofes Montabaur hinnehmen.Nach seiner Meinung sollte in Montabaur ein Omnibusverkehrsnetz ausgebaut und im Stadtzentrum ein Busbahnhof errichtet werden.
Dieser Meinung wird jedoch von den übrigem Sprechern widersprochen.
Punkt 1/5, Vorlage Nr. 172
Änderung des Bebauungsplanes "Alberthöhe" für den Bereich der Vorbehaltsfläche 1 der Stadt Montabaur
Der Stadtrat faßt einstimmig folgenden Beschluß:
Bei dem Bebauungsplan "Alberthöhe" wird für den Bereich des Grundstückes Flur 51 Flurstück 288 die überbaubare Fläche so geändert, wie es der vorgelegte Plan für die Verwirklichung des Bauvorhabens Schäfer/Marx ausweist.
Stadtratsmitglied Dr. Hütte, CDU-Fraktion, hat wegen Sonderinteresse gern. § 22 GemO an der Beratung und Beschlußfassung nicht teilgenommen.
Punkt 1/6, Verschiedenes, Bekanntgaben, Anfragen
a) Ratsmitglied Kaiser, CDU-Fraktion, fragt an, wann mit der Aufstellung einer Unter- stellhalle an der Bushaltestelle im Stadtteil Reckenthal zu rechnen sei.
Die Verwaltung teilt mit, daß es beabsichtigt ist, eine Bushaltestelle, die für einen anderen Standort vorgesehen war, in Kürze im Stadtteil Reckenthal aufzustellen, sofern diese an die vorgesehene Stelle paßt. Außerdem sei vorgesehen, das stadteigene Grundstück an der Bushaltestelle zu bepflanzen und eine Ruhebank aufzusteilen.
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