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Messungen hat der Dipl.Geologe Dr. Schenk, Giessen erfolgreich durchgeführt. Die Rasaerschüttung mit täglich 2ooo cbm im Hain- brunnen, die Herr Gaul in der Zeitung las, beweisen den Erfolg. Di Wasserschüttung ist grösser als er und Dr. Schenk gehofft hatten.
Gaul hofft aber auf noch mehr Wasser.
Durch diese grossen Wassermengen wird der Brunnen im Prinzenschlag vorerst nicht benötigt aber so ausgebaut und verschlossen, dass er jederzeit in Anspruch genommen werden kann. Ein Dauerpumpversuch ist hier für die nächsten Tage vorgesehen. Die regelmassig wiederkehrende frühere Wasserknappheit in Montabaur ist ihm nicht neu. Er entsinnt sich aus eigenem Erleben der Jahre 1911.1917,1921 und 1929.
Auch hier haben unsere Vorfahren alles mögliche getan, um die Wasser Versorgung zu beheben. Leider standen ihnen aber die heutigen technischen Hilfsmittel nicht zur Verfügung. Das Wasser des Hainbrunnens muss elektrisch gepumpt werden. So lange jedoch bei gleichmässiger Niederschlagsverteilung das Jahr über die alten Quellen den Wasserbedarf zu decken vermögen, braucht keine elektrische Kraft aufgewendet zu werden. Lassen aber die Quellen nach, dann springt die Pumpe ein und fördert Wasser in den Hochbehälter im Stadtwald, der im Jahre 1913 errichtet worden ist. Das Wasser ist aber stark mit Kohlensäure durchsetzt. Die Errichtung einer Aufbereitungsanlage ist notwendig und wird diese in der Nähe des Hochbehälters im Stadtwald errichtet. Nicht nur das Wasser des Hainbrunnens, sondern auch das Wasser aus den alten Quellen wird in der Entsäuerung behandelt. Die Hochbehälter, die das Wasserwerk besitzt, sind zu klein. Es muss daher zusätzlicher Speicherraum geschaffen werden. Es hat sich als günstig erwiesen, den neuen Behälter von 1ooo cbm Fassungsvermögen auf das Himmelfeld zu stellen. Er arbeitet im Verein mit dem Behälter im Stadtwald dann als sogenannter Gegenbehälter. Die grossen Höhenunterschiede im Stadtwald drängen dazu, die Versorgung in zwei Druckzonen durchzuführen. Herr Gaul macht auch darauf aufmerksam, daß man mit der Zeit die Erneuerung der alten Rohrleitungen vornehmen muss. Zum Schluss gibt er nochmals seiner Freude Ausdruck, dass Montabaur nun Wasser in Hülle und Fülle habe und hoffe er, dass seine Vaterstadt weiter aufblühe und sich mehr Industrie ansiedeln möge.
Herr Bürgermeister spricht Herrn Gaul den Dank aus für die von ihm bisher geleistete Arbeit. Er und der Stadtrat wisse genau, dass nach Abschluß der heutigen Arbeiten in der Wasserversorgung eine Erneuerung der alten Rohrleitung in Teilabschnitten als dringend notwendig vorgenommen werden muss. Gleichzeitig gibt Herr Bürgermeister noch einmal einen kurzen Bericht über den zu erstellenden neuen Hochbehälter am Himmelfeld und erklärte u.a., dass das Wasserwirtschaftsamt Montabaur verlangt habe, den neuen Behälter auf dem Schlossberg zu errichten. Nach mehreren Verhandlungen dieserhalb und dem Gutachten des Herrn Dipl.Ing.Gaul und im Einverständnis mit dem Wasserwirtschaftsamt wird der neue Hochbehälter auf dem Himmelfeld erbaut. Weiter betont Herr Bürgermeister, dass die ganze Wassersuche eine ungeheuere Nervenprobe gewesen sei. Er habe gelernt, bei diesem Problem Geduld zu üben. Er dankte nochmals den Herren Dipl.Ing.Gaul und dem Dipl.Geologen Dr. Schenk für die gründlichen Arbeiten.Durch'die geoelektrischen Untersuchungen ist viel Geld gemärt worden. BeigeozReter Fehl, Fraktionsvorsitzender der CDU, dankte der Verwaltung, dem Herrn Dipl.Ing.Gaul aber ganz besonders dem Herrn Bürgermeister für seine grosse, aufopfernde und nimmermüde Arbeit. Gleichzeitig dankte er auch besonders dem Herrn Stadtbaumeister Maßfeiler für die von ihm geleistete Arbeit. Seine Fraktion sei mit der neuen Planung und der Errichtung eines Hochbehälters auf dem Himmelfeld einverstanden. Stadtrat Intra schloss sich für die SPD diesen Worten an und der Beigeordnete Frank erklärte auch die FDP sei einverstanden.
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