Akte 
Sitzung 04. November 1955
Entstehung
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wird die

stimme abzugeben hat. Da sich niemand meldet Wahl für geschlossen erklärt.

.+ Serien Stimmen , die auch von dem Beisitzer Johann Schmidt

^ 17 16 gültige Stimmen u. ein weißer Zettel(ungültig

zusammen 17 Stimmen, haben folgendes Ergebnis :

Wahlvorschlag Otto Kuntermann = 11 Stimmen

Sit geg^m^schlShen überein. Gewählt ist somit zum II. Beigeordneten Otto Kuntermann?

Nach den Bestimmungen hat der Gewählte 5 Tage Zeit , mitzuteAen ob er die Wahl annimmt oder nicht.

Herr Kuntermann, der anwesend und befragt wird, erklärt, dass er die Wahl annehme. Er dankt gleichzeitig für das ihm geschenkte Vertrauen.

Einführung und Verpflichtung des neuen Beigeordneten kann erst m einer der nächsten Stadtratssitzungen erfolgen. Vorerst muss der Landrat die Wahl bestätigen.

Punkt 2

Anmeldung eines Angestellten zur Zusatzversorgungskasse.

Bei der Einstellung des Elektromonteurs Heinrich Henritzi wurde diesem zur Auflage gemacht, bis zum 1.12.1956 die Meisterprüfung abzu= legen. Hiervon wurde die endgültige Anstellung abhängig gemacht. Herr Henritzi hat sich gut eingearbeitet. Es bestehen keine Bedenken, dass er aus den Diensten der Stadt Montabaur wieder ausscheidet. Die Vorar= beiten für die Ablegung der Meisterprüfung sind bereits im Gange.

Da somit die Voraussetzrungen für ein dauerndes Arbeitsver = hältnis geschaffen sind, schlägt die Verwaltung und auch der Betriebs^ rat vor, Henritzi mit Wirkung vom 1 . September 1955 der Zusatzver = sorgungskasse in Wiesbaden anguschließen.

Der Stadtrat gibt einstimmig seine Zustimmung.

lunkt 3

Bericht über die Wohnungsmarktlage in Montabaur.

Montabaur hat noch schwer unter der Wohnungsnot zu kämpfen und so hält es Herr Bürgermeister für erforderlich, einmal einen Be= rieht darüber zu geben, wie es mit der Wohnungsnot in Montabaur be= stellt ist.

Wir haben zur Zeit in Montabaur 414 Wohnungssuchende Familien, hierunter 45 Familien, die mehr als 5 Personen haben.T-^otz der starken Bautätigkeit hat die Zahl der Wohnungssuchenden gegenüber 1954 um 51. zugenommen. Der Drang vom Lande in die Stadt macht sich schon in der Kleinstadt bemerkbar .Es gibt keine gesetzliche Handhabe, diesem Zustrom ein Ende zu bereiten.Jn Bezug auf den Wohnungsbau ist die Stadt bisher noch von keiner Stelle bevorzugt behandelt worden.

Das evangel.Hilfswerk hat 4 Doppelhäuser mit insgesamt 16 Wohnungen erstellt. Diese Häuser gehen nach einigen Jahren unter an = nehmbanen Bedingungen in das Eigentum eines Mieters über, während die weiteren Mieter auf wenigstens 2o Jahre gesichert wohnen.

Obwohl die Verwaltung nach der derzeitigen Fassung des Wohnraum= .bewirtschaftungsgesetzes kaum noc§ einen Einfluß auf die W.ohnungszu = teilung hat, hoffen die Wohnungssuchenden auf die Unterstützung der Ver waltung und des Stadtrates.

Der Stadtrat muss es sich angelegen sein lassen, bei der Genehmi gung von Bebauungsplänen auch darauf zu achten, dass nicht nur 1 Familienhäuser erstellt werden, sondern auch 2und Mehrfamilienhäuser. Es kommt zu einer lebhaften Aussprache, an der sich alle Fraktionen be=

teiligen.

Stadtrat Germann vertritt die Auffassung, dass die Stadt aus eigener Jnitiative versuchen muss für solche Familien Wohnungen zu. schaffen, die in Privathäusern schwerlich Unterkommen. Vor Aufstellung des neuen Etats müsste man sich mit diesem Problem befassen. Herr Bur-

j des Herrn Germann zustimmt, muss aoer

germeister, der der Abfassung zwingenden finaniellen Massnahmen

darauf hinweisen, dass die Stadt a MitteMeubauten zu erstellen

vorerst nicht in der Lage ist, aus stadt. Mimme^D)